So schlagen wir die Bosnier
Vier Punkte, wie die Nati noch in WM-Form kommt

Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Katar braucht die Nati heute Donnerstag gegen Bosnien & Herzegowina eine klare Steigerung. Blick sagt, was geschehen muss, damit die Nati doch noch in WM-Form kommt.
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Nach dem blamablen Auftakt gegen Katar (1:1) steht die Nati am Donnerstag im zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien & Herzegowina bereits unter Zugzwang. Gewinnt sie nicht, kommt es zum Abschluss der Gruppenphase gegen Kanada zu einem Alles-oder-Nichts-Spiel, siegt sie, hat sie den Platz in der K.o.-Phase praktisch auf sicher. Damit Murat Yakin und Co. doch noch in WM-Form kommen, müssen sie sich auf diese Dinge zurückbesinnen, die sie in der Vergangenheit erfolgreich gemacht haben.

Defensive Stabilität

Sie war der Grundstein für die starke EM 2024 in Deutschland und für die souveräne Quali für die WM in Nordamerika – völlig unabhängig vom System. Der Beweis: zwei Gegentore in sechs WM-Quali-Spielen. In diesem Jahr ist die Nati-Abwehr aber kein Réduit mehr: Nur im März in Oslo beim Testkick gegen Haaland und Co. stand die Null. Und gegen Katar zeigte sich auch die Hybrid-Version zwischen Dreier- und Vierkette mit Zakaria als Rechtsverteidiger zu fehleranfällig. Gegen Dzeko und Co. sind solche Nachlässigkeiten verboten.

1/6
Damit die WM ein Erfolg wird, muss die Nati wieder zu einer Einheit auf dem Platz werden.
Foto: TOTO MARTI

Letzte Konsequenz im Abschluss

In einem Punkt waren sich nach dem 1:1 gegen Katar alle einig: Die Effizienz im Abschluss war mangelhaft. Dies liegt aber nicht an der fehlenden Qualität, sondern an der Überzeugung. Denn Effizienz im Abschluss kann diese Mannschaft, das hat sie in der WM-Quali bewiesen, als sie zu Hause sowohl gegen Kosovo als auch Slowenien bereits zur Pause 4:0 führte – auch dank effizienten Standards. Breel Embolo durchläuft die beste Phase seiner Nati-Karriere und schoss in den letzten 13 Spielen zehn Tore. Auch Dan Ndoye hatte bis zum Katar-Spiel einen guten Lauf (vier Tore in fünf Spielen).

Yakins Intuition

Vor zwei Jahren überraschte Yakin alle, als er im EM-Startspiel gegen Ungarn Michel Aebischer und Kwadwo Duah brachte und damit auch den gegnerischen Coach schachmatt setzte. Es war der Startschuss zur erfolgreichen EM, die erst im Penaltyschiessen gegen England endete. Yakin wurde in seiner Karriere als Trainer oft als Gambler bezeichnet, er selbst bevorzugt den Begriff Taktikfuchs. Zum Auftakt gegen Katar war er aber weder noch. Bei der Startelf ging er kein Risiko ein und setzte auf die geballte Ladung Erfahrung von mehr als 800 Länderspielen. Und auch bei den Wechseln liess ihn seine Intuition im Stich. Warum er die beiden Routiniers Rodriguez und Freuler in der 89. Minute beim Stand von 0:1 vom Platz nahm, bleibt sein Geheimnis.

Einheit auf dem Platz

Norwegen hat einen Erling Haaland, Frankreich einen Kylian Mbappé, Argentinien einen Lionel Messi. Und die Nati? Sie hat das Kollektiv. «Wir haben keinen grossen Namen, wir haben keinen Star in der Mannschaft, wir sind eine Einheit», sagte Captain Granit Xhaka (33) bereits vor dem WM-Auftakt gegen Katar. «Wenn die nicht funktioniert, dann wirds ganz schwierig. Wenn die funktioniert, wird es ganz schwierig für den Gegner.» Die Nati hat in der Vergangenheit genug bewiesen, dass sie als Kollektiv Grenzen verschieben kann. Die Qualifikation für die K.o.-Phase an sechs Endrunden in Folge ist kein Zufall.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
1
0
1
2
Kanada
Kanada
1
0
1
3
Katar
Katar
1
0
1
4
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
-2
0
4
Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
1
4
Usbekistan
Usbekistan
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
1
1
3
3
Panama
Panama
1
-1
0
4
Kroatien
Kroatien
1
-2
0
K.o.-Phase
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