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Letica zu Wechsel und Debüt:«Es ist wirklich aussergewöhnlich»

Letica glückt FCL-Einstand
«Das ist mein Geburtstagsgeschenk für Luzern»

Welch ein Einstand! Vor vier Tagen unterschrieb Karlo Letica beim FC Luzern. Schon am Samstag spielte er. Zu null. Der FCL gewann das 125-Jahr-Jubiläumsspiel. Der Kroate ist happy. Das Interview.
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Zum Einstand ein Shutout: Luzerns neuer Goalie Karlo Letica bei seinem ersten Spiel im FCL-Dress
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Karlo Leticas erster Einsatz für Luzern: Sieg und Shutout gegen Lausanne
  • Nur drei Trainings vor Startelf-Debüt, emotionales Spiel gegen Ex-Team
  • Der Goalie zögerte nicht, als der Anruf von Sportchef Remo Meyer kam
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Alain KunzReporter Fussball

Blick: Karlo Letica, ein paar Trainings absolviert, gespielt und gewonnen. Das macht Spass – oder?
Karlo Letica: Ja, das macht echt Spass. Erstes Spiel. Drei Punkte. Shutout. Das ist mehr als aussergewöhnlich. Weniger natürlich für Lausanne, mein Team in den letzten drei Jahren. Deshalb sind meine Emotionen doch etwas gemischt. Aber man muss seinen Job machen. Und nun bin ich Luzerner.

Waren Sie nervös?
Ein bisschen. Eben weil Lausanne der Gegner war. Aber man muss irgendwann einfach spielen und nicht zu viel nachdenken. Irgendwann geht es nur noch darum, die Farben zu verteidigen, die man trägt.

Wie haben Sie diese Woche erlebt?
Ich habe drei Trainings absolviert. Das genügte. Und ich wurde gleich in die Startelf berufen. Das wars.

Portmann lobt die überragende Goalie-Konstellation

Er wirkt ganz ruhig. Überlegt gibt er seine Antworten, der neue FCL-Coach Udo Portmann. So reagierte er nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart, so auch nach dem ersten Sieg. «Aber ich werde jede Woche zehn Jahre älter», sagt er – und schmunzelt. Und natürlich war das grosse Thema der neue Goalie, Karlo Letica. Ein Shutout und ein Sieg zum Start. Da gibts doch einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Fakten und dem Goaliewechsel. «Insofern, als dass Karlo die Ruhe ausgestrahlt hat, die er seit seiner Ankunft gezeigt hat. Er hat schon am Mittwoch gesagt, er sei ready. Das ist sicher hilfreich. Aber alle Spieler haben defensiv hervorragend gespielt und alles reingeworfen, um die Null zu halten.»

Doch wie kam es zum Letica-Coup? «Wir haben schon unter der Woche gesagt, man habe das Goalie-Team komplettieren wollen», so Portmann. «Der Plan war immer so.» Und doch: Noch dem 0:3 im Tourbillon hatte niemand gesagt, man hole in jedem Fall einen vierten Goalie. Allenfalls, wenn sich die Gelegenheit ergebe. Und dann, plötzlich, nach den drei Böcken von Simoni, geht alles sehr schnell. Sportchef Remo Meyer spricht von einem von Beginn weg existierenden Plan. Doch Portmann relativiert und spricht von dieser Woche. Egal. Nun ist die neue Nummer 1 da, und alles ist gut. Ausser für den degradierten Simoni, der nun Bankdrücker ist, nachdem man ihn gestärkt hatte, indem man ihm sagte, er bleibe die Nummer 1. Weshalb Portmann auf die Frage, ob man eine Nummer 1 gesucht habe, ein bisschen ausweicht: «Wir wollten, wie gesagt, das Goalie-Team komplettieren. Und dann gab es die Gelegenheit, einen sehr erfahrenen Torhüter zu engagieren. Da haben wir zugeschlagen. Simon hat das sehr professionell aufgenommen. Nun haben wir eine überragende Konstellation mit einem erfahrenen Super-League-Goalie und dahinter drei mit viel Potenzial.»

Wie auch immer: Wenn Letica so hält wie bei Lausanne, spricht schon in ein paar Tagen niemand mehr von diesem Goalie-Chaos zum Saisonstart.

Applaus, Applaus! FCL-Coach Udo Portmann beklatscht eine gute Szene seines Teams im Spiel gegen Lausanne.
Applaus, Applaus! FCL-Coach Udo Portmann beklatscht eine gute Szene seines Teams im Spiel gegen Lausanne.
Martin Meienberger/freshfocus

Er wirkt ganz ruhig. Überlegt gibt er seine Antworten, der neue FCL-Coach Udo Portmann. So reagierte er nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart, so auch nach dem ersten Sieg. «Aber ich werde jede Woche zehn Jahre älter», sagt er – und schmunzelt. Und natürlich war das grosse Thema der neue Goalie, Karlo Letica. Ein Shutout und ein Sieg zum Start. Da gibts doch einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Fakten und dem Goaliewechsel. «Insofern, als dass Karlo die Ruhe ausgestrahlt hat, die er seit seiner Ankunft gezeigt hat. Er hat schon am Mittwoch gesagt, er sei ready. Das ist sicher hilfreich. Aber alle Spieler haben defensiv hervorragend gespielt und alles reingeworfen, um die Null zu halten.»

Doch wie kam es zum Letica-Coup? «Wir haben schon unter der Woche gesagt, man habe das Goalie-Team komplettieren wollen», so Portmann. «Der Plan war immer so.» Und doch: Noch dem 0:3 im Tourbillon hatte niemand gesagt, man hole in jedem Fall einen vierten Goalie. Allenfalls, wenn sich die Gelegenheit ergebe. Und dann, plötzlich, nach den drei Böcken von Simoni, geht alles sehr schnell. Sportchef Remo Meyer spricht von einem von Beginn weg existierenden Plan. Doch Portmann relativiert und spricht von dieser Woche. Egal. Nun ist die neue Nummer 1 da, und alles ist gut. Ausser für den degradierten Simoni, der nun Bankdrücker ist, nachdem man ihn gestärkt hatte, indem man ihm sagte, er bleibe die Nummer 1. Weshalb Portmann auf die Frage, ob man eine Nummer 1 gesucht habe, ein bisschen ausweicht: «Wir wollten, wie gesagt, das Goalie-Team komplettieren. Und dann gab es die Gelegenheit, einen sehr erfahrenen Torhüter zu engagieren. Da haben wir zugeschlagen. Simon hat das sehr professionell aufgenommen. Nun haben wir eine überragende Konstellation mit einem erfahrenen Super-League-Goalie und dahinter drei mit viel Potenzial.»

Wie auch immer: Wenn Letica so hält wie bei Lausanne, spricht schon in ein paar Tagen niemand mehr von diesem Goalie-Chaos zum Saisonstart.

Ganz ehrlich: Waren Sie überrascht, einen Anruf aus Luzern zu erhalten?
Luzern steckte in einer Goalie-technisch etwas komplizierten Situation. Da rief mich der Sportchef an. Und wir waren uns schnell einig. Alles andere ist Geschichte.

Da gabs kein Zögern? War die Offerte des FC Luzern die, die Sie gesucht haben?
Ich hatte mehrere Möglichkeiten. Aber eine Rückkehr in die Schweiz, wo ich die Meisterschaft gut kenne, meine ehemaligen Teammitglieder, jetzt meine neuen, auch die übrigen Gegner – da ist es einfach, sich einzugewöhnen. Da kann man sofort aufs Spielfeld springen und spielen.

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Portmann nach Sieg:«Leticas Ruhe tut uns gut»

Der Unterschied zu Lausanne ist sicher die Atmosphäre, die in der Thermoplan-Arena ungleich besser ist.
Sie ist anders, klar. Ich finde, in der Deutschschweiz hats mehr Emotionen im Fussball. Es macht richtig Spass, vor solch einer Kulisse zu spielen. Vor allem an einem solchen Abend, an dem die Fans grossartig sind. Aber ich denke, sie werden ihre Performance im nächsten Spiel wiederholen.

Sie sprechen es an: Es war ein extrem spezielles Spiel am Tag des 125. Geburtstags des Klubs. Diese Geschichte, die Sie nun mitschreiben, ist doch ziemlich verrückt?
Ja. Und so ist das mein Geschenk zum Geburtstag des FC Luzern … Shutout, Sieg – was will man mehr!

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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