FCL-Sportchef mit Klartext
Luzern legt Vertragsverlängerung mit Trainer Frick auf Eis

Trainer Mario Frick geniesst trotz fehlender Resultate weiterhin das volle Vertrauen von Sportchef Remo Meyer. Die Gespräche, über eine Vertragsverlängerung über den Sommer 2026 hinaus, werden aber auf Eis gelegt.
Kommentieren
1/5
FCL-Sportchef Remo Meyer ist nicht zufrieden mit der Vorrunde.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_1052.JPG
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Zufrieden ist man in Luzern nicht. Trotz des 4:0-Siegs zum Abschluss der Vorrunde in Lausanne fällt die Bilanz von Remo Meyer durchzogen aus. «Die erste Phase der Saison war ordentlich bis gut, in der zweiten Phase haben wir gelitten», so der FCL-Sportchef.

Die Klassierung sei enttäuschend. «Wir wollten dort sein, wo im Kampf um die Top 6 die Musik gespielt wird.» Aber letztlich lüge die Tabelle nicht. Luzern liegt auf Platz 8, der Rückstand auf das sechstklassierte Sion beträgt sechs Punkte, nach Verlustpunkten sind es gar deren acht auf YB.

In seiner Jahresschluss-Bilanz hebt Meyer vor allem folgende Negativpunkte hervor: die schwache Heimbilanz (nur 1 Sieg), die hohe Anzahl Gegentore (35 Tore) und der Fakt, dass kein einziger Sieg bestätigt werden konnte. «Uns hat die Konstanz gefehlt», so Meyer. Einer der wenigen Lichtblicke sind die Leistungen im Cup, wo der FCL sich souverän für die Viertelfinals qualifiziert hat und dort auswärts auf Stade-Lausanne-Ouchy trifft.

«Fokus auf die sportliche Entwicklung»

Die sportliche Baisse hat auch dazu geführt, dass die Vertragsverhandlungen mit Trainer Mario Frick (51), dessen Kontrakt im Sommer ausläuft, auf Eis gelegt wurden. «Wir haben uns entschieden, dass wir ohne vorzeitige Vertragsverlängerung in die Rückrunde gehen», so Meyer, der am Montag mit Frick eine umfassende Analyse vorgenommen hat. «Der volle Fokus liegt auf der Vorbereitung der Rückrunde und auf der sportlichen Entwicklung der Mannschaft.»

Als Misstrauensvotum gegenüber Frick will Meyer dies allerdings nicht verstanden wissen. «Wir arbeiten nun seit vier Jahren zusammen, die Zusammenarbeit ist ausserordentlich und aussergewöhnlich im Fussball.» Das Vertrauen in Frick sei «maximal», die Unterstützung für ihn ebenfalls. «In Luzern ist ein Trainer nie alleine unterwegs. Durch eine schwierige Phase gehen wir gemeinsam durch.»

Keine grossen Transferaktivitäten geplant

Der Sportchef rechnet nicht damit, dass es im Winter zu grossen Veränderungen im Kader kommen wird. «Wenn es eine Möglichkeit ergibt, ergreifen wir diese. Aber es werden keine sportlich relevanten Spieler abgegeben, ausser es passiert etwas Aussergewöhnliches.» Die Ansicht Fricks, der seinen Wunsch geäussert hat, dass im Winter ein Führungsspieler verpflichtet werden sollte, teilt Meyer nicht. «Wir sind auch da, um Leader zu formen und zu entwickeln.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
36
33
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
36
23
66
3
FC Lugano
FC Lugano
36
13
63
4
FC Sion
FC Sion
36
23
61
5
FC Basel
FC Basel
36
3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
36
6
51
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
37
7
50
2
Servette FC
Servette FC
37
6
50
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
37
-12
42
4
FC Zürich
FC Zürich
37
-21
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
37
-28
30
6
FC Winterthur
FC Winterthur
37
-53
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Meistgelesen