Diesen Vorsprung hat noch kein Team verspielt
Thun kann Meistertitel gar nicht mehr aus der Hand geben

Es gibt 1000 gute Gründe, warum Thun Meister werden wird. Einige sind emotional. Einige rational. Einer der besten ist ein Blick in die Geschichte der Super League. Und da ist klar, was herauskommt.
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Der FC Thun kann den Meistertitel nur noch selbst in den Sand setzen.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auch die Geschichte der Super League zeigt, dass der FC Thun Meister werden wird
  • Kein Team mit 12 Punkten Vorsprung nach 25 Runden verpasste bisher den Meistertitel
  • Teams mit 58 Punkten nach 25 Runden holten den Titel immer
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Alain KunzReporter Fussball

Seit 2003 besteht die Super League. Nicht ganz in der aktuellen Form, denn die wurde mit der Aufstockung 2023 geändert. Seither gibt es einen Split nach 33 Runden in Championship und Relegation Group. Was 1:1 vergleichbar ist, sind die Punktzahlen nach 25 Runden. Da, wo wir jetzt stehen.

Thun hat 58 Punkte – ist damit bereits für die Championship Group qualifiziert, kleiner Fun Fact nebenbei – und hat gewaltige 15 Zähler Vorsprung auf St. Gallen und Lugano. Wobei die Ostschweizer ein Spiel weniger ausgetragen haben. Also müssen die Verlustpunkte herbeigezogen werden. Nach diesen beträgt der Vorsprung 12 Zähler.

12 Punkte Vorsprung reichen zum Titel

Ist denn irgendein Team nicht Meister geworden, das 12 oder mehr Punkte Vorsprung hatte? Die Antwort ist: Nein! Nur viermal hat eine Mannschaft, die nach 25 Runden Leader war, den Titel nicht geholt: Basel verspielte einen Vier-Punkte-Vorsprung auf den FC Zürich und den Titel in der Finalissima 2006 mit dem Filipescu-Tor in der 93. Minute zum 2:1, die als Schande von Basel ein unrühmliches Stück Schweizer Fussballgeschichte schrieb.

Ein Jahr später führte Basel nach 25 Runden hauchdünn, mit einem Pünktchen. Nach 36 Runden hatte dann der FCZ die Nase erneut vorne. Dann «veryoungboyste» YB denselben Vorsprung 2010 (wobei die Berner zeitweise 13 Punkte vorne lagen). Auch in einer Finalissima. Und auch diese wurde von Ausschreitungen überschattet. 2020 hiess der Leader nach 25 Spieltagen letztmals anders als der Meister. Allerdings war der Tabellenführer damals das mit YB punktgleiche St. Gallen, das dann gegen die Berner den Kürzeren zog.

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58 Punkte nach 25 Runden reichten immer

Doch wenn der Vorsprung mindestens 5 Punkte betrug, wurde immer der 25-Runden-Leader auch Meister. Und wenn dieser 58 Punkte auf dem Konto hatte, holte er den Titel auch immer. Den Negativ-Rekord hält in diesem Bereich übrigens YB in der erwähnten «Veryoungboyst»-Saison. Die Berner wurden trotz 56 Punkten nach 25 Runden auf dem Konto nicht Meister.

Scheitert Thun noch, würden die Berner Oberländer eine Geschichte schreiben, die jene der Super League aber so was von total auf den Kopf stellen würde. Ist das wahrscheinlich? Ganz und gar nicht.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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