Public Viewing eskaliert nach Vargas-Treffer
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Jubel in der Winti-Arena:Public Viewing eskaliert nach Vargas-Treffer

«Es gab auch viel Kritik»
Die Nati sieht sich noch nicht am Ende ihrer Reise

Die Nati spielt in den USA und Kanada die erfolgreichste WM der Geschichte. Doch der Hunger ist noch nicht gestillt. Geht es nach den Protagonisten, kann und will die Nati noch mehr.
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Remo Freuler jubelt über den Einzug in den WM-Viertelfinal.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Nati erreicht erstmals seit 1954 den WM-Viertelfinal in Vancouver
  • Breel Embolo und junge Spieler prägen den Erfolg mit Leistung und Reife
  • Schweiz besiegte Kolumbien im Penalty-Thriller nach 38 Tagen Turnier

Die Pflicht in der Vorrunde souverän, aber mit wenig Glanz erfüllt. Die Kür in den ersten zwei K.-o.-Runden mit Klasse, Effizienz und dem Glück des Tüchtigen gemeistert. Die Nati hat ihr grosses Ziel erreicht und die erfolgreichste WM der Geschichte gespielt. Der Fluch der WM-Achtelfinals ist endlich gebrochen.

Doch was folgt jetzt noch? Was bringt die Zugabe? «Wir haben Worten Taten folgen lassen», sagt Murat Yakin nach dem ersten Viertelfinal-Einzug seit der Heim-WM 1954 zu Recht. Aber: «Die Reise ist noch nicht zu Ende. Wenn man sieht, mit welcher Reife und welcher Geduld diese Mannschaft spielt, dann ist vieles möglich.» 

So überschwänglich der Jubel der Nati nach dem entscheidenden Penalty von Rubén Vargas am frühen Mittwochmorgen kurz vor 1 Uhr Schweizer Zeit auf dem Feld gewesen ist, so wird den Protagonisten auch in der Stunde des grössten Triumphs der SFV-Geschichte klar: Der Penalty-Thriller gegen Kolumbien soll nicht das letzte Kapitel an dieser WM gewesen sein.

Embolo als Sinnbild

Diese Nati will mehr. Und: Diese Nati kann (noch) mehr. Stellvertretend dafür steht Breel Embolo, der sagt: «Wir haben uns in der Garderobe gefreut. Aber es gab auch viel Kritik. Wir wissen, dass wir mehr können und auch mehr zeigen wollen.» Die Kritik zielt auch auf ihn ab, den «Goldjungen» und Liebling der Nati-Fans, der mit seinem spitzbübischen Lachen alle einnehmen kann und der wie kein anderer für die Schwankungen dieser Nati an dieser WM steht.

Embolos Esta-Gate steht am Anfang dieser Reise ins Ungewisse, die mittlerweile schon 38 Tage dauert. 72 Stunden verspätet trifft er im Basecamp in San Diego ein. Auf dem Feld sind die Leistungen des Rennes-Stürmers, der aufgrund seiner Physis für Murat Yakin «unersetzlich» geworden ist, ein stetiges Auf und Ab.

Gegen Katar (1:1) zeigt er eine gute erste Halbzeit inklusive dem verwandelten Penalty zum 1:0. Gegen Bosnien (4:1) ist Embolo lange nicht zu sehen, ehe er eine Rote Karte herausholt und ein Tor auflegt. Auch gegen Kanada (2:1) glänzt er als Vorbereiter. Und gegen Algerien (2:0) wird sein 1:0 zum Dosenöffner. Gegen Kolumbien sieht er hingegen nicht viel Land, ist am Ende aber einer der Ersten, die dem jubelnden Vargas in die Arme fallen.

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Freuler: «Die Jungen haben unser Spiel verändert»

Wenn man Remo Freuler nach dem Kolumbien-Triumph zuhört, könnte man meinen, es sei gerade ein Testspiel zu Ende gegangen. Nüchtern analysiert er den Sieg, die Mitspieler und den kommenden Gegner Argentinien, gepaart mit ein paar Fussballer-Phrasen. «Wie kannst du so ruhig sein? Du hast gerade Geschichte geschrieben», fragt ihn Blick. Freuler lacht lautstark. «Es sind einfach so viele Emotionen, die seit dem Schlusspfiff zusammenkommen.» Es sei wirklich, wirklich schön. Und nicht alltäglich. «Aber es geht ja noch weiter, wir sind nicht fertig, das hemmt vielleicht etwas die Euphorie.»

Die Aussagen des Mittelfeldmotors mit 93 Länderspielen sind exemplarisch für die Stimmung nach der Viertelfinal-Quali. Als sich die Nati 2021 in Rumäniens Hauptstadt Bukarest erstmals für einen EM-Viertelfinal qualifiziert hatte, war die Feier ausgelassener, der Druckabfall grösser. Fünf Jahre später im kanadischen Vancouver wirkt es, als hätte man zwar Geschichte geschrieben, aber erst das Mindestziel erreicht. Das Motto lautet nicht: «Alles, was jetzt kommt, ist ein schöner Bonus», sondern: «Jetzt erst recht.»

«Jeder, der diese Mannschaft kennt, weiss, dass wir uns damit nicht zufriedengeben», sagt Freuler. «Wir spielen jedes Spiel, um es zu gewinnen. Der Job bis jetzt war gut, aber noch nicht fertig.» Ein neues Selbstverständnis und die Erkenntnis, dass die ein Jahrzehnt lang bejubelte goldene Generation jetzt noch besser geworden ist.

«Das entscheiden andere Leute», antwortet Freuler auf die Frage, was die beste Nati aller Zeiten ausmache. Ergänzt dann aber: «Das Fundament dieser Mannschaft spielt seit Jahren zusammen. In den letzten ein, zwei Jahren sind nochmals sehr gute Junge dazugekommen, die sehr viel Druck gemacht haben, Geschwindigkeit auf den Platz bringen und unser Spiel verändert haben. Das hat uns sehr gutgetan.»

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Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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