From Hero to Zero heisst es auf Englisch – vom Helden zur Null. Genauso ergeht es Emmanuel Tsimba an diesem Abend. Der einsame GC-Stürmer trifft wunderbar per Kopf zur Führung. Dann könnte er gar das 2:0 schiessen, nimmt aber einen lang geschlagenen Ball zu wenig gut an. Und dann kommt diese verflixte Szene kurz vor der Pause, in der er sich von Lindrit Kamberi provozieren lässt und seinen Ellbogen ausfährt. Das ist im besten Fall naiv. Und er und sein Team bezahlen dafür Cash.
Ein anderer, der zum GC-Helden werden könnte, ist Jonathan Asp Jensen. Der Däne ist der einzige Offensivplan der Grasshoppers, der auszumachen ist. «Irgendwas mit Jensen» steht vermutlich auf der GC-Taktiktafel. Und fast ginge es auf. Das 1:0 durch Tsimba bereitet er mit einer grossartigen Flanke vor. Und dann könnte er tatsächlich vom Elfmeterpunkt das 2:2 erzielen. Aber dann scheitert er. Womit er null von zwei Penaltys in dieser Saison verwertet hat. Schwierig.
Ansonsten bieten die Grasshoppers, was halt so geht: Kampf … und nicht viel mehr. Samuel Krasniqi hat vor der Pause ein paar kleinere Offensivaktionen. Womit er massiv heraussticht aus seinem Team. Im Zentrum sind Tim Meyer, Amir Abrashi und Imourane Hassane ein zweikampfstarkes Trio, das kaum etwas mit dem Ball anfängt.
In der Verteidigung macht der 22-jährige Nico Rissi bei seinem Startelf-Debüt seine Sache ordentlich. El Bachir Ngom kommt ohne Bock durch, der bestraft wird, wirkt aber immer wieder einfach unkonzentriert. Sven Köhler versucht, sein Bestes zu geben. Und Dirk Abels holt mit einem seiner extrem seltenen Vorstösse als Rechtsverteidiger den Penalty heraus. Er entscheidet sich aber auch genau eine Viertelsekunde vor dem 1:1, dass er jetzt nicht mehr Alexander Hack decken will, sondern die zwei FCZ-Spieler, die hinter ihm stehen.
Hinweis: 56. Frey für Abrashi; 74. Marques für Jensen, Ullmann für Rissi, Lee für Krasniqi (alle drei zu kurz für eine Bewertung); 85. Beka für Hassane (zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die FCZ-Spieler abgeschnitten
Die Zürcher machen es einem nicht leicht bei der Notengebung an diesem Samstagabend. Innenverteidiger Alexander Hack sieht beim Führungstor der Grasshoppers schlecht aus – trifft dafür danach zum 1:1. Ilan Sauter trifft traumhaft zum 2:1 – und verschuldet danach ungeschickt einen Penalty im eigenen Strafraum. Der eifrige Rechtsverteidiger Selmin Hodza hat die meisten Ballberührungen seines Teams – trifft aber vor allem vor der Pause bei seinen Pässen manch überraschende Entscheidung. Und überraschend ist hier für einmal nicht positiv gemeint. Lindrit Kamberi schliesslich ist nach seiner Darbietung nach Emmanuel Tsimbas Ellbogenschlag für alle Zeiten auf der roten Liste aller Laientheater im Raum Zürich.
Null Problem macht die Beurteilung von Silas Huber. Der FCZ-Goalie hält gegen Jonathan Asp Jensen seinen ersten Penalty im Profifussball. Die ersten drei musste er alle passieren lassen.
Im Zentrum ist Nelson Palacio viel häufiger am Ball als Nebenmann Cheveyo Tsawa, an dem das Spiel merkwürdig vorbeiläuft. Dasselbe gilt auch für Bledian Krasniqi, der nach zwei Monaten endlich wieder einmal von Anfang an spielen darf, aber noch deutlich Luft nach oben hat.
Juan José Perea muss wieder auf dem Flügel spielen – hat seine besten Momente aber dann, wenn er mal in die Mitte rücken darf. Etwa, als er in der 7. Minute die erste FCZ-Chance auf dem Fuss hat. Auf der anderen Seite wechselt Ivan Cavaleiro mal wieder zwischen unsichtbar und grossartig ab. Seine Flanke zum 1:1 ist der Höhepunkt seines Abends. Aber es bleibt stets die Vermutung, dass der Mann noch viel mehr könnte.
Im Sturm schliesslich hat Philippe Kény für einmal einen etwas schwächeren Abend.
Und dann ist da noch die Geschichte von Din Ramic. Der 17-Jährige kommt in der 85. Minute zu seinem Debüt in der Super League. Und damit wenige Augenblicke, nachdem ein Mädchen mit einem Ramic-Leibchen die Haupttribüne verlassen hat. Bleibt zu hoffen, dass das Mädchen die Einwechslung doch noch irgendwie mitbekommen hat.
Hinweis: 73. Berisha für Tsawa, Emmanuel für Cavaleiro, Phaëton für Krasniqi; 85. Ramic für Perea, Vujevic für Hodza (alle zu kurz für eine Bewertung).
Du willst wissen, wie die anderen Teams abgeschnitten haben? Hier gehts direkt zur Übersicht aller Klubs.
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 36 | 6 | 47 | |
2 | Servette FC | 36 | 4 | 47 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 36 | -10 | 42 | |
4 | FC Zürich | 36 | -20 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 36 | -29 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 36 | -52 | 23 |

