«Fast doof, Kryeziu nicht zurückzuholen»
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Fehlende FCZ-Führungsspieler:«Fast doof, Kryeziu nicht zurückzuholen»

Geld, Führung, Transfers
Das sind die grössten Baustellen beim FCZ

Die Sportchef-Suche, die Option Mirlind Kryeziu und klamme Kassen: Hier ist der FCZ im Frühjahr besonders gefordert.
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Würde ganz viel FCZ-DNA mitbringen: Mirlind Kryeziu, seit Sommer arbeitsloser Innenverteidiger mit Vergangenheit in der Südkurve.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus

Darum gehts

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Der FC Zürich erfindet sich nach dem Rauswurf von Sportchef Milos Malenovic (40) nicht gleich komplett neu. Aber er startet mit sieben drängenden Baustellen ins neue Jahr.

1

Das Fundament in der Führung

Dass mit Claudio Cisullo (61) vieles anders werden dürfte, war klar, als der Unternehmer Ende November als «Lead Independent Director» angekündigt wurde. Inzwischen ist bereits eine Abrissbirne durch das Home of FCZ gekracht und hat Milos Malenovic (40) aus dem Amt gefegt.

Weil der einstige Sportchef am Ende fast allmächtig wirkte, heisst das: Der FCZ muss seine Führungsstrukturen neu aufbauen. Heliane und Ancillo Canepa bleiben als Besitzer und Finanzierer präsent. Aber nach der Malenovic-ein-Mann-Schau braucht der Klub wieder ein breiteres Fundament mit dem Präsidenten-Paar, einer starken Person im Geschäftsbereich, einem Verantwortlichen für den Nachwuchs und einem Sportchef, der sich in erster Linie um die erste Mannschaft kümmert. Noch ist unklar, wie die Kompetenzen künftig aufgeteilt werden – und wie eine einheitliche Strategie entwickelt werden soll.

2

Das Loch auf der Position des Sportchefs

Mit der Suche für den neuen starken Mann im Sport lässt man sich Zeit. Die Trainerfrage ist mit Dennis Hediger (39) bereits beantwortet, die Wintertransfers macht Spielerberater Dino Lamberti (55) auf Mandatsbasis. Aber natürlich beantwortet der FCZ besser früher als später die Frage, wer neuer Sportchef wird.

War zuletzt bei Yverdon an der Seitenlinie: Alessandro Mangiarratti.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Der einzige, der laut Blick-Informationen bereits ein konkretes Gespräch mit der FCZ-Führung geführt hat, ist Alessandro Mangiarratti (47). Der Tessiner ist allerdings auch in der finalen Runde für den freien Trainerposten der Schweizer U-21-Nati.

3

Das Zuber-Loch

Seit Donnerstag ist klar, wohin es Steven Zuber (34) zieht. Laut Blick-Informationen hat der Zürcher einen neuen Vertrag bei Atromitos Athen unterzeichnet. Als Unterschiedsspieler und Leader auf dem Feld hinterlässt er beim FCZ eine Lücke.

Als logischer Nachfolger ist mit Blick auf Alter, Erfahrung und Klubverbundenheit Bledian Krasniqi (24) eingeplant. Jetzt ist der Moment, in dem er den Schritt vom unbeständigen Talent zum Führungsspieler schaffen muss. Hinter Krasniqi soll sich Nevio Di Giusto (20) herantasten.

So oder so ist zusammen mit Cheveyo Tsawa (19) und Miguel Reichmuth (22) ein Zentrum aus lauter einstigen FCZ-Junioren realistisch.

4

Das Loch in der Kasse

Könnte etwas Geld in die leeren Kassen bringen: Flügelspieler Jahnoah Markelo scheint einem Transfer nicht abgeneigt.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

17 Millionen Franken haben die Canepas in den letzten beiden Jahren eingeschossen, um die Rechnung auszugleichen. Der FCZ braucht dringend Einnahmen. Der Kampf um einen Platz in den europäischen Wettbewerben dürfte aber hart werden.

Bleiben Transfereinnahmen. Der Wechsel von Tsawa nach Pisa liegt derzeit auf Eis. Von aussen betrachtet, scheint ein Auslandtransfer im Sommer für FCZ und Spieler mehr Sinn zu machen.

Auf dem Absprung ist dagegen Jahnoah Markelo (23), der wie schon im Sommer überraschend lange in den Niederlanden unterwegs ist. Das Testspiel gegen Kaiserslautern (1:3) hat der Flügel ebenso verpasst wie das Teambuilding in den Bergen. Er regt mit seinem Speed und seinen Dribblings Fantasien an und könnte einen erheblichen Betrag in die klammen Zürcher Kassen spülen.

5

Das Loch in der Abwehr

Gibt es bald eine Wiedervereinigung? Heliane und Ancillo Canepa verabschieden im Mai 2025 Abwehrspieler Mirlind Kryeziu.
Foto: Pius Koller

Mariano Gomez (26) nach Ungarn transferiert, Jorge Segura (28) gewogen und für zu leicht befunden: Der FCZ braucht in der zentralen Abwehr einen erfahrenen Leader, an dessen Seite ein Talent wie David Vujevic (19) wachsen kann.

Möglich, dass er so einen Spieler bereits in den eigenen Reihen hat: Lindrit Kamberi (26) hat zuletzt meist hinten rechts verteidigt, ist aber gelernter Innenverteidiger. Mit der Verpflichtung des Ex-Thuners Chris Kablan (31) könnte Kamberi wieder in die Mitte rücken: Kablan ist Rechtsverteidiger. Der FCZ hofft, einen Teamplayer mit viel Grinta verpflichtet zu haben.

Und dann ist da noch die Akte Mirlind Kryeziu: Der 28-Jährige, der seit Sommer ohne Vertrag ist, würde ganz viel FCZ-DNA mitbringen. Allerdings soll es klubinterne Widerstände gegen seine Rückkehr geben.

6

Die Aufräum-Aktion

Wo umgebaut wird, wird entrümpelt. Mit der finanziell spannenden Verabschiedung von Gomez (Ferencvaros), sowie jener von Nemanja Tosic (Anarthosis Famagusta) und Milan Rodic (Vertragsauflösung) hat Lamberti die Aufräumarbeit schon zügig vorangetrieben. Bleiben auf der Streichliste noch die Sommerzugänge Segura und Lisandru Tramoni (22).

7

Das Warnschild auf der Goalie-Position

Drängt auf seine Chance bei den Profis: Silas Huber, Goalie der Schweizer U-21-Nationalmannschaft.
Foto: Getty Images

Nein, komplett wollen die Zürcher eine Baustelle auf der Goalie-Position nicht auch noch auftun. Aber Yanick Brecher (32) wird wissen, dass er die Rückrunde auf Bewährung bestreitet – gerade mit Blick auf sein Wirken in der Garderobe und im Home of FCZ. Soll heissen: Ein Trainerputsch pro Saison ist genug. Ab jetzt gilt: Hediger stützen und Leistung bringen. Schliesslich ist da mit Silas Huber (20) der Schweizer U-21-Nationalgoalie, der sich unbedingt bei den Profis beweisen will.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
19
1
24
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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