Das Spiel
Luzern kann doch noch gewinnen. Die Innerschweizer schlagen Lausanne nach zuletzt sechs sieglosen Super-League-Partien in Folge mit 4:0. Damit schliesst das Team von Mario Frick zu den Waadtländern auf und verschafft sich etwas Luft gegenüber dem Barrageplatz.
Dabei ist es eigentlich das Team von Peter Zeidler, das versucht, von Anfang an das Spieldiktat zu übernehmen. Wirklich gefährlich wird es allerdings nur selten. Stattdessen haben die Lausanner nach rund einer halben Stunde Glück, dass der FCL eine Vierfachchance (!) nicht nutzen kann. Owusu hämmert den Ball aus der Distanz an den Pfosten, Di Giusto scheitert mit dem Nachschuss an Letica, dann bekommt von Moos nicht genügend Druck hinter den Ball und am Ende ist es wieder Owusu, der die Kugel völlig freistehend über das Tor schiesst.
Nach dem Seitenwechsel dreht sich die Partie. Es sind nun die Luzerner, die sich mehrheitlich in der gegnerischen Hälfte aufhalten, ohne dabei zu vielen Abschlüssen zu kommen. Erst nach über einer Stunde fliegt der erste Ball in Richtung Lausanne-Tor – doch der sitzt gleich.
Die Waadtländer können auf diesen Rückstand nicht reagieren. Kurz darauf liegt der Ball zwar im gegnerischen Tor, doch der Treffer von Sow zählt wegen einer Abseitsposition nicht. Ansonsten kommt Lausanne dem Ausgleich trotz Überlegenheit nie wirklich nah – ganz im Gegenteil: In der Schlussphase brechen die Waadtländer komplett ein und kassieren noch drei späte Gegentore.
Das Tor
61. Minute, Kevin Spadanuda, 1:0. Eine einstudierte Eckballvariante des FCL führt zum Tor. Di Giusto spielt den Ball flach an die Strafraumgrenze, von wo Spadanuda direkt abzieht und in die rechte untere Ecke trifft.
89. Minute, Lucas Ferreira, 2:0. Die Luzerner kontern. Spadanuda spielt einen schönen Pass in die Gasse zu Ferreira. Der Youngster überlupft Letica cool und entscheidet das Spiel.
90.+1 Minute, Lars Villiger, 3:0. Owusu kann auf der rechten Seite unbedrängt flanken. In der Mitte löst sich Villiger von seinem Gegenspieler und bringt den Ball mit seinem schwächeren linken Fuss im Tor unter.
90.+3 Minute, Lars Villiger, 4:0. Wieder wird Villiger in der Mitte nicht eng genug bewacht. Nach einer Flanke von Ottiger schnürt er per Kopf den Doppelpack.
Die Stimmen
Lars Villiger (FCL, gegenüber Blue): «Wir haben gewusst, dass wir in den letzten Spielen eigentlich gut gespielt haben. Es ist natürlich eine riesige Freude, dass wir heute endlich mal wieder gewonnen haben. In der ersten Hälfte haben wir einige Chancen vergeben, aber wir haben in der Pause gesagt, dass wir dranbleiben wollen und das haben wir gemacht.»
Stéphane Henchoz (Lausanne-Sportdirektor, gegenüber Blue): «4:0 ist natürlich nicht gut, besonders in einem wichtigen Spiel. Aber wenn man alle drei Tage spielt, ist man nicht sehr frisch – nicht nur in den Beinen, sondern auch im Kopf. Wir hatten dazu fünf Spieler, die verletzt oder gesperrt waren. Das war heute leider zu viel.»
Der Beste
Kevin Spadanuda. Schiesst ein Tor und liefert einen Assist. Damit beschert er seinem Coach und dem gesamten FC Luzern etwas ruhigere Weihnachtstage.
Der Schlechteste
Theo Bair. Sein Formtief setzt sich fort. Kriegt gegen Luzern nicht viel auf die Reihe. Wartet seit einem Monat auf einen Torerfolg.
Das gab zu reden
Für Schiri Lionel Tschudi ist es im Stade de la Tuilière nicht nur das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr. Es ist auch das letzte in seiner Karriere. 3374 Tage nach seinem Debüt in der Super League hat Tschudi am Sonntag seine 117. und letzte Partie in der höchsten Schweizer Spielklasse geleitet. Insgesamt ist es die 222. Partie (davon 76 in der Challenge League und 29 im Cup), die Tschudi in der Swiss Football League geleitet hat.
Die Schiris
Lionel Tschudi (Schiedsrichter), Matthias Sbrissa (Assistent), Bastien Lengacher (Assistent), Fedayi San (VAR). Das Schiri-Gespann ist voll auf der Höhe. Es gibt keine diskutablen Entscheidungen.
Die Fans
5780 Fans sind beim letzten Lausanne-Heimspiel des Jahres anwesend. Beim historischen Europapokal-Spiel am Donnerstag waren es noch gut doppelt so viele.
So gehts weiter
Die Super-League-Teams verabschieden sich in die Winterpause. Danach geht es für Luzern am Samstag, 17. Januar (18 Uhr), mit der Partie gegen Lugano weiter. Lausanne ist bereits am Mittwoch, 14. Januar (20.30 Uhr), wieder im Einsatz. Dann steht das Nachholspiel gegen Servette an.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun 0:0 | 23 | 22 | 50 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC 0:0 | 23 | -5 | 26 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 23 | -3 | 24 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 23 | -11 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |






