Darum gehts
- YB trifft am Samstag im Wankdorf auf Servette, Anpfiff ist um 18 Uhr
- Die Berner haben bisher 3,5 Tore pro Spiel erzielt, Servette insgesamt nur 9
- 32'000 Zuschauer sahen 1986 den 1:0-Heimsieg im Meistercup gegen Real Madrid
Die News der Woche
YB hat eine ruhige Woche hinter sich. Am Dienstag musste man machtlos zuschauen, wie Sion nach seinem 5:2 bei GC auf den zweiten Platz vorpreschte. Die Walliser haben bereits zweimal verloren, darunter das Spiel in Bern zum Saisonstart, aber die restlichen sechs gewonnen. Derweil YB schon viermal remisierte, womit man acht Punkte verloren hat gegenüber sechs der Walliser. Zudem stand die Woche im Schwelgen in alten Zeiten, als man noch international spielte. Bekanntlich haben Staff und Spieler ohne Europacup viel mehr freie Abende als ihnen lieb sein kann. Das war letztmals vor 13 Jahren der Fall gewesen. Definitiv wars nicht so vor 40 Jahren, als die Berner das übergrosse Real Madrid um Starstürmer Hugo Sanchez im Meistercup dank eines Kopfballtreffers von Urs Bamert nach nur zwei Minuten im Wankdorf vor 32'000 restlos begeisterten Fans 1:0 schlugen. Über das Rückspiel werden ein paar Zeilen weniger verloren: Real fegte die durch die 75'000 Fans im Bernabeu eingeschüchterten Berner mit 5:0 aus dem Stadion...
Die grosse Frage
Gelingt es YB gegen Servette seinen horrenden Torschnitt aufrechtzuerhalten? Der liegt nach acht Spielen bei sagenhaften 3,5. Damit die Frage mit Ja beantwortet werden kann, müssten sie gleich 4-mal treffen. Das gelang den Bernern beim vorletzten Aufeinandertreffen, diesem spektakulären 4:4 im Stade de Genève. Letztmals so richtig aus dem Wankdorf gefegt haben die Berner die bedauernswerten Genfer im März 2023, als diese gleich mit 1:6 untergingen. Dank drei Toren von Nati-Spieler Cedric Itten. Und auch der unzerstörbare Christian Fassnacht war unter den Torschützen.
Gesagt ist gesagt
«Das ist ein Spiel wie jedes andere, das wir gewinnen wollen. Ein Klub wie YB will immer gewinnen. Es ist wertvoll für die Genfer, dass sie in den beiden letzten Spielen sechs Punkte gewonnen haben. Aber unser Fokus liegt auf uns. Wir konzentrieren uns einzig darauf, dieses Heimspiel zu gewinnen.» Gezeichnet: YB-Rakete Alan Virginius.
Auch Trainer Gerardo Seoane erwartet einen Sieg vor der Nati-Pause: «Wir haben mit den beiden Unentschieden gegen Basel und Luzern vier Punkte zu Hause liegenlassen, was wehtut. Wir freuen uns, in unserem Stadion zu spielen, aber das Spiel hat einen faden Beigeschmack, weil wir zuletzt zweimal keinen Dreier an Land gezogen haben. Aber gefühlt haben diese Unentschieden einen positiven Wert, wenn wir vor der langen Nationalmannschaftspause zu Hause mit einem Sieg abschliessen können. Ich erwarte, dass wir in allen Abteilungen die beste Version von uns auf den Platz bringen. Dominant, den Gegner unter Druck setzend mit offensivem Pressing. Wir wollen, dass unsere Spiele einen hohen Unterhaltungswert haben durch das grosse Offensivpotenzial unserer Offensivabteilung. Wir haben es vor allem in den Heimspielen zuletzt verpasst, resultatmässig genug vorzulegen, um dem Gegner die letzte Hoffnung auf ein Zurückkommen ins Spiel zu nehmen.»
Die Blick-Prognose
Kaum vorstellbar, dass die offensiv schwachen Genfer – erst neun Tore in acht Spielen – in Bern gleich dreimal zuschlagen können, wie zuletzt Basel und der FC Luzern. Denn das wird es für ein zählbares Resultat brauchen, wenn YB so trifft wie bisher. Gelbschwarz hat in jedem Spiel im Wankdorf drei oder vier Tore gemacht. Das werden die Berner auch am Samstag tun, womit sie sich das Recht erarbeiten, zwei Tore zu kassieren, ohne dass dies zu Verlustpunkten führt. Und so wird es auch kommen.
Mögliche Aufstellung
Keller; Blum, Lauper, Benito, Schmidt; Fernandes, Gigovic; Fassnacht, Sanches, Virginius, Essende.
Wer fehlt?
Ryan Andrews, Benjamin Kabeya, Gregory Wüthrich und Cédric Zesiger sind verletzt, wobei Letzterer nach der Nati-Pause, die erst am 6. Oktober zu Ende ist, wieder einsatzfähig sein dürfte.
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach 8 Runden:
- Sène 5,0
- Essende 4,75
- Imeri 4,67
Der Schiedsrichter
Spielleiter ist Mirel Turkes, in Volketswil im VAR-Raum sitzt Michèle Schmölzer.
Der Gegner
Servette hat mit 4:2-Sieg in Thun unter der Woche Mut getankt. Obwohl die Genfer das Spiel fast noch aus der Hand gegeben haben, wollen sie nun den dritten Sieg in Folge holen. Zumindest sind sie sich jetzt den Kunstrasen gewöhnt – hier gehts zum Servette-Inside.
Runde
Sa., Luzern – GC, 18.00 Uhr
Sa., YB – Servette, 18.00 Uhr
Sa., FCZ – Sion, 18.00 Uhr
So., Vaduz – Thun 14.00 Uhr
So., Basel – St. Gallen 16.30 Uhr
So., Lausanne – Lugano 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 8 | 16 | 22 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | Servette FC | 8 | -1 | 10 | |
6 | FC St. Gallen | 8 | -5 | 10 | |
7 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
8 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
10 | FC Thun | 8 | -9 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |

