«Ich sehe bei Argentinien keine Mannschaft auf dem Platz»
3:10
Dzemaili über Nati-Gegner:«Ich sehe bei Argentinien keine Mannschaft auf dem Platz»

Blick-Experte Dzemaili ist sich sicher
«Argentinien ist schlagbar»

Die Schweizer Nati erreicht sensationell den WM-Viertelfinal! Im Blick-Podcast «FORZA!» sprechen Blerim Dzemaili und Tobias Wedermann über den Sieg gegen Kolumbien und die Chancen gegen Argentinien mit Superstar Lionel Messi.
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Blerim Dzemaili ist überglücklich für die Nati.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweiz erreicht erstmals seit 1954 den WM-Viertelfinal, Gegner Argentinien wartet
  • Blerim Dzemaili sieht Argentinien nur knapp favorisiert, Chancen bei 55:45
  • Schweiz seit 10 grossen Turnierspielen unbesiegt, letzte Niederlage 2022 gegen Portugal
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Nati hat Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit 1954 steht die Schweiz in einem WM-Viertelfinal. Entsprechend gross ist gerade die Euphorie. Die Stimmung könnte nicht besser sein. Auch in der neuesten Podcastfolge «FORZA!», in der Blick-Fussballexperte Blerim Dzemaili (40) und Fussballchef Tobias Wedermann den jüngsten Auftritt und den nächsten Gegner der Schweiz analysieren.

Dzemaili über den Viertelfinal-Einzug

Die FCZ-Legende kann die internationale Kritik am Achtelfinal zwischen der Schweiz und Kolumbien durchaus nachvollziehen. «Es war definitiv nicht das beste Spiel des Turniers», sagt Dzemaili. Die Verantwortung dafür sieht er allerdings vor allem bei den Südamerikanern. «Sie haben das Tempo bewusst sehr tief gehalten und wollten, dass der Rhythmus immer unterbrochen wird.»

Am Ende spiele das jedoch keine Rolle. «Unsere Nati ist weitergekommen. Das ist das Einzige, was zählt. Wir stehen im Viertelfinal.» Zur Feier des Tages hätte Dzemaili den Erfolg am liebsten gleich mit Wedermann gefeiert. «Ich frage mich nur: Warum haben wir heute weder Bier noch Donuts hier?», sagt er lachend. Hoffentlich bietet sich am Sonntag die nächste Gelegenheit zum Anstossen.

Dzemaili über Penaltyheld Gregor Kobel

«Gregor Kobel ist für mich verdientermassen zum Mann des Spiels gewählt worden», meint Dzemaili. Ganz ohne Kritik kommt der Nati-Goalie bei ihm dennoch nicht davon. «Wenn man das Spiel von A bis Z analysiert, dann waren da schon weniger gute Dinge dabei. Ich fand ihn in ein, zwei Situationen etwas unsicher.» Dzemaili denkt dabei an einen gefährlichen Weitschuss sowie an eine Szene in der zweiten Halbzeit. Letztlich könne man das aber ad acta legen. «Am Ende zählt, dass du zu null spielst. Und er hat einen Penalty gehalten. So ist er einer von denen, der Geschichte geschrieben hat. Das ist, was bleibt.»

Dzemaili über Viertelfinal-Gegner Argentinien

«Ich bin überzeugt, dass Argentinien schlagbar ist», sagt Dzemaili. Gründe dafür sieht er einige. «Wenn Ägypten bis zur 85. Minute 2:0 gegen Argentinien führen kann, dann können wir das auch.» Für ihn liegt der entscheidende Unterschied in der Geschlossenheit. «Bei Argentinien sehe ich im Moment keine richtige Mannschaft auf dem Platz. Sie haben viele herausragende Einzelspieler. Wir hingegen sind eine echte Mannschaft.»

Zudem sieht der Ex-Nati-Spieler die Schweiz deutlich gereifter und kompakter als noch vor einigen Jahren. Nicht nur, weil sie aus den letzten zehn EM- und WM-Spielen über 90 Minuten kein einziges verloren hat. «Diese Mannschaft will mehr. Davon bin ich hundertprozentig überzeugt. Wenn wir wieder so diszipliniert, seriös und taktisch intelligent auftreten wie bisher, werden wir Argentinien ganz sicher in Bedrängnis bringen.»

Die Favoritenrolle gibt Dzemaili den Südamerikanern dennoch – wenn auch nur knapp. «Für mich stehen die Chancen bei 55:45 für Argentinien. Mit Messi haben sie wahrscheinlich den besten Spieler aller Zeiten im Kader. Aber der Unterschied ist längst nicht mehr so gross wie noch 2014.»

Damals scheiterte die Schweiz im Achtelfinal nach einem heroischen Kampf an Argentinien. Dzemaili hatte in der Nachspielzeit den Ausgleich auf dem Fuss, traf aber nur den Pfosten. «In diesen Tagen darf ich nicht über meinen Pfostenschuss von damals reden», scherzt er.

Die letzte Niederlage nach 90 Minuten an einem grossen Turnier war gegen Portugal an der WM 2022. Das zeigt, welchen Schritt wir gemacht haben.

Dzemaili zur möglichen Aufstellung gegen Argentinien

Einiges wird davon abhängen, ob Johan Manzambi rechtzeitig für den Viertelfinal fit wird. Doch unabhängig davon rechnet Dzemaili mit Anpassungen in der Startelf. «So wie Murat Yakin gegen Kolumbien begonnen hat, wird es wohl nicht mehr aussehen – auch weil diese Variante nicht funktioniert hat.»

Besonders im Fokus steht für ihn Ardon Jashari. «Er hat nie richtig ins Spiel gefunden. Es war aber auch nicht seine ideale Position. Das muss man berücksichtigen.» Wer dagegen ein positives Zeichen gesetzt habe, seien die Einwechselspieler Ruben Vargas und Djibril Sow – aber auch Fabian Rieder. «Er war für mich bislang eine etwas unglückliche Personalie an diesem Turnier. Gegen Kolumbien hat er aber gezeigt, was er kann. Sobald er ins Zentrum gerückt ist, wurde er deutlich stärker. Er hat viel gearbeitet und seine Qualitäten eingebracht.» Für Dzemaili ist deshalb klar: Sollte Manzambi erneut ausfallen, dürfte Rieder wieder eine wichtige Rolle übernehmen.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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