Thun siegt, Sion fliegt – gleich dreifach vom Platz
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Highlights im Video:Thun siegt, Sion fliegt – gleich dreifach vom Platz

Konkurrenz gratuliert schon
Ist Thun bereits vor der Meisterrunde Champion?

In etwas mehr als einer Woche ist der FC Thun der Konkurrenz aus der Top 6 komplett davongelaufen. Gehts in diesem Tempo weiter, ist der Meistertitel für den Aufsteiger schon Anfang April mathematisch fix.
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Thun-Schere? Genís Montolio (unten) behauptet sich gegen die Konkurrenz, hier Sions Liam Chipperfield.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

  • Das ist die Thun-Schere in der Super League
  • Rollt der Ball für Thun? Lustrinelli fragt scharf zurück
  • Konkurrenz nimmt sich verbal schrittweise aus dem Rennen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

39 Punkte sind noch zu vergeben. 12 Punkte Vorsprung haben die Thuner auf den ersten Verfolger St. Gallen, sofern die Ostschweizer am Mittwoch das Nachtragsspiel in Winterthur gewinnen.

Es braucht kein Rechengenie für diese Meister-Rechnung: Fast einen Punkt müssen die Espen in diesem Frühling pro Runde gutmachen, um das Titel-Wunder im Berner Oberland noch zu verhindern.

Die letzten Runden aber zeigen: Die Tendenz geht klar in die andere Richtung. Die Thuner Punkteschere ging zuletzt immer weiter auf. Der Vorsprung auf die Konkurrenz aus der Top 6 wuchs in den letzten Runden massiv.

Englische Woche als Vorentscheidung?

Noch zur Winterpause war der FCSG auf Tuchfühlung mit Thun. Doch der Rückstand von einst drei Punkten hat sich mittlerweile mindestens vervierfacht – abhängig vom St. Galler Nachholspiel.

Besonders deutlich wurde es in den jüngsten Runden. Aufgrund der englischen Woche gingen in nur neun Tagen drei Spieltage über die Bühne. Die Thuner haben in dieser kurzen Zeit St. Gallen um vier Punkte distanziert, Lugano um deren sechs und Basel, Sion und YB um fünf Punkte. Kein Team konnte mit dem Aufsteiger mithalten. Hat die englische Woche gar schon die Meisterschaft entschieden?

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Lustrinelli reagiert scharf auf Momentum-Frage

Klar, man könnte einwenden, dass im Moment alles für den FC Thun laufe. Auch der Entscheid des Schiri-Teams am Sonntag, beim Stand von 1:0 zwischen Thun und Sion den Sittener Verteidiger Noé Sow vom Platz zu stellen, obwohl der Ball vor dem Foul wahrscheinlich im Aus war. Der Verband hat danach übrigens die Blickwinkel der Kameras zur Verfügung gestellt und erklärt, dass man das Aus eben nicht beweisen könne.

Dieses Thuner Momentum könnte auch kippen. «Aber seit wann rollt der Ball schon für uns? Seit zweieinhalb Jahren?», fragt Thun-Trainer Mauro Lustrinelli (49) auf die Frage eines Journalisten zynisch zurück.

St. Gallen und Lugano stempeln aus

Die Konkurrenz jedenfalls nimmt sich verbal schrittweise aus dem Meisterrennen. So sagte St.-Gallen-Trainer Enrico Maassen: «Thun spielt mit einer wahnsinnigen Stabilität dort oben, so konsequent und klar, Woche für Woche. Man muss den Hut ziehen und ich glaube, dass sie sich nur selber schlagen können.»

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Mittlerweile gratuliert auch Lugano-Coach Mattia Croci-Torti dem Aufsteiger zum möglichen Titel, wie es mit etwas mehr Punkteabstand auch Servettes Jocelyn Gourvennec getan hat («Die Frage ist nicht ob, sondern wann»).

Thuner können Meisterrunde zum Schaulaufen machen

Einzig aus Basel heisst es von Spielern und Trainer weiter: «Es ist mathematisch noch möglich, also greifen wir Thun an.»

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Mathematisch sieht es so aus: Geht es im gleichen Stil weiter (Thun holt im Schnitt pro Runde gut einen Punkt auf die ersten Verfolger heraus), dann stünde der Aufsteiger mit über 20 Punkten Vorsprung schon nach Runde 32 als Meister fest. Das wäre noch vor Beginn der Meisterrunde!

Wäre die Konkurrenz denn überhaupt bereit?

Immerhin: Es ist kaum zu erwarten, dass Thun wie zuletzt jedes Spiel gewinnen wird und so schon Anfang April die Luft in der Schweizer Meisterschaft draussen ist. Die acht Siege in Serie sind jetzt schon Klubrekord in der Super League. Aber ob die Konkurrenz bei allfälligen Patzern des Leaders auch wirklich bereitstehen würde?

Zuerst muss der FCSG nun aber seine Aufgaben bei Schlusslicht Winterthur machen. Eine St. Galler Niederlage bei der Knacknuss (nur ein Sieg aus den letzten fünf Duellen) – und der Rückstand auf den Leader würde satte 15 Punkte betragen. Die Thun-Schere würde sich noch weiter öffnen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
24
15
43
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
24
-39
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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