GC-Frey mit Ansage nach Derby-Niederlage
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«Wir schaffen das!»:GC-Frey mit Ansage nach Derby-Niederlage

Zoff um VAR-Rot
Zeidler scheitert nach der Derby-Pleite an sich selbst

Der GC-Trainer will auf keinen Fall etwas zum Platzverweis gegen Emmanuel Tsimba sagen. Und sagt damit ganz viel. Das Zitterduell gegen Winterthur wird dafür rasch zur Chance erklärt.
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«Nein, stopp!» Peter Zeidler will nichts über Emmanuel Tsimbas Platzverweis sagen. Und scheitert an sich selber.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC verliert Zürcher Derby
  • Tsimba erhält Rot nach VAR-Eingriff, umstrittene Szene sorgt für Diskussionen
  • Letzigrund-Duell am Dienstag: GC braucht mindestens ein Unentschieden für Barrage
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Florian RazReporter Fussball

Irgendwann ruft sich Peter Zeidler (63) selber zu: «Nein, stopp!» Aber da ist der Moment aufzuhören natürlich schon vorbei. Der neue Trainer der Grasshoppers kann sich noch so vornehmen, dass er zum Platzverweis gegen Emmanuel Tsimba (19) keine Auskunft geben will. Er scheitert an sich selber.

Und so erklärt Zeidler so lange und so häufig, dass er nichts sagen möchte, bis auch der Letzte begriffen hat, was er von der Entscheidung von Schiedsrichter Lukas Fähndrich (41) und dem Eingreifen von Video-Assistent Nico Gianforte (33) hält. Nichts, aber rein gar nichts.

«Ich bin schlecht im Schauspielern»

Also sagt Zeidler Dinge wie: «Meine Aussage direkt nach dem Spiel war: Der VAR gehört dazu. Das wird dann schon stimmen. Aber wenn man jetzt in der Kabine die Leute fragt, die das nochmals gesehen haben, sieht es natürlich anders aus.» Oder: «Ich werde auch Kamberi nicht fragen, ob er noch Luft bekommt. Ich schätze ihn als Spieler, klasse Sportsmann.»

Nun gut. Lindrit Kamberi (26) selbst macht gar keinen Hehl daraus, dass er sich in der spielentscheidenden Szene mit voller Absicht am Boden wälzt. Der Verteidiger des FC Zürich sagt «Ganz ehrlich: Ich bin schlecht im Schauspielern. Aber ich musste es machen, um die rote Karte zu provozieren.» Heisst: Kamberi spürt einen Treffer, fliegt aber bloss, weil der VAR sonst kaum eingegriffen hätte.

Ist es deswegen kein Platzverweis? Laut Regeln ist nur schon der Versuch einer Tätlichkeit strafbar. «Dies gilt unabhängig davon, ob ein Kontakt erfolgt ist», schreibt die Fifa. Und dass Tsimba kurz vor der Pause versucht, Kamberi mit dem Ellbogen zu treffen, ist eigentlich eindeutig.

Das ändert aber nichts an Harald Gärtners (57) Sicht der Dinge. «Niemals Rot», findet der Europa-Chef der GC-Besitzer in Los Angeles, als er in der Pause auf dem Blick-Tablet die Szene anschaut.

«Ganz ehrlich: Ich bin schlecht im Schauspielern»
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FCZ-Kamberi zur Rot-Szene:«Ganz ehrlich: Ich bin schlecht im Schauspielern»

Schlussendlich tun die Grasshoppers gut daran, wenn sie ihre Niederlage im 294. Zürcher Derby nicht alleine an diesem einen Video-Entscheid aufhängen. Zeidler hat schon recht, wenn er anmerkt: «Wir haben andere Dinge zu tun in der Verarbeitung.» Oder: «Wir waren zu Beginn sehr nervös und hatten kaum offensive Aktionen.»

Bleibt die Frage, warum sich das nun ausgerechnet gegen den FC Winterthur ändern soll? Was kaum jemand gedacht hätte, wird nun nämlich Tatsache: Die Grasshoppers und die Winterthurer stehen sich am Dienstag am zweitletzten Spieltag im Letzigrund in einem unverhofften Abstiegsknüller gegenüber.

GC kann sich zwar mit einem Punktgewinn den Barrageplatz sichern. Doch bei einer Niederlage droht in der letzten Runde plötzlich sogar der direkte Abstieg.

Zeidler deutet die Zitterpartie zur Chance um

Eine äusserst unangenehme Ausgangslage, die Zeidler aber sofort zum Vorteil umzudeuten versucht: «Wir brauchen sowieso vor der Barrage noch ein Erfolgserlebnis. Und das können wir uns am Dienstag gegen einen direkten Konkurrenten holen.»

Das Nervenduell mit dem Kantonsrivalen als Chance? Muss man wohl so sehen, wenn man Trainer der taumelnden Grasshoppers ist. Und immerhin hat Zeidler in der Mannschaft Verbündete, die ihn beim positiven Denken unterstützen.

Michael Frey (31) zum Beispiel, der sich schon mit dem 1. FC Nürnberg oder den Queens Park Rangers aus ähnlich unangenehmen Situationen befreit hat. Das Erfolgsrezept, das der Stürmer aus jenen Momenten mitbringt? «Dass alle zusammenhalten, dass keiner aufgibt und dass wir einen klaren Plan haben.»

Letzte Aussage, bevor Frey in die Garderobe geht? «Ich glaube, wir schaffen das.»

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1
FC Thun
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35
74
2
FC St. Gallen
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35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
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35
21
58
5
FC Basel
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35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
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Conference League Qualifikation
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TD
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6
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Servette FC
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4
47
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42
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FC Zürich
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36
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38
5
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Grasshopper Club Zürich
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FC Winterthur
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-52
23
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