CC holt am letzten Mercato-Tag 16-Millionen-Mann
Mirantschuk bringt russischen Zauber ins Tourbillon

Der FC Sion tätigt einen prominenten Last-Minute-Transfer. Es ist ausgerechnet ein Russe, der Glamour ins Tourbillon bringt: Anton Mirantschuk, 29-facher Nationalspieler.
Publiziert: 09.09.2024 um 13:27 Uhr
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Aktualisiert: 09.09.2024 um 13:52 Uhr
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Nun ist es fix: Sion-Sportchef Barthélémy Constantin (l.) stellt seinen neuen Star vor, Anton Mirantschuk. Rechts dessen Berater Wadim Schpinew.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Anton Mirantschuk wechselt in die Super League
  • Marktwert fiel wegen Ukraine-Krieg von 16 auf 6 Millionen
  • Zwei-Jahres-Vertrag, 1,2 Millionen Jahressalär
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Hatten wir es doch gedacht: Bei den zwei von Präsident Christian und Sportchef Barthélémy Constantin angekündigten Transfers in der letzten Woche des Mercato muss doch irgendwie ein grosser Name dabei sein. Der erste, den sie unter Vertrag nahmen, war es ja nicht – der 24-jährige marokkanische Mittelstürmer Mouhcine Bouriga, der von Mas Fes kam und letzte Saison in 29 Spielen zwölf Tore machte.

Der Russe Anton Mirantschuk (28) ist das hingegen schon. Er hat in der Premjer Liga in 163 Spielen 37 Tore erzielt. Für die Sbornaja hat er in 29 Spielen 7-mal getroffen. Seit Anfang Saison ist der offensive Mittelfeldspieler arbeitslos, nachdem er zuvor sechs Jahre lang für seinen Ausbildungsklub Lokomotive Moskau gespielt hatte. Er kannte nur Lok in seiner Profikarriere, mit Ausnahme eines halbjährigen Tapetenwechsels in Estland.

Wegen des Kriegs sank Mirantschuks Marktwert ins Bodenlose

Sein Marktwert betrug vor dem russischen Überfall auf die Ukraine 16 Millionen, das war der Höchstwert von 2019. Jetzt sind es noch deren sechs, denn international kann Russland bloss noch Testspiele bestreiten. Nicht nur die Sbornaja, in der Mirantschuk seit 2022 gesetzt war, auch die Klubs.

Im Sommer hatte der Mann aus Krasnodar genug von diesem tristen Dasein und schlug das Verlängerungsangebot von Lok aus. Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam zeigten Interesse. Nun landet der 29-fache Nationalspieler aber im Wallis, was einigermassen erstaunt. Die Zahlen dazu: Zwei-Jahres-Vertrag, das ist fix. Kolportiertes Jahressalär von 1,2 Millionen. Das zweithöchste der Super League nach jenem von Xherdan Shaqiri. Mirantschuk dürfte auch die zweitgrösste Attraktion der Super League nach dem Basler Kraftwürfel sein.

Sonntagabend war mit dem Spieler alles klar, auch die Vertragsbedingungen. Nur die Resultate des Medizinchecks standen noch aus. Mittlerweile ist der gemacht und bei Mirantschuk ist alles okay. Der Russe ist nun ein Walliser. 

Also doch noch ein bisschen Glamour im Wallis, auch wenn die Herkunft des Spielers aktuell durchaus Anlass zu Fragen nach der Ethik zulässt. Aber CC ist da ziemlich berührungsfrei und stellt sich auf den Standpunkt, man solle Politik und Sport nicht vermischen.

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Credit Suisse Super League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Servette FC
Servette FC
30
9
51
2
FC Basel
FC Basel
29
28
49
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
11
49
4
FC Lugano
FC Lugano
30
5
48
5
FC Luzern
FC Luzern
29
8
47
6
FC Zürich
FC Zürich
30
1
46
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
5
41
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
1
39
9
FC Sion
FC Sion
30
-7
35
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
30
-18
32
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-12
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-31
23
Meisterschaftsrunde
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