Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz über den VAR im Jahr 2026
Er raubt dem Schiedsrichter die Autorität

Für Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz ist klar: Die Handhabung des VAR muss revidiert werden. Er soll nur noch bei sonnenklaren Fällen an den Schirm geschickt werden dürfen. Sonst werde die Autorität des Schiedsrichters gänzlich untergraben.
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An der WM, so Kubi gabs viel zu viele VAR-Interventionen. Wie hier jene des Honduraners Said Martinez bei Belgien gegen Senegal.
Foto: AP Photo/Maddy Grassy

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • VAR-Kritik von Kolumnist Kubi: Zu viele Eingriffe, Feld-Schiris verlieren Autorität
  • Die Diskussionen um Entscheide haben durch den VAR zu- statt abgenommen
  • Nettospielzeit stieg bei WM von 55 Minuten (2018) auf 58 Minuten (2022)
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Kubilay TürkyilmazBlick-Kolumnist

Die Weltmeisterschaft ist noch in frischer Erinnerung. Auch wenn bei uns bereits die dritte Meisterschaftsrunde läuft. Und damit auch der Weg, den die Fifa bei der Handhabung des VAR eingeschlagen hat. Es ist ein Irrweg.

Durch die immer höhere Anzahl an Interventionsmöglichkeiten werden der Video-Schiedsrichter und sein Team immer mehr zu Protagonisten. So wird die Autorität des Feld-Schiris beschnitten. Was heisst hier beschnitten? Sie wird ihm geraubt! Denn jedes Mal, wenn er hinausgebeten wird, denken Fans, Spieler und Staff: Was er jetzt wieder für einen Mist gepfiffen hat!

Wenn der VAR alles entscheidet, könnte auch ich ein Spiel pfeifen …

Der Schiri darf nicht mehr einfach mal an den Schirm geschickt werden

Wie soll der VAR 2026 also ausgestaltet sein? Er soll wirklich nur in glasklaren Fällen einschreiten, wenn es sich um einen klaren und offensichtlichen Fehlentscheid handelt, wie es das Reglement stipuliert. Es muss aufhören, dass der Ref einfach mal an den Schirm geschickt wird, so unter dem Motto: «Schau dir das doch mal an.» Es darf nicht mehr sein, dass ein Schiedsrichter zwei Minuten am Schirm steht, und versucht, zu eruieren, ob es irgendwo eine minimale Berührung gegeben hat, um ein Umstossen eines Entscheids zu rechtfertigen. Das sind diskutable Fälle. Und diese sind immer stehenzulassen.

Die Diskussionen haben zu- statt abgenommen. Das war nicht die Idee des Video-Refs. Auch bei uns in der Familie sind es vor allem die VAR-Interventionen, die zu hitzigen Diskussionen führen. Das ist ein Palaver geworden – das können Sie sich gar nicht vorstellen …

Eine WM ist kein Versuchslabor!

Zweitens: Es ist absurd Tore, die wegen eines Fouls, das eine Minute vor dem Tor passiert ist, und dann noch in der anderen Platzhälfte, einzukassieren. Das gehört abgeschafft.

Drittens: Liebe Fifa, hört bitte damit auf, eine WM zu einem Versuchslabor für Schiedsrichter- und VAR-Neuerungen verkommen zu lassen. Diese Einführungen gehören zuerst in der Praxis irgendwo in einer zweiten Liga getestet. Der Fall Embolo ist da der exemplarische Super-GAU. Irgendwo gibt es ein Limit an Aufnahmefähigkeit der Spieler. Die Flut an Neuerungen hat diese klar überschritten. Und auch die Fans haben nicht mehr durchgeblickt.

Positiv: Einwurf- und Abstossregel führen zu mehr Netto-Spielzeit

Dennoch gibt es Neuheiten, die zu begrüssen sind. Aber die haben nichts mit dem VAR zu tun. Nämlich das radikale Vorgehen gegen das unsägliche Zeitspiel, indem der Ballbesitz nach einer gewissen Zeit wechselt. Die Nettospielzeit ist dadurch von 55 Minuten an der WM 2018 über 57 in Katar 2022 auf 58 Minuten angestiegen. Positiv!

Dann und wann erwische ich mich dabei, mir die Frage zu stellen, wie Kubi performt hätte, wenn es den VAR schon damals gegeben hätte. Nun, ich hätte den einen oder anderen Penalty kaum zugesprochen erhalten ... Der Romantiker in mir sagt: Es war schöner ohne das ganze VAR-Theater. Aber umgekehrt ist es natürlich nicht korrekt, wenn ein WM-Final durch ein Tor entschieden wird, das es gar nie gab.

Lob an die Super-League-Refs

Zurück ins Jahr 2026 und die Super League. In den ersten zwei Meisterschaftsrunden habe ich bei heiklen Situationen eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf VAR-Interventionen festgestellt. Die Refs wurden nicht bei jeder 60-zu-40-Prozent-Situationen an den Schirm gebeten. Weshalb in zwölf Spielen ein einziges Mal ein Entscheid nach Videostudium umgestossen wurde. Genau so soll es sein.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
3
9
9
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
3
8
7
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
3
2
7
4
FC Sion
FC Sion
3
2
6
5
FC Basel
FC Basel
3
2
6
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
3
1
5
7
Servette FC
Servette FC
3
-1
3
8
FC Zürich
FC Zürich
3
-5
3
9
FC Thun
FC Thun
3
-6
3
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
3
-4
1
11
FC Luzern
FC Luzern
3
-5
1
12
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FC Vaduz
3
-3
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