«Eine Woche geschwänzt»
Shaqiri packt Anekdote aus der Jugend aus

Xherdan Shaqiri reitet mit Basel auf der Erfolgswelle. Im vereinseigenen Podcast spricht er nun über das Trikot, seine Eltern und verrät, wieso er einst eine Woche die Schule schwänzte.
Publiziert: 14:55 Uhr
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Aktualisiert: 17:18 Uhr
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Xherdan Shaqiri ist seit letztem Sommer zurück beim FC Basel.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

  • Xherdan Shaqiri zeigt eine der besten Saisons seiner Karriere
  • Er schwänzte als Jugendlicher für ein Fussballturnier die Schule
  • Seine Eltern im Stadion zu sehen, gibt Shaqiri viel Kraft
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Seine Rückkehr in die Schweiz war letztes Jahr der grosse Coup. Nun zeigt Xherdan Shaqiri (33) eine der besten Saisons seiner Karriere und steht mit Basel vor dem Double-Gewinn.

Neben dem Transfer wurde auch das Design des Trikots heiss diskutiert – wegen der Flammen. «Anfangs habe ich auch gedacht, okay, ein bisschen komisch, ich war anderes gewöhnt beim FC Basel», gibt Shaqiri im FCB-Podcast «Achzädreyenünzig» zu. Inzwischen hat er seine Meinung geändert: «Mir hat es Glück gebracht, dem Klub auch. Ich finde es noch geil.»

Nicht nur über das Trikot wird gesprochen. Via Sprachnachricht fordert Bruder Erdin (34) Shaqiri auf, eine Geschichte aus der Jugend zu teilen. «Erzähl doch mal, wie das damals mit dem Nike Cup war. Wie stark waren die Bauchschmerzen und wie haben die Lehrer davon erfahren?»

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Aufschwung dank Shaqiri?FCB-Fans sind sich in dieser Frage einig

Das sorgt für Gelächter. Die U15 des FCB konnte damals am Turnier teilnehmen. Zu der Zeit war es nicht üblich, dass es dafür schulfrei gab. Aber Shaqiri wollte unbedingt dabei sein und entschied sich, zu schwänzen. «Um 5 Uhr morgens habe ich den Lehrer angerufen und so getan, als hätte ich Bauchschmerzen», erzählt er. Und fügt an: «Dann blieb ich eine Woche zu Hause.»

Sonnenbrille als Prämie

Zumindest dachte das der Lehrer. Denn Shaqiri war nach Prag gereist und hatte mit seinen starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. «Da habe ich das erste Mal gedacht: Ich fühle mich wie ein Star.» Sein Team verlor zwar den Final, aber er wurde als bester Spieler ausgezeichnet. Die Prämie: eine Sonnenbrille.

Die Leistung fand in der Heimat den Weg in die Zeitung, er wurde namentlich erwähnt. Und flog in der Schule auf. Der Lehrer habe allerdings cool reagiert. Er fand das Schwänzen zwar nicht gut, meinte aber auch, Shaqiri hätte das vorher sagen können.

«Es gibt mir so viel Kraft»

Seine Eltern haben ihn in dieser Aktion unterstützt. Wieder mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, geniesst Shaqiri sehr. «Das war mit der grösste Grund, warum ich zurückgekommen bin», sagt er. «Es gibt mir so viel Kraft, wenn sie im Stadion sind und mir zuwinken.»

Nicht nur seine Eltern freuen sich, dass ihr Sohn wieder in der Schweiz ist, sondern auch die Fans. Wobei es dabei unterschiedliche Begegnungen gibt, wie er verrät. So sei kürzlich ein Kassierer bei der Tankstelle «schockiert gewesen, dass ich das war». Dabei habe er nur zahlen wollen, denn er müsse wie alle anderen auch tanken. «Dann wurde er nervös, wusste nicht mehr was machen.»

Weniger Freude hat Shaqiri hingegen, wenn er in einem Restaurant während des Essens gestört wird. «Dann muss ich irgendwie liebevoll rüberbringen, dass es der falsche Zeitpunkt ist.»

Wunder- und Freistosstor – Shaqiri-Show im Letzi
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