FCB-Boss Degen redet Klartext
«Ich hoffe, dass Yann Sommer bald anruft»

Im FCB-Podcast «Achzädreyenünzig» äussert sich David Degen zur schwierigen Basler Saison, dem Trainerwechsel zu Stephan Lichtsteiner und einem möglichen Transfer von Yann Sommer.
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David Degen kündigt an, dass es beim FCB im Sommer zu Veränderungen kommen wird.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCB-Präsident Degen spricht im Podcast über turbulente Saison und Probleme
  • Trotz Aufwärtstrend kritisiert Degen inakzeptable Leistungen und mangelnde Mentalität
  • Degen will Scouting ausbauen, plant Veränderungen und hofft auf Yann Sommer
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Lucas WerderReporter Fussball

Nachdem er sich am vergangenen Wochenende das erste Mal seit Monaten wieder öffentlich geäussert hat, spricht FCB-Verwaltungsratspräsident David Degen (43) im klubeigenen Podcast «Achzädreyenünzig» erstmals ausführlich über die turbulente Basler Saison. Ebenfalls mit am Tisch: Blick-Fussballchef Tobias Wedermann (36).

Degen über die letzten Ergebnisse

«Ich bin froh, dass wir drei Punkte geholt haben. Über die Art und Weise lässt sich diskutieren», sagt Degen über den Heimsieg gegen Servette. Er habe das Gefühl, es sei ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen. Die diskussionslose 0:3-Klatsche gegen St. Gallen will aber auch der FCB-Boss nicht schönreden. «Solche Spiele dürfen uns nicht passieren. Wir hatten in dieser Saison schon mehrere inakzeptable Leistungen», so Degen. «Katastrophal ist nur der Vorname. Es hätte 0:6 stehen können. Ich habe darüber nachgedacht, in der Pause in die Kabine zu gehen. Ich wäre nach Hause gegangen, wenn ich nicht eingeladen gewesen wäre …»

Degen glaubt, dass die fehlende Mentalität womöglich auch ein Teil der Qualitätsfrage sei. Er habe bei gewissen Spielern manchmal das Gefühl, dass es ihnen ein Stück weit egal sei, wenn ein Spiel verloren gehe. In dieselbe Kerbe schlägt Wedermann, der enthüllt, dass vor dem Gastspiel in der Ostschweiz mehrere Spieler zu spät gekommen sind.

Degen über Trainer Stephan Lichtsteiner

Beim Trainer lässt Degen keinen Zweifel aufkommen. «Wir glauben zu 100 Prozent an Steph», sagt Degen über Lichtsteiner. Über den Zeitpunkt des Wechsels könne man zwar diskutieren, «aber es hat Stimmen aus der Mannschaft gegeben, die sich für einen Wechsel ausgesprochen haben». Zudem verrät Degen, dass er nach der Niederlage in Salzburg, Magnins vorletztem Spiel, bereits mit einer Qualifikation für die K.o.-Phase der Europa League abgeschlossen habe.

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Er rechne es Lichtsteiner hoch an, dass dieser vor den drei wichtigen Spielen gegen Thun, Pilsen und St. Gallen übernommen habe. «Dass sich Steph diese Challenge zugetraut hat, zeigt seinen Charakter», findet Degen. Erste Anzeichen von Lichtsteiners Handschrift seien bereits zu sehen. «Er ist kompromisslos und macht vor niemandem halt. Es geht für ihn nur um Leistung. Er ist jung und darf Fehler machen. Ich denke, er ist sich bewusst, dass er sich zum Beispiel im kommunikativen Bereich verbessern muss.»

Wedermann sieht die Personalie dagegen weiterhin kritisch. «Der FCB ist ein Ausbildungsklub, aber nicht auf der Trainerposition», findet der Blick-Fussballchef.

Degen über die Kaderplanung

Für die Kritik, dass es der FCB verpasst habe, im Winter einen neuen Stürmer zu verpflichten, hat Degen kein Verständnis. «Solange ich bei diesem Klub etwas zu sagen habe, werden wir nicht einfach Transfers machen, damit wir Transfers gemacht haben. Wir müssen mit jedem Franken, den wir einnehmen, richtig umgehen», sagt er. Die finanzielle Stabilität des Vereins habe für ihn oberste Priorität.

«Er wird viele Veränderungen geben», verspricht Degen im Hinblick auf die neue Saison. «Wir haben vermutlich Fehler in der Zusammensetzung des Kaders und des Staffs gemacht. Das müssen wir korrigieren. Wir wollen wieder angreifen!» Konkret auf einzelne Fehltransfers eingehen will Degen nicht. Es sei aber zu sehen, dass etwas mit der Struktur der Mannschaft nicht stimme.

Allerdings will Degen auch in Zukunft auf junge, talentierte Spieler aus dem Ausland setzen. «Auch wenn das viele nicht hören wollen, aber wir brauchen genau diese Spieler», ist der überzeugt. Darum kündigt Degen an, das Scouting-Team im Sommer mit mehreren internationalen Scouts massiv zu vergrössern. Die neu geschaffene Position des technischen Direktors soll künftig direkt an Sportchef Daniel Stucki rapportieren. «Wir müssen auf dem gesamten Weltmarkt noch aktiver werden», sagt Degen.

Wedermann entgegnet, dass der FCB es aber nicht vernachlässigen dürfe, auch gute Schweizer Spieler auszubilden. «Ich finde es schade, dass so wenige Spieler aus dem Nachwuchs den Sprung zu den Profis schaffen», so der Fussball-Journalist. Degen gibt Wedermann recht: «Wir haben zu wenig. Darum haben wir im Nachwuchs auch Anpassungen gemacht. Wir müssen die besten Schweizer Spieler im Alter von 13 oder 14 bei uns in Basel haben.»

Degen über den Hitz-Nachfolger

Weil Marwin Hitz den FCB im Sommer verlässt, brauchen die Basler einen neuen Goalie. Degen macht keinen Hehl daraus, wen er sich in der neuen Saison im Tor wünscht: Yann Sommer. «Ich hoffe, dass er bald anruft. Er weiss Bescheid und muss nur ein Signal geben. Ob sich das dann auch realisieren lässt, weiss ich aber nicht», so der FCB-Boss.

Wie Blick vergangene Woche berichtete, ist mit Jonas Omlin allerdings ein anderer Ex-Nati-Goalie der realistischere Kandidat auf die Hitz-Nachfolge. Das bestätigt Degen, lässt aber auch durchblicken, dass er eine Verpflichtung von Sommer bevorzugen würde. Wie Blick aus sicherer Quelle weiss, hat sich der FCB in der Vergangenheit auch mit Sions Anthony Racioppi beschäftigt. Es kam sogar zum Kontakt zwischen Sportchef Stucki und dem Beraterteam des Goalies. Degen streitet dies allerdings ab.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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