Der FC Luzern muss sich in dieser Saison einmal mehr an der eigenen Nase nehmen. Gegen ein schwaches St. Gallen waren die drei Punkte eigentlich auf dem Silbertablett serviert – zumal die Zentralschweizer zweimal in Führung lagen. Am Ende muss sich das Team von Mario Frick (51) jedoch mit einem Remis begnügen.
Dabei sah es lange so aus, als könnte der Treffer von Lars Villiger (22) in der 79. Minute spielentscheidend sein. Auch der Stürmer selbst ging davon aus: «Ich dachte, dass wir den Sieg nach meinem Tor über die Zeit bringen können», sagt er.
Villiger hadert mit Piccolo
Woran es letztlich scheiterte? «Leider haben wir durch unglückliche Situationen und auch durch den Schiedsrichter den Sieg aus der Hand gegeben», meint Villiger. Gemeint ist vor allem der Penaltypfiff von Luca Piccolo nach einem Foul von Oscar Kabwit (20) an Jozo Stanic (27).
Ähnlich sieht es Trainer Frick. «Für mich ist das kein Penalty. Kabwit trifft Stanic zwar ganz leicht, aber wie er reagiert …», erklärt er. Auf Nachfrage führt der Liechtensteiner seine Haltung weiter aus und sagt, dass wer Fussball gespielt habe besonders auf die Körpersprache achte. Entscheidend sei für ihn auch fragwürdig, wie lange es gehe, bis Stanic auf den Kontakt reagiere und falle. Piccolo habe aus seiner Sicht nur darauf gewartet, pfeifen zu können – das kritisiere er.
«Jetzt muss er den nächsten Schritt gehen»
Als Ausrede will Frick den Penaltypfiff aber nicht gelten lassen: «Wir gehen zweimal in Führung. Dann muss der Anspruch sein, ein solches Spiel auch über die Zeit zu bringen.» Ganz unzufrieden ist er dennoch nicht. Vor allem seine beiden Stürmer Lars Villiger und Andrej Vasovic (18) erhalten ein Sonderlob – beide haben sich in die Torschützenliste eingetragen, Villiger zum fünften Mal in dieser Saison.
«Ich darf Lars nun schon dreieinhalb Jahre begleiten. Er hat sich vom Talent zum Super-League-Stürmer entwickelt. Jetzt muss er den nächsten Schritt machen und konstant liefern – dann wird er Karriere machen», sagt der frühere Serie-A-Stürmer über seinen Schützling. Für Villiger bleibt damit die Chance, die letzten Wochen unter Frick zu nutzen, um den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen – bevor sein Förderer im Sommer weiterzieht.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 | |
7 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
8 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
10 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |
