Gibt es bald einen neuen Rekordtransfer?
Für den FCL hat die neue Saison schon begonnen

Mario Frick geht, die Nachfolge ist offen – und im Kader stehen wichtige Entscheide an. Beim FC Luzern läuft der Umbruch bereits, obwohl die Saison noch gar nicht zu Ende ist. Blick liefert die Übersicht.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Zwar sind noch fünf Spiele zu spielen. Für den FC Luzern hat die nächste Saison 2026/27 im Hintergrund aber längst begonnen. Zumal schon seit einiger Zeit klar ist, dass in der Tabelle nach vorne nichts mehr möglich ist und nach hinten keine Abstiegsgefahr mehr droht.

Sportchef Remo Meyer (45) ist deshalb schon längst mit der neuen Saison beschäftigt. Oberste Priorität hat dabei die Trainerfrage. Mit dem langjährigen Trainer Mario Frick (51) hat man sich geeinigt, dass sich die Wege im Sommer trennen. Nun gehts darum, einen Nachfolger zu ernennen. Einer der Kandidaten ist Michel Renggli (46). Noch immer erwartet der grosse Teil des Umfelds, dass der U21-Coach Fricks Nachfolger wird. Meyer schliesst Überraschungen aber nicht aus. Namen wie Ludovic Magnin oder Marc Schneider geistern herum.

«Klare Tendenzen»

Sobald klar ist, wer beim FCL in der kommenden Saison an der Seitenlinie steht, kann der Sportchef mit der Kaderplanung in die nächste Phase. «Es ist sicher ein Vorteil, wenn wir früh genug Bescheid wissen», erklärt Meyer. Spätestens Ende Mai will der Klub den neuen Trainer bekannt geben. Es ist damit zu rechnen, dass schon früher Klarheit herrschen wird.

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Auf Remo Meyer wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit.
Foto: Pius Koller

Meyer betont aber, dass der neue Trainer nicht auf alle Sachen gleich viel Einfluss nehmen wird. So etwa bei den Leihspielern. Es sind dies in dieser Saison Taisei Abe (21), Oscar Kabwit (20) und Julian von Moos (25). Bei allen hat der FCL eine Kaufoption. «Wir haben schon klare Tendenzen.» Welche das sind? Die ersten beiden werden fest verpflichtet. Bei von Moos ist die Situation noch unentschieden.

Spadanudas Zukunft bald geklärt

Und wie sieht es mit jenen Spielern mit einem auslaufenden Vertrag aus? Sinan Karweina (26) und Mauricio Willimann (23) verlassen den Klub. Der langjährige Ersatzgoalie Vaso Vasic (35) könnte für ein weiteres Jahr verlängern. Bei Kevin Spadanuda (29) ist dagegen noch alles offen. Gemäss Blick-Infos ist in den nächsten zwei bis drei Wochen mit einer Entscheidung zu rechnen.

Fragezeichen gibt es auch bei jenen Spielern, die unter Frick eine Leaderposition hätten einnehmen sollen, stattdessen aber etwas vom Radar verschwunden sind. Spieler wie Adrian Grbic (29) und Andrejs Ciganiks (29). Zwar haben sie einen Vertrag für die nächste Saison. Ihre Zukunft hängt aber auch von der Meinung des neuen Cheftrainers ab.

Wer verlässt die Zentralschweiz?

Und dann stellt sich noch die Frage, mit wem der FCL dieses Jahr das grosse Geld macht? Ein Kandidat liegt auf der Hand: Matteo Di Giusto (25). Der Zauberfuss und FCL-Lebensversicherer ist drauf und dran, sich zum Liga-Topskorer zu krönen. Es ist gut möglich, dass er nach nur einem Jahr in der Zentralschweiz bereits weiterzieht – auch weil mit Frick sein Förderer weg ist.

Di Giusto ist aber nicht die einzige mögliche Geldquelle für den FCL. Nach Ardon Jashari (23), Luca Jaquez (22) und Sascha Britschgi (19) wird Meyer auch im folgenden Transferfenster ein Eigengewächs verkaufen. Ein Kandidat ist Bung Meng Freimann (20).

Freimann unter den besten Talenten der Welt

Gemäss Blick-Informationen haben bereits mehrere Klubs aus Top-Ligen ein Auge auf den Innenverteidiger geworfen. Nach einem schwierigen Saisonstart – Frick setzte ihn zunächst als Linksverteidiger ein – kehrte er im Spätherbst auf seine angestammte Position im Zentrum zurück und überzeugte dort wieder. Laut Cies zählt er zu den spielstärksten U21-Verteidigern der Welt. Ein Wechsel scheint auch deshalb nur eine Frage der Zeit – und gut möglich, dass «das grösste Innenverteidiger-Talent der Schweiz», wie ihn Frick nennt, zum neuen Luzerner Rekordtransfer (aktuell je rund 6,5 Millionen Franken für Jashari und Jaquez) wird.

Andere Eigengewächse, für die es einen gewissen Markt gibt, sind Goalie Pascal Loretz (22) und Tyron Owusu (22). Spieler wie Ruben Fernandes (22), Lucas Ferreira (19) oder Andrej Vasovic (18), denen in dieser Saison der Durchbruch gelungen ist, dürften dagegen noch mindestens ein weiteres Jahr in der Zentralschweiz bleiben und mit dem neuen Trainer eine neue Ära einläuten.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
2
Servette FC
Servette FC
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0
40
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
4
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
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Abstieg
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