Fassnacht staubt nach Sanches-Fallrückzieher ab
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Die Kehrseite des YB-Spektakels
Benito: «Klar, dass wir Verteidiger auf den Deckel kriegen»

YB kennt nur eine Taktik in dieser Saison: den totalen Angriff. Die Kehrseite davon ist, dass die Verteidiger wie Captain Loris Benito darunter leiden. «Aber wenn wir immer 6:5 und 5:3 gewinnen und am Ende Meister werden, nehme ich das in Kauf.»
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Loris Benito gehört zu den Leidtragenden des Offensivfussballs von YB in dieser Saison.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB spielt spektakulär 3:3 gegen Lugano in der Super League
  • 16 Gegentore nach acht Spielen lassen Defensivprobleme erkennen
  • Lugano kassierte vor diesem Spiel nur vier Gegentore insgesamt
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der YB-Fussball in dieser Saison kennt nur eine Richtung: vorwärts. Auch im Spitzenkampf in Lugano ist die DNA des totalen Fussballs, den Ajax Amsterdam und die Holländer mit Johan Cruyff in den Siebzigerjahren geprägt haben, unverkennbar. Vor allem in der Viertelstunde vor der Pause hat Leader Lugano, das zuvor insgesamt erst vier Gegentore erhalten hat, der Berner Angriffswucht nichts entgegenzusetzen. Angeführt vom überragenden Samuel Essende erarbeitet sich YB Top-Chancen en masse, die zwischenzeitliche Wende ist die logische Folge.

Die Kehrseite des Spektakels: In der Defensive sind die Berner anfällig. «Die Leidtragenden sind wir», sagt Verteidiger Loris Benito nach dem spektakulären Topspiel, das auch 3:3 oder 4:4 hätte enden können. 16 Gegentore hat YB in acht Spielen kassiert, auf die Saison hochgerechnet gäbe das 76 – die Zahl eines Abstiegskandidaten. «Klar, dass wir Verteidiger bei solchen Zahlen auf den Deckel kriegen», so der YB-Captain.

Mit vier Offensivleuten, zwei hochstehenden Aussenverteidigern und zwei zentralen Mittelfeldspielern, die auch immer wieder in den Angriff gehen, nimmt YB das Risiko bewusst in Kauf. «Klar, dass dadurch gewisse Räume zwischen den Linien frei werden», so Benito. «Wir geben alles, um das Tor zu verteidigen, aber dass das nicht immer möglich ist, ist offensichtlich», so der YB-Captain weiter. «Aber wenn wir Meister werden und dabei immer 6:3 oder 5:4 gewinnen, nehme ich das in Kauf.»

Emotionaler Seoane

Es scheint, als wolle YB den Grundsatz widerlegen, dass die Offensive zwar Spiele, die Defensive aber Meisterschaften gewinnt. Trainer Gerardo Seoane widerspricht allerdings. «Unser Ziel ist, offensiv zu spielen, aber defensiv solid zu stehen. Es hat nie jemand gesagt, dass wir zufrieden sind, wenn wir 3:3 oder 2:2 spielen.» Ohne Spektakel geht es bislang in dieser Saison aber offensichtlich nicht.

«Habe das Gefühl, dass mehr drin gelegen wäre»
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Seoane nach Spitzenkampf:«Habe das Gefühl, dass mehr drin gelegen wäre»

Zu diesem trug gegen Lugano auch Seoane seinen Teil bei. Der ansonsten so besonnene YB-Coach lieferte sich während der ersten Halbzeit an der Seitenlinie ein hitziges Wortgefecht mit Luganos Co-Trainer Michele Salzarulo, der von seinem Chef, Mattia Croci-Torti, zurückgehalten werden musste. «Das gehört zum Fussball, auch wenn von beiden Seiten das eine oder andere Wort zu viel gefallen ist», so Seoane. «Aber nach dem Spiel ist das ad acta gelegt, wir sind im Guten auseinandergegangen.»

Auch Seoane konnte letztlich mit dem Punkt leben, auch wenn er weiss, dass mehr möglich gewesen wäre, schliesslich schlief Sandro Lauper bei Albian Ajetis 2:2 den Schlaf des Gerechten. Seoane erkannte im Vergleich zu den letzten Partien gegen Basel (3:3), Zürich (4:2) und Luzern (3:3) aber eine Steigerung. «Gegen ein starkes Lugano war es defensiv ein guter Auftritt von uns, auf dem wir aufbauen können.»

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
7
13
19
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
12
16
3
FC Sion
FC Sion
7
6
15
4
FC Basel
FC Basel
7
0
10
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
7
-2
10
6
FC Luzern
FC Luzern
7
-3
9
7
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
7
-4
8
8
FC Zürich
FC Zürich
1:1
8
-7
8
9
FC Vaduz
FC Vaduz
1:1
8
-1
7
10
FC Thun
FC Thun
7
-7
7
11
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
7
-3
6
12
Servette FC
Servette FC
6
-4
4
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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