«Jetzt sind wir unglaublich happy»
FCL-Meyer erklärt den Goalie-Plan mit Letica und Simoni

Luzern-Sportchef Remo Meyer erklärt, weshalb er Karlo Letica verpflichtet hat, warum die Suche schon länger lief – und weshalb die Fehler des jungen Goalies Simoni dabei keine Rolle spielten.
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Karlo Letica pariert ab sofort für den FC Luzern.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Im Tor hat der FC Luzern in den letzten Tagen ein echtes Upgrade erhalten. Auf Simon Simoni (22), der mit drei kapitalen Fehlern in drei Partien ins FCL-Abenteuer gestartet ist, folgt Karlo Letica (29). Gegen Lausanne wird er zum ersten Mal zwischen den Pfosten stehen. «Er ist ready», sagt Sportchef Remo Meyer (45) auf die Frage, ob der Zwei-Meter-Mann für Samstag fit sei.

Mit der Verpflichtung von Letica hat der FCL in diesem Sommer bereits vier Torhüter verpflichtet. Zu viel? Nicht für Meyer. «Es war von Anfang an so geplant. Wir haben die Veränderungen bewusst so angestrebt. Und wenn vier Goalies gehen, dann versuchen wir, wieder vier zu verpflichten oder wie bei Bieler hochzuziehen.»

FCL wollte Letica schon früher verpflichten

Für Diskussionen sorgte denn auch weniger die Anzahl der Neuzugänge als vielmehr die Frage nach der Hierarchie im Tor. Als Simoni nach einem Probetraining verpflichtet wurde, schien es, als habe der FCL den Nachfolger von Pascal Loretz (23) und damit seine neue Nummer 1 gefunden. Zwar hiess es zunächst, dass das Leistungsprinzip gelte. Doch schon bald wurde Simoni als Nummer 1 angepriesen.

Im Hintergrund war der FCL allerdings bereits auf der Suche nach einem weiteren Goalie, wie Meyer nun bestätigt. Die Patzer von Simoni hätten damit nichts zu tun gehabt. Unter Zugzwang habe er sich deshalb erst recht nicht gefühlt. «Die Letica-Verpflichtung ist Teil eines Plans und keine Reaktion auf irgendetwas. Für uns war von Anfang an klar, dass noch ein Goalie kommt, weil wir wieder ein Vierer-Team wollten. Und hätte das mit Karlo Letica nicht geklappt, hätten wir noch weiter Geduld gehabt.»

«Sind unglaublich happy»

Gleichzeitig gesteht Meyer: «In der Reihenfolge der Zugänge haben wir es uns ein bisschen anders gewünscht. Das ist so.» Aber vor ein paar Wochen seien gewisse Namen schlicht noch keine Option gewesen. «Wir hatten schon vor ein, zwei Monaten den Wunsch, Letica zu verpflichten. Das war damals aber noch nicht realistisch.»

Umso glücklicher ist Meyer nun, dass das Goalie-Team steht. «Jetzt können wir sagen, dass wir den Plan so umsetzen konnten, wie wir es von Anfang an wollten. Darüber sind wir unglaublich happy. Mit Simon Simoni, dem ausgeliehenen Lionel Huwiler und Jérôme Bieler haben wir drei grosse Talente als Potenzial-Goalies, mit Raphael Radtke einen Identitätsgoalie und mit Karlo Letica einen Goalie, der uns mit seiner Erfahrung und Klasse viel Stabilität gibt.»

Meyer voll von Simoni überzeugt

Trotzdem stellt sich die Frage, wie Simoni nach seinen Fehlern und der Degradierung damit umgeht. «Es ist ein Prozess, durch den er jetzt gehen muss», sagt Meyer. Aber wusste Simoni überhaupt, dass der FCL einen neuen Goalie sucht? «Die Rollen, die Neuverpflichtungen einnehmen sollen, werden immer transparent besprochen.»

In den letzten Tagen hat Meyer Simoni aber höchstpersönlich mitgeteilt, dass mit Letica nun eine neue Nummer 1 verpflichtet wird. «Wir werden ihn maximal unterstützen. Wir sind voll überzeugt von ihm. Er bringt unglaublich gute Anlagen mit. Wenn er hier mitzieht, dann wird er auch die nächsten Schritte machen.»

Vorerst allerdings als Nummer 2. Zwischen den Pfosten steht ab sofort Letica. Und das dürfte in der Zentralschweiz für einiges an Beruhigung sorgen.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
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10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
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