Darum gehts
- Winsley Boteli vergab beim 1:1 gegen Luzern den Sieg
- Didier Tholot liess offen, ob Boteli für Schuss vorgesehen war
- Nach sechs Ligatoren und Nati-Debüt ist er seither torlos
Es ist die grosse Chance, ein zähes Spiel auf Sittener Seite zu ziehen. 56. Minute, Penalty für die Walliser. Youngster Winsley Boteli (20) schnappt sich den Ball, läuft an – und scheitert an Luzern-Goalie Karlo Letica. Zu wenig platziert, zu harmlos. Statt der möglichen Führung gibts am Ende nur ein 1:1.
Nach dem Spiel wird Sion-Trainer Didier Tholot an der Pressekonferenz gefragt, ob Boteli überhaupt als Schütze vorgesehen war. Denn mit Ilyas Chouaref stand ein weiterer möglicher Penaltyschütze auf dem Platz. Tholot blockt ab: «Ich habe meiner Mannschaft gesagt, was ich zu sagen hatte, deshalb werde ich mich nicht weiter dazu äussern.»
Eine Antwort, die Raum für Fragen lässt. War Boteli überhaupt als Schütze vorgesehen? Tholot klärt es nicht auf. Klar ist für ihn hingegen, wie entscheidend der Fehlschuss war. «Ich denke, wir hatten die Gelegenheit, dieses Spiel zu gewinnen, wenn wir den Penalty verwerten», sagt der Franzose.
Seit der Nati-Pause wartet Boteli auf ein Tor
Für Boteli ist der Fehlschuss der nächste Dämpfer nach einem Traumstart in die Saison. In den ersten fünf Ligarunden trifft der 20-Jährige fünfmal. Auch international sorgt er für Furore, unter anderem mit seinem Hattrick gegen Ajax in den Conference-League-Playoffs. Am 19. September rettet er Sion gegen den FCZ in Unterzahl mit einem verwandelten Penalty einen Punkt. Es ist sein sechstes Tor in der Liga – und bis heute sein vorerst letztes.
Danach folgt sein nächster grosser Karriereschritt. Boteli reist erstmals zur Schweizer A-Nati und kommt bei seinem Debüt-Zusammenzug gleich zu drei Einsätzen. Seit seiner Rückkehr ins Wallis läuft es persönlich allerdings nicht mehr gleich rund. Im Oktober bleibt er ohne Tor, gegen Luzern folgt nun der verschossene Penalty.
Von einer Krise zu sprechen, wäre in diesem Fall dennoch vermessen. Der Jugendfreund von Johan Manzambi (21) hat längst gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Um das Sittener Riesentalent muss man sich deshalb noch keine ernsthaften Sorgen machen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 12 | 7 | 23 | |
4 | FC St. Gallen | 12 | -3 | 19 | |
5 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
6 | Servette FC | 12 | 1 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 12 | -6 | 13 | |
9 | FC Vaduz | 12 | -1 | 10 | |
10 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 12 | -13 | 10 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |