GC-Coach Oral motzt über Spielansetzung
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«Völlig unverständlich»:GC-Coach Oral motzt über Spielansetzung

«Es ist für mich unverständlich»
Oral geht nach Sion-Pleite auf Liga und Schiri los

Bei GC geht das Abstiegsgespenst unvermindert um. Das führt dazu, dass Amir Abrashi keinen Bock auf Interviews mit allen hat. Justin Hammel angepisst ist. Und Tomas Oral auf den Schiri und die Liga losgeht. Die Nerven …
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Nach der Niederlage in Sion: GC-Spieler Pascal Schürpf muss den aufgebrachten Trainer Tomas Oral zurückhalten.
Foto: Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC verliert in Sion, Trainer Oral kritisiert Spielansetzung
  • Schiedsrichter-Entscheidungen sorgen für Kontroversen und Frust bei GC
  • Sportchef Alain Sutter bleibt trotz schwieriger Lage optimistisch
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Alain KunzReporter Fussball

Es hätte für GC so einfach sein können: Ein Sieg in Sion – und der direkte Abstieg wäre kein Thema mehr gewesen. Dann noch ein Pünktchen zu Hause gegen St. Gallen. Und GC wäre gerettet gewesen. Hatte man sich nach dem 5:0-Befreiungsschlag gegen Yverdon so ausgemalt, dieses Szenario. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Nicht nachvollziehbare Spielansetzung

Denn Sion ist schon vor dem Kickoff alle Abstiegssorgen los, weil Winterthur gegen Yverdon nicht gewinnt. So können die Walliser befreit aufspielen. Das indes interessiert nicht alle. «Es ist mir scheissegal, worum es für Sion ging», sagt Goalie Justin Hammel. «Für uns ging es um viel. Darum, dass wir die drei Punkte nicht gemacht haben.» GC-Trainer Tomas Oral seinerseits ärgert sich masslos über die kurzfristig veränderte Ausgangslage: «Es ist unverständlich für mich, dass nicht alle drei Partien zur selben Zeit angepfiffen werden. Das ist ein Unding, dass man zeitversetzt Spiele hat, wenn es um alles oder nichts geht.»

Eine nachvollziehbare Sichtweise. TV regiert. Selbst zulasten der sportlichen Fairness. Eigentlich verrückt...

Abrashi mag nicht

Das besagte Gespenst. Und selbst GC-Captain Amir Abrashi mag nicht. Der Mann, der nach jedem Spiel seinen Mann steht. Ob Regen oder Wolkenbruch. Abrashi redet immer. Nicht nach der Sion-Schlappe. Oder zumindest nur teilweise.

Mit den üblichen Durchhalteparolen beantwortet er brav die Fragen der TV-Rechteinhaber Blue und SRF, um sich dann für einmal vor der Presse davonzuschleichen, mit den Worten: «Heute nicht.» Wenn Abrashi nicht hinsteht, dann ist vieles nicht gut …

Grossen und Oral gehen auf Ref Piccolo los

Das tat dann Oral umso mehr. Mit einem klassischen Schiedsrichter-Bashing. «Es waren ein paar Sachen dabei, die unverständlich sind. Schlüsselpunkt war die Szene in der 53. Minute. Muci ist durch, der Innenverteidiger von Sion fällt auf ihn. Das ist für mich eine ganz klare Notbremse.» Nun, das ist es nicht, denn es war keine klare Torchance. Ein Sion-Spieler stand näher beim Tor als Muci.

Unglaublich: Muci bringt hier den Ball nicht hinter die Linie
3:20
Sion – GC 2:1:Unglaublich: Muci bringt hier den Ball nicht hinter die Linie

Aber es war ein Foul, fraglos. Und dieses hätte Ref Piccolo ahnden müssen. Blue-Schiri-Experte Bruno Grossen hat dafür eine spannende Erklärung: «Es ist sehr schade, dass Luca Piccolo zu wenig investiert und nicht einen richtigen Sprint hinlegt. Denn es war zumindest zwingend Foul.» Eine eigentümliche Sichtweise, denn Piccolo stoppt seinen Sprint ganz bewusst, weil er nahe genug beim Geschehen war, um diese zu beurteilen. Was ihn aber nicht daran hinderte, diese falsch zu beurteilen. Aber Rot war das nie und nimmer. Und deshalb meldet sich auch VAR Fedayi San korrekterweise nicht.

Und Piccolo bekommt nicht nur von Ex-Kollege Grossen sein Fett ab, sondern auch von Oral: «Es kommen mehrere Sachen zusammen, mit denen ich einfach nicht einverstanden bin. Neben der Uhrzeit verstehe ich auch die Ansetzung des Refs nicht. So gabs vor der Roten Karte gegen Hassane ein Foul an Seko, das nicht gepfiffen wurde. Wir haben doch viel dominantere Schiedsrichter. Da gabs Szenen, die nur zu Kopfschütteln führten.»

Einzig Alain Sutter bleibt ruhig

Frust, Frust, Frust. Einzig Sportchef Alain Sutter lässt sich diesen nicht anmerken. «Jetzt geht es um alles oder nichts. Das ist nun ein spezieller, herausfordernder Moment.» Aber Sutter glaubt dennoch an sein Team. Er betont, dass die Mannschaft intakt sei. «Die wollen alle, es gibt keine Grüppchen, keine, die keine Lust haben. Man sieht ihnen jeden Tag an, dass sie alles dafür tun, in der Liga zu bleiben. Das ist ein gutes Zeichen.» Aber man wisse am Ende, dass man gegen einen Gegner spiele, der Qualität hat: den FC St. Gallen.

Weshalb Sutter sich sofort befleissigt hinzuzufügen, dass alle Gegner Qualität hätten. Und nicht nur das Team, auf das GC nun in seinem Todeskampf zum Saisonende zuletzt stösst. Das Team, das Sutter zu einem wichtigen Teil zusammengestellt hat. Eine verrückte Konstellation, wenn ausgerechnet diese Mannschaft, die Sutter-Mannschaft, GC in die Barrage oder sogar in die Hölle der Challenge League stossen würde. Geschichten, die der Fussball schreibt. Nur der Fussball.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
26
19
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
26
3
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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