Gleich sechs Spieler fasten
Trotz Ramadan hat Sion die Top 6 fest im Visier

Der FC Sion ist auf bestem Weg, die Championship Group zu erreichen. Mit einem Sieg gegen Lugano rückt das Ziel immer näher – oder macht ihm der Fastenmonat Ramadan einen Strich durch die Rechnung? Das Sion-Inside.
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Der FC Sion hat sich mit Trainer Didier Tholot (l.) gefestigt. Am Ziel seien die Walliser aber noch nicht, mahnt der 61-Jährige.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Sion spielt am Mittwoch gegen Lugano im Cornaredo-Stadion in Lugano
  • Sions Trainer Tholot lobt die Teamleistung trotz geringem Budget und Herausforderungen
  • Nias Hefti spielte in dieser Saison 2430 Minuten ohne Unterbrechung
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Die News zum Wochenstart

Sion hat mit einem Punktgewinn in Genf einen grossen Schritt in Richtung Top 6 gemacht, da die vier direkten Verfolger unter der Woche gegeneinander antreten (YB-Luzern, FCZ-Lausanne) und sich die Teams im Strichkampf gegenseitig die Punkte stehlen. «Wir sind noch nicht am Ziel. Aber wenn wir so weiter spielen wie bisher werden wir Punkte holen. Und mit den Punkten werden wir es schaffen», sagt Didier Tholot, der stolz auf die Arbeit ist, die er seit seiner Ankunft beim FC Sion in der Challenge League geleistet hat.

Die grosse Frage

Wird Kreshnik Hajrizi es schaffen, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten? Der Verteidiger gibt selbst zu, dass er in diesem Punkt noch an sich arbeiten muss. Der Walliser Verteidiger kehrt für das Spiel gegen Lugano zu einem Team zurück, das er sehr schätzt und zu dem er noch viele Verbindungen hat. «Ich weiss, dass man mich dort mit Spannung erwartet. Dieser Klub hat mir den Einstieg in die Super League ermöglicht. Ich werde immer eine besondere Verbundenheit zu ihm haben. Vor allem aber möchte ich ein letztes Mal im Cornaredo gewinnen», sagt er lächelnd und freut sich darauf, nächste Saison im neuen Stadion der Tessiner zu spielen. «Auf den Fotos sieht es wunderschön aus.»

Gesagt ist gesagt

«Die Tatsache, dass wir den Teams, auch den besten, auf Augenhöhe begegnen können, verändert vieles. Wir gehen nicht mehr als Aussenseiter in die meisten Spiele, sondern überlegen uns, wie wir die Teams in Schwierigkeiten bringen können, anstatt nur zu versuchen, sie auszukontern. Die Stimmung während der Woche ist positiver.» Gesagt von Didier Tholot, der sich freut, dass seine Mannschaft mit Basel und YB mithalten kann. Bei seinen ersten Einsätzen als Sion-Coach war das noch undenkbar, abgesehen von einzelnen Ausnahmen. Jetzt kann Sion, ohne riesiges Budget, aber mit einer stimmigen Linie, ohne zu zittern, das Podium anvisieren.

Mögliche Aufstellung

Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Kabacalman, Baltazar; Chouaref, Chipperfield, Berdayes; Nivokazi.

Wer fehlt?

Donat Rrudhani und Altin Shala (beide verletzt).

Neben dem Platz

Sion hat sechs Spieler, die den Ramadan einhalten – für Didier Tholot aber kein Problem. «Wir sprechen viel mit den Spielern, auch über dieses Thema. Alle sechs haben einstimmig beschlossen, sich ebenfalls im Sinne des Vereins zu engagieren», erklärte der Trainer des FC Sion. Unter den betroffenen Spielern steht Ilyas Chouaref im Vordergrund. Dass Sion abends spielt, noch dazu im Winter, ist deutlich angenehmer, als wenn die Spiele im Sommer nachmittags stattfinden würden. «Wir denken auch in Bezug auf das Timing nach. Wir werden sofort aus Lugano zurückkehren, damit die sechs Spieler am Donnerstagmorgen vor Sonnenaufgang essen können. Und das Training am Donnerstag findet nachmittags und nicht morgens statt», ergänzt Tholot.

Hast du gewusst, dass...

... Sions Verteidiger Nias Hefti der einzige Feldspieler in dieser Saison ist, der jede möglich Minute auf dem Platz stand? Ganze 2430 Minuten hat der Walliser Dauerläufer bereits in den Beinen. Der 26-Jährige kommt dabei auf sechs Vorlagen – ein Torerfolg ist dem Linksverteidiger in dieser Spielzeit aber noch nicht gelungen.

Aufgepasst auf

Ezgjan Alioski. Bereits fünf Mal traf der Lugano-Flügel in seiner Karriere gegen den FC Sion – mindestens zweimal mehr als gegen jedes andere Team in der Super League. In dieser Saison harzt es aber etwas beim 34-Jährigen. Geplagt von schweren Verletzungen ist ihm noch kein Treffer gelungen. Zudem muss er vorerst mit der Jokerrolle vorliebnehmen. Ob er gegen seinen Lieblingsgegner wieder jubeln darf?

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 27 Runden:

  • Racioppi 4,5
  • Baltazar 4,4
  • Hajrizi 4,2

Hier gehts zu allen Sittener Noten. 

Der Schiedsrichter

Fedayi San leitet die Angelegenheit im Tessin. Unterstützt wird der erfahrene Schiedsrichter von Michèle Schmölzer als VAR.

Der Gegner

Der FC Lugano ist eine Wundertüte. Nach vier Unentschieden in Folge und einem Sieg gegen Lausanne folgte am vergangenen Wochenende wieder eine Enttäuschung gegen das in der Krise steckende GC. Trotz einer 70-minütigen Überzahl verloren die Bianconeri die Partie im Letzigrund mit 0:1. Allerdings kann das Team von Mattia Croci-Torti den dritten Tabellenplatz und die damit verbundenen Europa-Cup-Plätze weiter festigen – hier erscheint das Lugano-Inside.

28

Runde

Di., Winterthur – Servette, 20.30 Uhr
Mi., Lugano – Sion, 20.30 Uhr
Mi., Luzern – YB, 20.30 Uhr
Mi., FCZ – Lausanne, 20.30 Uhr
Do., Basel – GC, 20.30 Uhr
Do., Thun – St. Gallen, 20.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
27
33
64
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
27
20
50
3
FC Lugano
FC Lugano
27
11
46
4
FC Basel
FC Basel
27
6
43
5
FC Sion
FC Sion
27
9
41
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
27
3
39
7
FC Luzern
FC Luzern
27
2
33
8
FC Zürich
FC Zürich
27
-14
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
27
-4
30
10
Servette FC
Servette FC
0:1
28
-8
29
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
27
-12
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
1:0
28
-46
17
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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