Auch Yann Sommer zieht es in den Norden
Darum liegt Belgiens Liga für Schweizer Profis so im Trend

Mit Yann Sommer wechselt schon wieder ein Schweizer in die belgische Liga. Dafür gibt es gute Gründe. Vor allem einer hat vorgemacht, dass sich dieser Schritt lohnen kann.
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Neben Yann Sommer wechselten in jüngster Vergangenheit viele Schweizer Talente in die belgische Liga.
Foto: SC Brügge

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Yann Sommer (37) wechselt zu Brügge und unterschreibt einen Dreijahresvertrag in Belgien
  • Seit 2024 wechselten fünf Schweizer in die Jupiler Pro League
  • 28 Schweizer spielten bisher in Belgiens höchster Liga, der erste wechselte 1976 dorthin
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Petar DjordjevicRedaktor Sport

Das Transferfenster zwischen den Saisons ist zur Spezialdisziplin des FC Brügge geworden. Wie kaum ein anderer Klub versteht es der 20-fache belgische Meister, sich immer wieder auf dem Markt qualitativ zu verstärken oder Kaderlücken zu schliessen.

So eine Lücke hatte Brügge seit einigen Wochen auf der Torhüter-Position. Mit Simon Mignolet (38) hat sich eine Keeper-Ikone des Landes nach zuletzt sieben Jahren bei den Blau-Schwarzen in den Ruhestand verabschiedet. Seit Dienstagmorgen ist klar: Ex-Nati-Goalie Yann Sommer (37) wird sein Nachfolger. In Brügge hat er einen Dreijahresvertrag unterzeichnet.

Der amtierende Meister hat damit mal wieder einen Schweizer verpflichtet. Neben Sommer zieht es in dieser Transferperiode auch die Jungtalente Andrej Vasovic (18, FC Luzern) und Cheveyo Tsawa (19, FC Zürich) aus der Super League in das «Venedig des Nordens».

Die Route in den Norden boomt

Schweizer Wechsel in die Jupiler Pro League, wie die oberste belgische Spielklasse heisst, haben Hochkonjunktur. Yann Sommer ist bereits der 28. Schweizer Profi, der in Belgien spielen wird. Der erste war Konrad Holenstein (77): Der ehemalige Stürmer, der unter anderem bei Lugano und GC spielte, wechselte 1976 an die Nordsee nach Brügge. 

Besonders in den letzten zwei Jahren boomte die Route hoch in den Norden. Seit 2024 haben vor dem jüngsten Brügge-Trio um Sommer mit Ardon Jashari (23), Marc Giger (22), Lewin Blum (24), Roggerio Nyakossi (22) und Gabriel Barès (25) noch fünf weitere Schweizer diesen Karriereschritt gewagt.

Ardon Jashari als Idealfall

Die Super League, und dort allen voran der FC Luzern, ist zum Zulieferer für die Jupiler Pro League geworden. Und das hat Gründe: In den letzten Jahren hat sich die belgische Liga zur Talentschmiede und vor allem zum Sprungbrett für die Topdestinationen Europas gemausert. Da hilft es auch, dass die Liga in der Fünf-Jahres-Wertung der Uefa hinter Premier League, La Liga, Serie A, Bundesliga, Ligue 1 und der portugiesischen Liga bereits auf Rang sieben auftaucht.

Ein Teilnehmer – in diesem Jahr Brügge – ist damit in der Königsklasse bereits gesetzt. Mit Union Saint-Gilloise könnte noch ein weiterer dazukommen. So ein Schaufenster ist verlockend. Sowohl Ardon Jashari als auch Marc Giger konnten bei ihren Teams bereits ein erstes Mal Champions-League-Luft schnuppern. Jashari wechselte später für rund 40 Millionen Euro weiter zu Milan.

Dimensionen, mit denen die Super League derzeit nicht mithalten kann. Der amtierende Meister Thun startet in diesem Jahr in der zweiten Quali-Runde für die Champions League und hat gleich mehrere Brocken vor sich.

«Neues Kapitel» für Yann Sommer

Mit seinem Wechsel von Inter Mailand nach Brügge führt Yann Sommer nun zwar die neue «Schweizer Tradition» in der belgischen Liga fort. Ein Sprungbrett braucht der frischgebackene italienische Double-Sieger aber nicht mehr. Für ihn geht es nochmals darum, ein «neues Kapitel» aufzumachen, wie es in der Verkündung des Transfers heisst.

Und vielleicht gibt Sommer ja eine weitere Visitenkarte für den Schweizer Fussball in Belgien ab. Sie würde wohl den Weg für noch mehr Talente ebnen, die den Abstecher in die Jupiler Pro League versuchen wollen.

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FC Zürich
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Grasshopper Club Zürich
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FC Lausanne-Sport
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Servette FC
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