Die Zeit beim FC Luzern hat für Simon Simoni (22) alles andere als gut begonnen. Drei Spiele, drei Patzer. Immerhin konnte der Goalie am Wochenende im Cup erstmals positive Gefühle sammeln – dank einer weissen Weste und einem ganz besonderen Erlebnis danach: Simoni wurde von den Kindern regelrecht belagert. Alle wollten ein Autogramm von ihm.
Nun folgt allerdings die nächste schlechte Nachricht. Wie von Blick angekündigt, stösst Karlo Letica (29) zum FC Luzern. Der Zwei-Meter-Mann unterschreibt für zwei Jahre bis 2028 und ist in den Überlegungen des Klubs die neue klare Nummer 1. Eine Ablöse ist nicht fällig, da der Kroate seit seinem Vertragsende bei Lausanne vor wenigen Wochen vereinslos war.
Letica ist nach Simoni, Raphael Radtke (24) und Tim Hottiger (21) bereits der vierte Torhüter, den der FCL in dieser Transferperiode verpflichtet. «Nun verfügen wir über ein Torhüterteam mit einem sehr spannenden Mix aus Erfahrung und grossem Entwicklungspotenzial, das sich sehr gut ergänzt», lässt sich Sportchef Remo Meyer (45) in der Medienmitteilung zitieren.
Goalie-Karussell drehte sich beim FCL
Wie es zu dieser Konstellation gekommen ist, wird Meyer in den kommenden Tagen allerdings erklären müssen. Denn ein klarer Plan sieht eigentlich anders aus. Zumal in Luzern schon Ende der vergangenen Saison bekannt war, dass der damalige Stammgoalie Pascal Loretz (23) den nächsten Schritt anpeilt. Trotzdem wirkte es, als sei man von seinem Wechsel zu Hannover 96 Anfang Juli überrascht worden.
Erst eine Woche nach dem Loretz-Abgang reagierte der FCL. Allerdings nicht mit einem fixen Transfer. Stattdessen holte man mit Simoni einen Goalie ins Probetraining, der trotz guter Anlagen die letzten zwei Jahre in Deutschland kaum gespielt hat.
Der Albaner war zu dieser Zeit dabei keineswegs der einzige Kandidat. Ein anderer war gemäss Blick-Informationen Timothy Fayulu (27). Mit dem FC Sion konnte der FCL jedoch keine Einigung erzielen. Weil Simoni im Probetraining einen guten Eindruck hinterliess, stattete man ihn kurz vor Saisonbeginn mit einem Dreijahresvertrag aus.
Die drei Patzer in den ersten Spielen liessen in der Öffentlichkeit schnell Zweifel aufkommen, ob Simoni tatsächlich der Richtige ist. Offenbar sah sich nun auch Meyer zunehmend unter Zugzwang. War ihm das Risiko schlicht zu gross, mit dem Albaner als Nummer eins durch die Super-League-Saison zu gehen?
In den Tagen vor dem möglichen Letica-Deal kam deshalb auch die Idee mit Fayulu wieder auf den Tisch. Doch als sich über das Wochenende die Chance bot, den Kroaten in die Zentralschweiz zu holen, waren sich die Verantwortlichen in Luzern schnell einig.
Letica kennt die Liga, verfügt über viel Erfahrung und braucht kaum Eingewöhnungszeit. Genau darauf spielt auch der Klub in seiner Medienmitteilung an. Spätestens seit Montag war klar: Der Deal soll über die Bühne gehen. Am Dienstagabend folgte dann die Bestätigung. Luzern hat eine neue Nummer 1.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |