Saidy Janko
Auf den Aussenverteidigerpositionen ist YB nach wie vor quantitativ überbesetzt. Rechts hat es für Janko deshalb keinen Platz mehr. Dem Zürcher zum Verhängnis wird auch seine Verletzungsanfälligkeit. Sein Vertrag läuft in einem Jahr aus. Geld gibts für einen 30-Jährigen nicht mehr. Die Berater sind seit Wochen auf der Suche nach einem neuen Klub für den gambischen Nationalspieler. Bislang erfolglos. Obwohl er gratis zu haben ist.
Lewin Blum
Ist Blum wirklich ein Restposten? Bisher tolle Leistungen: vier Skorerpunkte in vier Spielen. Und doch: Für das Eigengewächs hat es keinen Platz im Kader. Denn Isaac Schmidt ist die neue Nummer eins rechts hinten. Für ihn hat YB anderthalb Millionen ausgegeben. Die Zwei ist der talentierte Ryan Andrews, für den YB sogar drei Millionen bezahlt hat. Als Platzhalter bis Andrews nach seinem Kreuzbandriss wieder fit ist, also bis Anfang 2027, hat man eigens U21-Captain Benjamin Kabeya (25) seinen ersten Profivertrag gegeben. Blum und seine Berater kennen diese Pläne und suchen einen Abnehmer. Die Suche war zu Beginn sehr harzig. Jetzt gehts voran.
Rhodri Smith
Auf der linken Abwehrseite ist Rhodri Smith (19) überzählig hinter 2,5-Millionen-Mann Stefan Bukinac (20) und Supertalent Olivier Mambwa (17). YB glaubt nach wie vor an den gebürtigen Engländer, obwohl seine Ausleihe zu Winterthur kein durchschlagender Erfolg war. Sonst würde man ihn verkaufen. Allerdings hat man nach wie vor keinen geeigneten Klub für die nächste Leihe gefunden.
Kastriot Imeri
Imeri hat in den ersten beiden Spielen für YB überzeugt, doch gegen Lausanne musste er nach 37 Minuten verletzt raus. Was die Verkaufspläne auch nicht einfacher macht. Denn mit Imeri rechnet man in Bern nicht wirklich. Auch der Genfer tut das nicht. Zu viel Geschirr ist in seiner ersten YB-Zeit zerschlagen worden, als dass dies nochmals gut käme. Wie gut es kommen kann, wenn Freigeist Imeri befreit aufspielen kann, hat er in Thun gezeigt. Eine Lösung scheint nicht mehr fern.
Alain Virginius
Wer derart auf den Markt drängt wie der Franzose, der kriegt das Label Restposten irgendwann umgehängt. Kommt hinzu, dass YB noch einen Flügel verkaufen muss, damit es Sinn macht, Herba Guirassy, das 19-jährige Supertalent aus Nantes, zu holen. Was wohl demnächst passieren wird. Die YB-Wunschvorstellung für Virginius sind rund zehn Millionen. Das wird schwierig werden, ausser es geht auf die Insel. Das hat der Fall Paderborn aufgezeigt. Die Verhandlungen mit den Ostwestfalen waren bei rund sieben Millionen angelangt, was immer noch zu viel war, als sich der Bundesliga-Aufsteiger für Marvin Pieringer von Heidenheim entschied.
Philip Otele
Seinen Stammplatz beim FCB ist der Flügelspieler inzwischen los. Doch nicht nur aufgrund seiner ausbleibenden sportlichen Leistungen soll der Nigerianer unbedingt noch in diesem Sommer weg, sondern weil sich die Basler sein Gehalt eigentlich nicht leisten können. Als Edeljoker, der zudem zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, konnte Otele zuletzt aber keine Werbung für einen Transfer machen.
Djordje Jovanovic
Nach zwei Leihen in zwei Jahren will Basel den Serben gerne endgültig loswerden. Trotz der klaren Kommunikation ihm gegenüber verhält sich der Stürmer äusserst vorbildlich. Trainer Lichtsteiner lobte zuletzt den Trainingseinsatz von Jovanovic. Für den FCB wird er aufgrund der grossen Konkurrenz im Sturm wohl trotzdem nie mehr auflaufen.
Kevin Rüegg
Fünf Spiele, null Einsätze, dreimal überhaupt nicht im Kader. Dass Stephan Lichtsteiner dem Zürcher inzwischen sogar Innenverteidiger Nicolas Vouilloz auf der rechten Abwehrseite vorzieht, sagt vieles über Rüeggs Standing aus. Um jeden Preis muss der FCB ihn aber nicht loswerden. Schliesslich gehört Rüegg nicht zu den Top-Verdienern und besetzt als Schweizer auch keinen Ausländerplatz auf der Kontingentliste.
Alban Ajdini
Offensivspieler Ajdini passt nicht in die Pläne des neuen Lausanne-Trainers Luka Elsner. Während der Kosovare vergangene Saison in der Meisterschaft noch 28 Spiele für Lausanne bestritten hat, kommt er in der laufenden Spielzeit nur auf drei Kurzeinsätze. Deshalb will Ajdini den Verein verlassen. Sein Agent sucht aktiv nach einem neuen Verein für den 27-Jährigen, der im Sommer 2024 von Lausanne-Ouchy zu Lausanne-Sport wechselte.
Kevin Csoboth
Wurde berühmt, weil er an der EM 2024 Geschichte schrieb. Und den ungarischen Siegtreffer gegen Schottland erzielte. Vierzehn Minuten nach seiner Einwechslung, eine Minute vor Abpfiff. Wechselte für eine geschätzte Million zum FCSG, hat in seinen 43 Pflichtspielen für die Espen aber nur selten überzeugt. Wurde zwischenzeitlich zu Genclerbirligi nach Ankara ausgeliehen, hat aber auch dort keine Stricke zerrissen. Kommt in dieser Saison auf Null Einsatzminuten. Sportchef Roger Stilz hat seit seiner Ankunft im Januar 2024 sehr vieles richtig gemacht. Csoboth einen Vertrag bis Juni 2028 zu geben, gehört nicht dazu.
Ablie Jallow
Jocelyn Gourvennec plant ohne Ablie Jallow (27). Der Mittelfeldspieler aus Gambia soll Servette so schnell wie möglich verlassen. Seit Saisonbeginn stand er noch nie im Kader der Grenats. Jallow kam vergangenen Sommer aus Frankreich nach Genf und unterschrieb bis 2028. Ein Jahr später will Servette das Experiment vorzeitig wieder beenden.
Timothy Fayulu
Der FC Sion will Goalie Timothy Fayulu (27) nicht mehr. Der Schlussmann aus dem Kongo steht nicht einmal auf der Liste der drei einsatzfähigen Torhüter. Doch die Walliser wollen ihn nicht um jeden Preis gehen lassen. Luzern hat sich diesen Sommer erkundigt, doch die von Sion geforderte Ablösesumme in Höhe von mehreren hunderttausend Franken hat den FCL abgeschreckt. Sein Status als WM-Teilnehmer verleiht ihm in den Augen der Sion-Verantwortlichen einen gewissen Wert. Seine Zukunft liegt aber nicht im Wallis.
Altin Shala
Shala kam in der vergangenen Saison aus Delémont zu Sion und verletzte sich sofort. Er konnte seine Qualitäten nicht unter Beweis stellen, kein einziges Spiel absolvierte er für die erste Mannschaft. Jetzt will man ihn loswerden und sucht aktiv einen Abnehmer für den 23-jährigen Offensivspieler.
Dinis Rodrigues
Gleiches gilt für den portugiesischen Mittelstürmer Dinis Rodrigues (21), der aus Braga kam und hinter den Erwartungen zurückblieb. Nur für einen Kurzeinsatz im Sion-Dress reichte es. Im Frühjahr leihten die Walliser ihn an Penafiel aus, jetzt kehrte er im Sommer zurück. Doch Didier Tholot plant für die laufende Saison überhaupt nicht mit ihm.
Adrian Grbic
Zu Beginn der letzten Saison spielte Stürmer Adrian Grbic (30) beim FC Luzern noch eine wichtige Rolle. Fünf Tore gelangen ihm in der Vorrunde. Doch je länger die Saison dauerte, desto weniger Spielzeit gabs für den Österreicher. Und in der neuen Saison kam Grbic noch gar nicht zum Einsatz. Dies dürfte sich auch nicht so schnell ändern. Denn die Konkurrenz auf der Position ist gross. Oscar Kabwit, Sascha Meyer, der neue Wunderknabe Daniel Mikolajewski und auch Lars Villiger spielen vor Routinier Grbic.
Jorge Segura
Sein erstes Spiel für den FC Zürich war auch sein bestes, weil er da ein Tor schoss. Danach fiel Jorge Segura durch seine Kamikaze-Grätschen auf – und mit Blick auf seine Leistung ab. Acht Ligaspiele hat der Kolumbianer für den FCZ bestritten und es werden kaum mehr dazu kommen. Seit Januar wartet er auf sein nächstes Aufgebot. Dumm nur, dass der Innenverteidiger noch einen gut dotierten Vertrag bis 2028 hat. Die Zürcher hätten ihn noch so gerne von der Lohnliste.
Chris Kablan
Der Rechtsverteidiger wurde als «Mentalitätsspieler» angekündigt, als er im Januar aus Zypern kam als Wunschspieler von Ex-Trainer Dennis Hediger. Aber unter Marcel Koller spielt er bislang keine Rolle, obwohl der FCZ die Erfahrung eines 31-Jährigen durchaus brauchen könnte. Laut Koller ist der Weg zurück aufs Feld noch möglich, aber nur durch Leistungen im Training: «Es bringt nichts, bei mir im Büro zu sitzen und zu fragen: Warum spiele ich nicht?»
Ismajl Beka
Im Winter kam Ismajl Beka (26) als Hoffnungsträger für die GC-Defensive von Luzern nach Zürich. In seinem Debüt flog er dann aber sogleich vom Platz. Es sollte ein Vorgeschmack für die kommenden Monate sein. Der Kosovare absolvierte danach nur noch drei Ligaspiele für GC. In der neuen Saison stand er bisher nicht einmal im Kader.
Maximilian Ullmann
Unter seinem Landsmann Gerald Scheiblehner war Maximilian Ullmann (30) noch gesetzt und erzielte im Kampf gegen den Abstieg sogar drei wichtige Tore. In dieser Saison spielt der Österreicher bisher gar keine Rolle. Nicht einmal stand Ullmann im Kader der Hoppers.
Yannick Bettkober
Erst letztes Jahr verlängerte Yannick Bettkober (21) seinen Vertrag bei GC bis 2028. Und das Eigengewächs erhielt seine Chance auch schon in der Super League, wirkte dabei aber nicht immer sattelfest. Und so kommt er jetzt mehrheitlich in der U21 der Hoppers in der 1. Liga Classic zum Einsatz. Sein letztes Super-League-Spiel absolvierte der Verteidiger im Januar 2026. Auch wenn Bettkober zuletzt im Cup immerhin 90 Minuten ran durfte, scheint er auch unter Peter Zeidler keine grosse Rolle zu spielen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 4 | 10 | 10 | |
2 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
3 | FC Basel | 4 | 3 | 9 | |
4 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
5 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 4 | 0 | 5 | |
7 | FC Luzern | 4 | -4 | 4 | |
8 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | FC Zürich | 4 | -6 | 3 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 4 | -5 | 0 |









