Darum gehts
Alessandro Vogt wechselt im Sommer wie von Blick angekündigt zur TSG Hoffenheim. Für läppische 2,5 Millionen Franken. Kommende Woche wird der Deal offiziell. Was den Stürmer zu einem der grössten Schnäppchen der Super-League-Geschichte macht. Zeit für eine Chronologie der Ereignisse.
Juni 2025: Challenge-League-Klubs nicht überzeugt
Alessandro Vogt, der in der Saison zuvor 13 Tore für die St. Galler U21 in der 1. Liga geschossen hat, absolviert die Vorbereitung mit der ersten Mannschaft der Espen. Und er hört ein erstes Mal vom Interesse aus Hoffenheim. Zwar hat Vogt zu jenem Zeitpunkt erst vier Profi-Minuten absolviert, aber das Profil des bulligen Stürmers gefällt den bestens informierten Scouts aus dem Kraichgau. Gleichzeitig gibts laut Blick-Infos Challenge-League-Vereine, die nicht restlos von den Qualitäten des Stürmers überzeugt sind.
Juli 2025: Profi-Vertrag für Vogt
Vier Tage vor dem ersten Saisonspiel gibt der FCSG bekannt, dass Vogt einen Profi-Vertrag bis Juni 2029 unterschrieben hat. Zum Saisonstart gegen den FCB steht der Mann aus Wohlen AG in der Startelf und kann beim 2:1-Sieg überzeugen. Die TSG will den nach Alessandro Del Piero benannten Angreifer sofort verpflichten. Doch für Alessandro Vogt ist klar, dass er sich erst in der Super League beweisen und mindestens eine Saison lang im Kybunpark spielen will.
Herbst 2025: Stilz will Vertrag anpassen
Espen-Sportchef Roger Stilz kommt auf Vogt zu und will den bis 2029 laufenden Vertrag mit seinem Sturm-Juwel anpassen. Heisst: mehr Lohn für Vogt, dafür soll die 2,5-Millionen-Klausel weg. Weil Hoffenheim aber seit Monaten um den Angreifer buhlt, zeichnet sich schon damals ab, wohin der Weg des Stürmers führen wird. Der Vertrag wird deshalb nicht angepasst. Und die Ostschweizer gucken in die Röhre, weil Vogt mittlerweile 8 bis 10 Millionen Franken wert ist. Es gehen ihnen als zwischen 5,5 und 7,5 Millionen durch die Lappen. Kein Pappenstiel.
Januar 2026: zig Interessenten für Vogt
Mehrere Vereine aus allen fünf Top-Ligen sind an Vogt interessiert. Weil ein solcher Transfer dank der geringen Ablösesumme ein risikoarmes Schnäppchen darstellt und beispielsweise Premier-League-Klubs eine solche Summe aus der Portokasse bezahlen. Auch Vereine aus der Super League sind an Vogt interessiert, doch sein Umfeld macht von Anfang an klar, dass die Zukunft im Kraichgau liegt.
März 2026: Deal vor dem Abschluss
Der Deal mit Hoffenheim ist auf der Zielgeraden. Kommende Woche soll er offiziell verkündet werden. Die Rede ist von einem Fünfjahresvertrag, auch wenn die TSG keine Angaben zu Vertragsinhalten macht.
Dasselbe gilt für den FC St. Gallen. Matthias Hüppi wollte die Ausstiegsklausel im Blick-Interview nicht kommentieren. Stattdessen riet er Vogt von einem sofortigen Wechsel in die Bundesliga ab: «Mehr Geduld würde dem Fussball generell guttun. Aber wer hat schon Geduld in diesem Geschäft, in dem sich so vieles immer nach Momentaufnahmen richtet? Ich bin aber sicher, dass uns Alessandro in den kommenden Wochen noch viel Freude bereiten wird, und wünsche ihm so oder so das Allerbeste für die Zukunft.»
Die liegt 335 Kilometer von St. Gallen entfernt, in Sinsheim. Dort wird er nach Eren Derdiyok, Steven Zuber, Pirmin Schwegler, Fabian Schär, Gregor Kobel, Leon Avdullahu und Albian Hajdari der achte Schweizer sein, der das Trikot der TSG 1899 trägt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 28 | 12 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
6 | FC Sion | 28 | 8 | 41 | |
7 | FC Luzern | 28 | 1 | 33 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | FC Zürich | 28 | -15 | 31 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |



