Er war schon nah dran
Wann kommts zum grossen Transfer von YB-Rakete Virginius?

Alan Virginius war bei YB einer der Topkandidaten auf einen Sommerabgang. Doch der schnelle Franzose ist immer noch in Bern und wartet auf die nächste Gelegenheit. Schon im Winter?
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Alan Virginius kann wieder jubeln, hier über sein Tor zum 4:1 beim 4:2-Sieg in Zürich gegen den FCZ.
Foto: Toto Marti
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Alain KunzReporter Fussball

Imeri, Monteiro, Males, Raveloson, Hadjam, Tsimba, um nur ein paar zu nennen. Sie alle haben die Berner diesen Sommer verlassen. Dabei hatte man gedacht, dass Alan Virginius eher auf dieser Liste zu finden sein würde als zum Beispiel Darian Males. Doch für den Mann aus einem kleinen Pariser Vorort lief es in Sachen Transfer maximal schlecht. Es beginnt mit einer Adduktorenverletzung im ersten Saisonspiel gegen Sion und einem Ausfall bis fast Ende August.

Zuvor gab es viele Interessenten für den ultraschnellen Flügel. Rayo Vallecano, Lecce, der HSV, Anderlecht und Genua – sie alle sollen sich um den 23-Jährigen bemüht haben. Nach der Verletzung liess das Interesse nach. Nicht aber jenes von Bundesliga-Aufsteiger Paderborn. Das erste Angebot der Deutschen ist unbefriedigend. Doch die Westfalen bessern nach. 

Keine Enttäuschung bei Virginius

Am Ende wird in Deutschland kolportiert, dass neun Millionen Euro im Raum gestanden hätten. Effektiv warens eher sieben. Viel Geld, eigentlich. Doch weil YB in Virginius ein gewaltiges Potenzial sieht, platzt der Deal dennoch.

Enttäuscht? «Nein. Es gab diesen Sommer in der Tat viele Interessenten. Und die Diskussionen mit Paderborn waren recht weit fortgeschritten. Aber damit ein Transfer zustande kommt, müssen alle Parteien einverstanden sein. Das war am Ende nicht der Fall», sagt Virginius. «Klar ist es mein Ziel, in eine grosse Liga zu wechseln. Aber es läuft mir bei YB jedes Jahr ein bisschen besser, weil ich mich immer wohler fühle. Also habe ich kein Problem damit, dass es noch nicht geklappt hat.»

Den YB-Höhepunkt erlebte Virginius gleich zu Beginn

Doch wie hat er diese beiden Momente erlebt, die ihm für einen Transfer im Weg standen? War die Verletzung eine Art Schock? «Nein. Ich hatte keine Panikattacken. Ich bin gläubig und habe deshalb nie daran gezweifelt, dass alles gut kommt.» Klar sei es mühsam gewesen, sich gleich zum Start zu verletzen. «Aber nicht speziell wegen eines möglichen Transfers, sondern weil ich einen Lauf und die letzte Saison stark beendet hatte. Das hat diesen ein bisschen gebremst. Aber ihn nicht zum Erliegen gebracht.»

Sein Ziel sei es jetzt, eine bessere Saison hinzukriegen als die letzte. «Wir sind bereit, grosse Dinge zu vollbringen.» Nur gibt es diesmal keine europäische Bühne. Nicht so wie im August 2024, als der damalige Neuzugang YB mit seinem Tor in der 87. Minute bei Galatasaray Istanbul in die Champions League schoss und den Tresor zu 42 Millionen Franken knackte. «Das war sicher mein bisheriger Höhepunkt in Bern. Es ist nicht jedem vergönnt, das entscheidende Tor zu schiessen, dank dem dein Team danach im weltgrössten Wettbewerb mitspielen kann.»

Letzte Saison wäre YB mit 16 Punkten Leader gewesen

Und nun? Geht er im Winter? Immerhin ist er schon 23. Das macht die Sache nicht einfacher. Und seine Entourage soll auch Druck machen. «Ganz ehrlich: Diese Frage stelle ich mir kein bisschen. Ich lebe einzig in der Gegenwart.» Und in dieser hängt der Himmel voller Offensivgeigen. YB schiesst alles kurz und klein. Kassiert aber auch zu viele Tore. Für einen Stürmer muss diese Spielphilosophie aber Spass machen.

«Bei der Torproduktion haben wir einen grossen Schritt vorwärts gemacht gegenüber den letzten Jahren», denkt auch Virginius. Weshalb man den besten Saisonstart in den drei Jahren hingelegt habe, in denen der Franzose in Bern ist. 2025 hätte dieser für die Tabellenführung gereicht. Damals hatte YB 14 Punkte. Heuer sind es 16. In der Saison zuvor mit dem historisch schlechten Saisonbeginn war man mit sechs Punkten Vorletzter … Holte sich aber das Königsklassenticket.

«Meine Schnelligkeit? Ein Geschenk Gottes!»

Nach dem Weggang von Joël Monteiro wird Virginius mehr oder weniger gesetzt sein. Zumal er mit seinem Antritt jede Abwehr in die Bredouille bringen kann. Ist seine 100-Meter-Zeit schon mal gemessen worden? «Ja. Aber ich weiss die Zeit nicht mehr.» Wie viel hat er trainiert, um so schnell zu werden? «Nichts! Gott hat mir diese Gabe mitgegeben. Ich war schon seit Kindsbeinen an enorm schnell.» Ein Geschenk, das ihn eines Tages wohl zu einem Grossklub bringen wird. Welches ist sein liebster? «Ich habe einen. Aber ich verrate nicht welchen.» Das kann doch als Pariser nur PSG sein. «Falsch geraten», sagt Virginius verschmitzt.

Wissend, dass der grosse Transfer schon noch Tatsache werden wird. Und dass es manchmal schlicht ein bisschen Geduld braucht. Der Fall Hadjam mit dem (späten) Transfer in die Premier League zu Brighton hat dies exemplarisch gezeigt.

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16
22
2
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8
9
18
3
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8
12
16
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FC Basel
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8
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FC Zürich
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10
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9
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