Darum gehts
- Daniliuc spricht über Trainingsmentalität nach 3:1-Sieg gegen Servette
- Trainer Lichtsteiner fordert volle Konzentration
- FCB-Boss Degen gibt Lichtsteiner Job-Garantie für nächste Saison
Diese Aussage lässt aufhorchen: «‹Locker› gibt es bei uns nicht mehr. Es gab ein paar Spieler, die sich etwas rausgenommen haben. Die wurden zur Seite geschoben und trainieren nicht mehr mit uns», sagt Flavius Daniliuc (24) nach dem 3:1-Sieg gegen Servette. Genauer auf die Thematik eingehen möchte der FCB-Verteidiger nicht. Er fügt aber an: «Wir haben uns zusammengesetzt und das klar besprochen. Es gibt einen Mannschaftsrat und einen Staff, der das nicht mehr akzeptiert. Wir haben in dieser Saison schon zu viele Prozente weggelassen. Das dürfen wir nicht mehr.»
Doch was genau meint Daniliuc damit? Hat Stefan Lichtsteiner (42) nach seinem schwierigen Start beim FCB die Schraube angezogen? «Arbeitsmentalität ist für mich unverhandelbar. Man spielt, wie man trainiert. Im Training hat man eineinhalb oder zwei Stunden mit voller Konzentration auf dem Platz zu sein», so die unmissverständliche Ansage des Basler Trainers. Natürlich dürfen seine Spieler auch mal ein Spässchen machen. «Der Spass-Faktor ist immer dabei», so Lichtsteiner. Aber: «In der Phase, in der wir sind, ist es wichtig, dass wir unsere Arbeit mit voller Konzentration machen. Es ist wichtig, dass wir da den Hebel ansetzen!»
Lichtsteiner-Philosophie ab Tag 1
Spieler aussortiert habe er aber keine, sagt Lichtsteiner. Kandidaten, auf die Daniliucs Aussagen zutreffen könnten, gibt es trotzdem. Beispielsweise Philip Otele (26), der den FCB unbedingt im Winter verlassen wollte und darum an den HSV ausgeliehen wurde. Oder Jeremy Agbonifo, dessen Leihe die Basler nach Absprache mit Stammklub Lens vorzeitig beendeten.
Auch eine grössere, teaminterne Aussprache will Lichtsteiner nicht bestätigen. «Ich habe von meinem ersten Tag an gesagt, was meine Philosophie ist. Und das wiederhole ich auch in jedem Interview. Ich verlange von jedem Spieler, dass er im Training in jeder Übung die Intensität auf den Platz bringt», so der FCB-Trainer.
Degen spricht Job-Garantie aus
Wie sehr auch seine Vorgesetzten von diesem Weg überzeugt sind, zeigt sich schon vor dem dritten Sieg aus den vergangenen vier Ligaspielen. «Er bringt alles mit, was ich von einem Trainer des FC Basel erwarte», sagt Verwaltungsratspräsident David Degen (43) im Interview mit Blue. «Sicher macht er den einen oder anderen Fehler. Aber wir sind überzeugt von seinen Qualitäten.»
Degen rechnet Lichtsteiner hoch an, dass er in einem schwierigen Moment vor entscheidenden Spielen in Europa League, Liga und Cup übernommen habe. «Über 90 Prozent der Trainer, die hätten in Frage kommen können, hätten erst nach diesen drei wichtigen Spielen übernehmen wollen», glaubt der FCB-Boss. Dafür gibt es für Lichtsteiner eine Job-Garantie. Degen: «Wir haben mit ihm einen langfristigen Plan und gehen auf jeden Fall mit ihm in die nächste Saison.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |
