«Die Schweiz ist eine grossartige Mannschaft»
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Petkovic über sein Ex-Team:«Die Schweiz ist eine grossartige Mannschaft»

Oft unverstanden, aber erfolgreich
Die Nati darf auch dank Petkovic vom grossen WM-Wurf träumen

Algeriens Nationaltrainer Vladimir Petkovic prägte den Schweizer Fussball. Der Tessiner sorgte für einen Kulturwandel und legte die Basis dafür, dass die Nati in Nordamerika vom ganz grossen Wurf träumen darf.
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Vladimir Petkovic und Granit Xhaka, den er zum Chefstrategen der Nati machte.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Für die Schweiz soll es bei der WM in Nordamerika mindestens der Viertelfinal sein
  • Ex-Nati-Trainer Vladimir Petkovic prägte das Team mit taktischer Exzellenz
  • Petkovic holte 1,79 Punkte pro Spiel und gewann historische K.o.-Spiele

Die Nati träumt in Nordamerika von der erfolgreichsten WM aller Zeiten. Konkret: Mindestens der Viertelfinal soll es sein. Mit Algerien und im Falle eines Sieges im Achtelfinal mit Kolumbien oder Ghana sind die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, zumindest nicht kleiner geworden. 

Dass die Schweiz bei der siebten Qualifikation für eine K.o.-Runde in Folge vom grossen Coup träumen kann, hat auch viel mit dem Trainer des nächsten Gegners zu tun: Vladimir Petkovic (62). Der in Sarajevo aufgewachsene schweizerisch-kroatische Doppelbürger hat den Schweizer Fussball in seiner siebenjährigen Amtszeit geprägt wie kaum ein anderer.

Denn Petkovic ist der erfolgreichste Coach der SFV-Geschichte. Keiner hat mehr Punkte geholt als er (1,79), keiner hatte es zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg geschafft, mit der Nati an einer Endrunde ein K.o.-Spiel zu gewinnen. Der «Jahrhundert-Sieg» im EM-Achtelfinal gegen Frankreich 2021 in Bukarest ist der grösste der Geschichte. Die Zahlen sind aber nur das eine, die Art und Weise, wie Petkovics Handschrift die Spielweise dieser Nati bis heute geprägt hat, das andere.

Taktisch herausragend

Denn auch als Nati-Coach war Petkovic, der zuvor Bellinzona, YB und Lazio Rom trainierte, ein Klubtrainer, auch wenn er in den Zusammenzügen nur wenig Zeit hatte, mit dem Team zu arbeiten. Er richtete sich wenig nach dem Gegner, sondern vertraute auf die Qualitäten seiner Spieler und sorgte damit für einen Mentalitätswandel in der Nati. Diese trat immer selbstbewusster und dominanter auf, auch gegen höher eingestufte Teams wie Frankreich, Belgien oder Deutschland. Er forderte die Spieler mit Spielformen, die ihre gedankliche Fitness förderten und die es relativ bald möglich machten, dass die Schweiz sehr flexibel agieren konnte. Systemwechsel während des Spiels, mehrere taktische Varianten offensiv wie defensiv. Für Petkovic war nicht hauptsächlich entscheidend, wer spielt, sondern wie sein Team spielt.

Dabei erwischte Petkovic als Nati-Trainer einen Holperstart: 2014 trat er in die grossen Fussstapfen des Welttrainers Ottmar Hitzfeld. Und nach zwei Pleiten zum Auftakt der EM-Quali stand er bereits ein erstes Mal unter Druck. Zum Gamechanger wurde das Heimspiel im Herbst 2015 gegen Slowenien, als die Joker Josip Drmic und Valentin Stocker in der Schlussphase aus einem 0:2 noch ein 3:2 machten. Auch beim historischen Erfolg gegen Frankreich war Petkovics Händchen matchentscheidend. Mit Kevin Mbabu, Christian Fassnacht und vor allem Mario Gavranovic sorgten drei Joker für die Wende.

Petkovics taktisches Verständnis war herausragend, weshalb die Spieler ihm folgten. Allen voran Granit Xhaka, den Petkovic zum Chefstrategen im Mittelfeld machte (und später auch zum Captain), als er im Frühjahr vor der EM 2016 den damaligen Captain Gökhan Inler rasierte. Als Petkovic im Sommer 2021 den SFV verliess, sagte Xhaka: «Wie auch immer die Schlagzeilen waren, Vlado stand hinter uns. Wir haben uns auch ausserhalb der Zusammenzüge oft ausgetauscht, diskutierten gute und weniger schöne Dinge, lachten zusammen. Unsere Beziehung war ganz besonders.»

Schwieriges Verhältnis zu den Medien

So sehr Petkovic von den Spielern geschätzt wurde, sein Verhältnis zu den Medien war ein gespaltenes. In der Öffentlichkeit wirkte der Tessiner oft unnahbar, argwöhnisch und misstrauisch. Er fühlte sich und seine Arbeit zu wenig wertgeschätzt. Ein Handicap war dabei, dass er sich verpflichtet fühlte, Deutsch zu sprechen, obwohl er sich auf Italienisch viel besser ausdrücken konnte. Er konnte sehr stur sein, was ein Vor-, aber auch ein Nachteil sein konnte.

Petkovic hat aber auch eine andere, humorvolle und soziale Seite. Langjährige Wegbegleiter sprechen von einem «ganz feinen, leicht sarkastischen Humor» und «furztrockenen Witzen», wenn sich der Tessiner in einer Runde wohlfühlte. Er brachte die Leute zum Lachen und schaute stets dafür, dass auch der Teamspirit gefördert wurde – mit Ausflügen oder freien Nachtessen nach dem Erreichen von K.o.-Runden.

Dem Familienmenschen Petkovic waren auch Kinder sehr wichtig. Praktisch vor jedem Nati-Heimspiel erlaubte er einzelnen Spielern, vor Beginn eines offiziellen Trainings früher im Stadion zu sein, um Wünsche von Kindern zu erfüllen, die gesundheitliche, körperliche oder geistige Handicaps hatten. Ein Goalie-Training mit Yann Sommer oder ein Freistoss-Training mit Xherdan Shaqiri. Und gelegentlich nahm sich der frühere Sozialarbeiter selbst nach einem langen Interview-Marathon alle Zeit der Welt, um Autogrammwünsche von Kindern zu erfüllen.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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