Darum gehts
Der Vertrag von Lewin Blum (25) mit YB läuft im Juni 2027 aus. Er ist rechter Aussenverteidiger aus Roggwil BE und hat die Junioren bei YB ab der U16 durchlaufen. Ein echter Berner Giu also.
Letzte Saison war er zu Charleroi in die im Vergleich zu unserer Super League klar stärkere Jupiler Pro League ausgeliehen, wo er sich mit fortlaufender Zeit immer besser in Szene zu setzen wusste. Dennoch verzichteten die Belgier darauf, die Kaufoption zu aktivieren.
Nun ist Blum zurück in Bern und der grosse Gewinner der ersten Spiele. Und dennoch werden sich die Wege von YB und Blum trennen. Weil YB sich die Dienste von Isaac Schmidt (26) sichern wollte, als der Nationalspieler auf dem Markt war. 1,5 Millionen bezahlte YB an Leeds United.
Wie Blum zum «Restposten» wurde
Man hatte Blum die Leistungen, die er bisher zeigte, nicht zugetraut. Da war viel Energetik, auch Frechheit und Mut. Vier Spiele, zwei Tore, zwei Assists. Defensiv war nicht alles perfekt, gerade gegen Vaduz, aber das ist es bei YB selten. Unter dem Strich stimmte es.
Nur ist das zu spät. Schmidt ist schon da. Und er wird nicht auf links spielen, was denkbar wäre. YB hat in der Medienmitteilung zu dessen Verpflichtung mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass der Ex-St.-Galler als Rechtsverteidiger kommt. Blum seinerseits darf den Anspruch haben, nicht die Nummer zwei zu sein. Und so wird er, sorry für den Ausdruck, zum Restposten.
Transferexperte sagt, Berner hätten gemauert
Weshalb der Spieler wegwill. Vorzugsweise ins Ausland. Es hat ihm gefallen in Charleroi und in Waterloo, wo er gewohnt hat. Es wird ihm gefallen, wenn es mit der US Lecce klappen sollte. Das Florenz des Südens ist eine wunderschöne Stadt. Aber es wartet dort Abstiegskampf, wenn es keine Sensation gibt. Den ersten Relegationsfight haben die Apulier zum Saisonstart in Venedig gewonnen. Laut dem süditalienischen Transferexperten Alfredo Pedullà soll Lecce eine erste Offerte gemacht haben, die von YB, so Pedullà, geblockt worden sei.
Doch wenn man sich die Ausgangslage vor Augen führt, steht ein Wechsel kurz bevor. Darian Males ist für rund eine halbe Million zu Widzew Lodz gewechselt. Auch er ist 25, auch er hatte eine Vertragsrestlaufzeit von einem halben Jahr. Weshalb eine ähnliche Preisdimension bei Blum anzunehmen ist. Es dürfte also kaum an ein paar Zehntausend mehr oder weniger scheitern.
Da überdies auch Klubs aus Belgien und Deutschland Interesse haben, wird der Auslandwechsel klappen.
Ein weiterer YB-Akteur will unbedingt weg
Und wenn wider Erwarten alle Stricke reissen sollten? Dann soll man eine Verlängerung in Bern in diesem völlig verrückten Business trotz allem nicht ausschliessen.
Und, ach ja: Auch Joël Monteiro will im Mercato-Endspurt in den grossen Ligen unbedingt weg. Mit 27 Jahren ist es für den Walliser wohl die letzte Möglichkeit auf einen «gescheiten» Auslandtransfer.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 4 | 10 | 10 | |
2 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
3 | FC Basel | 4 | 3 | 9 | |
4 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
5 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 4 | 0 | 5 | |
7 | FC Luzern | 4 | -4 | 4 | |
8 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | FC Zürich | 4 | -6 | 3 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 4 | -5 | 0 |
