Noch wartet der FC Luzern in dieser Saison auf den ersten Sieg. Dieser soll im Cup gegen den SC Buochs her. Alles andere als ein Weiterkommen gegen den Unterklassigen wäre eine Blamage, die sich im FCL-Umfeld niemand leisten kann – allen voran Trainer Udo Portmann (49).
Am Freitag hat der Klub zur Pressekonferenz geladen. Erschienen ist nur der Blick. So ist ein exklusives Gespräch mit dem FCL-Coach entstanden – über die aktuellen Baustellen und Themen, die ihn und das gesamte Umfeld beschäftigen.
Die Diskussion um Keeper Simoni
Portmann hat keinerlei Zweifel an Simon Simoni (22). «Was in St. Gallen passiert ist, haben wir im Training noch nie gesehen. Wir sind überzeugt, dass es für ihn einfach unglücklich gelaufen ist und nicht grundsätzlich ein Problem darstellt.» Deshalb habe er auch keine Sekunde gezögert, Simoni in Buochs ins Tor zu stellen.
Den Keeper erlebe er aktuell hochkonzentriert. «Wir müssen uns ganz generell als Team noch finden. Gerade unsere Achse ist in dieser Zusammensetzung noch relativ neu. Deshalb geht es für uns darum, die Automatismen zu schärfen – und da ist der Goalie auch ein Teil davon.»
Freimann-Brüder als Cup-Geschichte
«Man hat fast das Gefühl, es ist irgendwie von oben gesteuert, dass es zu diesem Duell kommt und alle zur Verfügung stehen. Das sind genau die Geschichten, die den Cup ausmachen.» Besonders glücklich ist Portmann über die Rückkehr von Bung Meng Freimann (20). Der Innenverteidiger verpasste die ersten drei Spiele wegen einer Sperre.
«Es ist gut, dass er zurück ist. Mit seiner Spielart mit Ball, aber auch mit seiner Antizipation gegen den Ball und ohne Ball wird er uns zusätzliche Stabilität geben.» Und davon kann die Luzerner Defensive gerade viel gebrauchen.
Wie sehr sehnt sich Portmann nach dem ersten Sieg?
«Sehr», antwortet er. Zu sehr ist er vom eingeschlagenen Weg überzeugt. «Ich sehe, wie die Mannschaft trainiert und wie wir als Staff arbeiten. Wir sind voller Dynamik. Ich bin überzeugt, dass wir uns dafür bald belohnen werden.» Der Punktgewinn in St. Gallen habe den Hunger sogar noch verstärkt: «Er hat uns noch mehr Blut lecken lassen und uns gezeigt, dass es jetzt erst recht an der Zeit ist.»
Was ist mit Grbic und Villiger?
Dass Adrian Grbic (29) und Lars Villiger (23) zuletzt keine oder nur eine kleine Rolle spielten, sei kein Signal in Richtung Kaderplanung, betont Portmann. «Adrian trainiert und zieht voll mit.»
Auch bei Villiger sieht der Coach keinen Grund zur Sorge. «Dass er gegen St. Gallen nicht zum Einsatz kam, war kein Entscheid gegen ihn im Sinne von: ‹Ich setze nicht auf ihn.›» Letztlich müsse er je nach Spielverlauf entscheiden, welcher Stürmertyp gefragt sei. «Das ist manchmal auch eine Frage des Bauchgefühls.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |
