Darum gehts
- GC Zürich gewinnt 1:0 gegen Meister Thun auf Kunstrasen in Thun
- Abrashi akzeptiert Auswechslung trotz Unverständnis, da er krank war
- GC mit zwei Siegen, einem Unentschieden und sechs Punkten bisher
GC-Captain Amir Abrashi ist einer der Ersten, der seine Freude auf den Thuner Kunstrasen schreit, als Schiedsrichter Anojen Kanagasingam zum 1:0-Sieg der Hoppers gegen Meister Thun abpfeift. Auch ist der Leitwolf einer der Ersten, der Peter Zeidler abklatscht und umarmt. Das ist insofern verwunderlich, da die beiden Heisssporne in der 54. Minute noch eine Meinungsverschiedenheit hatten.
Der GC-Trainer nimmt Abrashi in der 54. Minute vom Feld, dieser trottet zwar runter, scheint das aber nicht ganz zu verstehen. In der Interviewzone klärt der Captain auf: «Ich wollte noch zehn Minuten mehr spielen. Es war abgemacht, dass ich ausgewechselt werde, da ich unter der Woche krank war und nur ein Training mitmachen konnte.» Sauer über seine Auswechslung ist er aber nicht. «Am Ende entscheidet der Trainer, und wir haben 1:0 gewonnen, also alles richtig gemacht.»
GC steht nicht schlecht da
Dass die Hoppers nicht alles richtig gemacht haben, weiss auch Abrashi. Weil Thun-Captain Marco Bürki in der 38. Minute mit einer Tätlichkeit vom Platz geflogen ist, können die Zürcher über eine Halbzeit in Überzahl spielen. So wirklich gemerkt hat man die Überzahl aber nicht. «Ich habe es mir ein bisschen einfacher vorgestellt. Wenn man einen Mann mehr ist, muss man mit dem Ballbesitz besser umgehen», so Abrashi. Auch der offensive Output hätte besser sein können.
Auch wenn es, wie Abrashi sagt, das «Schlechteste der letzten drei Spiele» war, haben die Hoppers den durchzogenen Saisonstart aufpoliert. Zwei Siege und ein Unentschieden tun nicht nur dem Punktekonto gut, sondern auch der Seele. Trotzdem mahnt Abrashi und will von den Top 6 nichts wissen: «Dass wir jetzt drei Spiele ungeschlagen sind, ist schön. Aber am Dienstag geht es bereits weiter. Wir nehmen die drei Punkte jedoch sehr gern mit nach Hause.»
Zeidler sieht Verbesserungspotenzial
Ebenfalls auf die Euphoriebremse tritt Trainer Zeidler: «Wir müssen uns nicht entschuldigen, dass wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Allerdings hätte Thun einen Punkt verdient gehabt.» Er erklärt auch, warum seine Spieler die Überzahl nicht nutzen konnten: «Zum einen ist Thun ein gutes Team, und wir sind spielerisch noch nicht so weit. Zum anderen ist es auch psychologisch zu erklären, da wir viel zu verlieren hatten.»
Trotzdem ist er auch zufrieden, wie sich die Mannschaft entwickelt: «Wir sind im Begriff, sowohl taktisch als auch sozial eine Mannschaft zu werden. In puncto Energie zahlen wir vielleicht noch die Rechnung von der englischen Woche. Viele Spieler konnten nicht trainieren, aber langsam kommt der Rhythmus.»
Am Dienstag trifft GC mit dem FC Sion auf ein anderes Kaliber. Zeidler freut sich darauf: «Wir freuen uns auf Sion, die vielleicht beste Mannschaft derzeit. Da das Spiel um 19 Uhr ist, hoffe ich, dass viele Kinder kommen und sie noch nicht ins Bett müssen und wir viele Fans im Stadion haben.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
3 | FC Sion | 7 | 6 | 15 | |
4 | FC Basel | 7 | 0 | 10 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Luzern | 7 | -3 | 9 | |
7 | Grasshopper Club Zürich | 7 | -4 | 8 | |
8 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
8 | FC Zürich | 7 | -7 | 7 | |
10 | FC Vaduz | 7 | -1 | 6 | |
11 | FC Lausanne-Sport | 7 | -3 | 6 | |
12 | Servette FC | 6 | -4 | 4 |

