Servette sündigt im Abschluss
Boukhalfa und Görtler sorgen für St. Galler Mini-Sieg

St. Gallen startet gegen Servette optimal ins Spiel, muss aber doch noch etwas zittern. Am Ende reichts zum Sieg – und Servette dürfte seinen verpassten Chancen nachtrauern.
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Frühes Tor: Boukhalfa lässt St. Gallen nach sechs Minuten jubeln.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlüsselszene

Für Servette läuft schon in der vierten Minute alles in die falsche Richtung, als Mutandwa ein Offensivfoul begeht beim Versuch, nach Karlssons Abschluss gegen Stanic an den Ball zu kommen. Der Knöchel? Das Knie? Irgendetwas ist nicht gut. Der Sambier versucht es zwar nochmals, doch vor dem Anspiel nach der St. Galler Führung legt er sich darnieder – und muss auf der Trage raus. Die Genfer verlieren ihren besten Torschützen schon ganz früh.

Das Spiel

Irgendwann fällt es doch noch, das Premierentor von Jesper Karlsson im Servette-Dress – und es bringt die Genfer Hoffnungen auf einen Punktgewinn in St. Gallen in der Schlussphase noch einmal zurück.

Der Schwede hätte seinem Team dieses Unterfangen aber auch leichter machen können. Nämlich dann, wenn er eine seiner Chancen zuvor schon genutzt hätte. Stattdessen verpasst er nach vier Minuten aus spitzem Winkel die Führung und setzt auch eine halbe Stunde später den Ball aus bester Position neben das Tor.

Weil Ouattara kurz nach der Pause aus der Distanz an Zigi scheitert und Görtler vom Punkt trifft, rennt Servette ab der 65. Minute einem Zweitore-Rückstand hinterher – St. Gallen zeigt sich im Gegensatz zum Gegner ziemlich effizient. Und kommt in einer insgesamt eher ereignisarmen Partie nach Karlssons Anschlusstreffer nur noch bei einem Rouiller-Abschluss in der Nachspielzeit etwas ins Zittern.

Die Tore

6. Minute, Carlo Boukhalfa, 1:0. Chima Okoroji flankt den Ball von weit aussen an den linken Pfosten, wo Boukhalfa seinen Gegenspieler abschüttelt und den Fuss hinhält. Mit dem Aussenrist versenkt er den Ball anschliessend im Tor.

65. Minute, Lukas Görtler, 2:0 (Penalty): Der Ball landet an der Hand des hochspringenden Bradley Mazikou, woraufhin Schiedsrichter Mirel Turkes sofort auf den Punkt zeigt. Captain Görtler übernimmt die Verantwortung – und schiesst den Ball ganz cool auf die linke Seite der Tormitte.

82. Minute, Jesper Karlsson, 2:1: Karlsson geht im St. Galler Strafraum etwas vergessen – und fackelt dann nicht lange. Mit einem strammen Schuss in die obere rechte Ecke lässt er Zigi keine Abwehrchance.

Der Beste

Das 1:0 von Carlo Boukhalfa ist eine Augenweide, schlicht zum mit der Zunge schnalzen. Okoroji bringt den Ball in extremis in die Mitte, der Badener schnippelt ihn mit der Hacke und dem Aussenrist in die weite Ecke. Ganz fein gemacht. Und das reicht, um der Beste zu sein.

Der Schlechteste

Houboulang Mendes geht zu wenig energisch zu Okoroji hin, um dessen Flanke vor dem ersten Espentor zu verhindern. Und kassiert eine dämliche Gelbe für eine wilde Armfuchtelei.

Die Stimmen

VA Stimmen FCSG - Servette
1:02
FCSG-Boukhalfa:«Habe einfach den Fuss im richtigen Moment hingehalten»

Die Fans

16'523 Fans sind im Sitterstadion. Die Stimmung gehört zu dem Besseren an diesem Spiel, denn auch die Genfer machen Dampf. Übrigens: Jene, die mit dem Auto angereist sind, haben wohl mit all dem Verkehr auf der A1 bestimmt fünf Stunden für den Hinweg gebraucht.

Die Schiris

Keine Probleme für Schiri Mirel Turkes und VAR Nico Gianforte. Der Handspenalty war klar und musste nur pro forma gecheckt werden, so eindeutig war das Vergehen von Mazikou.

Das gab zu reden

Tiemoko Ouattara kommt in der 10. Minute für den verletzten Mutandwa. Und hat nach 69 Minuten bereits wieder Feierabend. Da war einer gar nicht amused ob der Performance des U20-Nationalspielers: Servette-Coach Jocelyn Gourvennec.

So gehts weiter

Beide Teams stehen am kommenden Sonntag in der 13. Runde der Super League wieder im Einsatz: St. Gallen empfängt um 14 Uhr Leader Lugano, während auf die Genfer im Stade de Genève um 16.30 Uhr ein Duell mit dem FC Zürich wartet.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
5
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
10
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
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