«Wir dürfen uns nicht provozieren lassen»
1:30
Ähnlich mühsam wie Paraguay?«Wir dürfen uns nicht provozieren lassen»

Die bisherigen WM-Achtelfinals der Nati
Pleiten, Pech und Pannen – und ein Drama

WM-Achtelfinals waren bislang nie das Ding der Nati. Fünfmal hiess die Runde der besten 16 seit dem Zweiten Weltkrieg Endstation. Selten war Pech, meistens viel Unvermögen dabei. Ein kurzer Rückblick auf die fünf Achtelfinals, die alle ihre eigene Geschichte schrieben.
Kommentieren
1/8
WM-Achtelfinals waren für die Nati seit dem Zweiten Weltkrieg eine unüberwindbare Hürde.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Nati erlebt bittere WM-Niederlagen, zuletzt 2022 gegen Portugal 1:6
  • 2022: Virusgeschwächte Mannschaft verliert nach Serbien-Sieg, Yakin in Kritik
  • 50'000 Fans 2006 in Dortmund, aber Penalty-Debakel gegen Ukraine in Köln
RMS_Portrait_AUTOR_1052.JPG
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

WM 1994, 0:3 gegen Spanien in Washington

Es ist die erste WM in den USA. Und nach 28 Jahren nimmt auch die Nati erstmals wieder an einer Endrunde teil. Dank des Freistosstors von Georges Bregy gegen die USA (1:1) und der Gala gegen das mit Weltstars gespickte Rumänien (4:1) zieht das Hodgson-Team frühzeitig in die K.o.-Runde ein, sodass man sich gegen Kolumbien eine Niederlage leisten kann. Ohne den an der Zehe verletzten Alain Sutter geht die Nati im Achtelfinal gegen Spanien aber unter – auch, weil Thomas Bickel in der Startphase seine Grosschance nicht verwertet. «Auch Jahre später wurde ich immer wieder darauf angesprochen», so Bickel im Rückblick. «Aber wahrscheinlich hat bei uns der absolute Wille und Hunger etwas gefehlt.»

WM 2006, 0:0 n.V. gegen die Ukraine, 0:3 nach Penaltys in Köln

Die WM in Deutschland lässt auch bei uns niemand kalt. 50'000 Fans sind in Dortmund, als die Nati mit dem 2:0 gegen Togo den Grundstein für den Einzug als Gruppensieger in den Achtelfinal legt. Doch in Köln gegen die Ukraine folgt die grosse Ernüchterung. Für viele neutrale Beobachter ist es das schwächste Spiel an dieser WM, nach quälenden 120 Minuten gehts ins Penaltyschiessen. Das Unheil nimmt aber schon kurz zuvor seinen Lauf, als Köbi Kuhn den besten Penaltyschützen Alex Frei in der 117. Minute auswechselt. Aus elf Metern versagen den Schweizern die Nerven. Marco Strellers Zungenschlag geht in die Geschichte ein, auch Tranquillo Barnetta und Ricardo Cabanas verschiessen. Da nützt auch Pascal Zuberbühlers Penalty-Parade gegen Andrej Schewtschenko nichts. Die Nati fährt nach Hause – ohne ein Tor kassiert zu haben.

WM 2014, 0:1 n.V. gegen Argentinien in São Paulo

Es ist bis heute der beste Auftritt einer Nati an einer WM. Die Schweiz liefert dem von Lionel Messi angeführten haushohen Favoriten Argentinien einen heroischen Abnützungskampf. Granit Xhaka und Josip Drmic verpassen die Schweizer Führung in der regulären Spielzeit. In der Verlängerung enteilt Messi der Schweizer Abwehr ein einziges Mal. Weder Lichtsteiner noch Schär können ihn stoppen. Der Superstar bedient Angel Di Maria, der Benaglio keine Chance lässt und zum 1:0 trifft. Dramatisch sind die Schlusssekunden, als Blerim Dzemaili aus vier Metern mit dem Kopf nur den Pfosten trifft. Der Nachschuss geht neben das Tor. Es ist das letzte Spiel von Ottmar Hitzfeld als Trainer.

WM 2018: 0:1 gegen Schweden in St. Petersburg

Vier Jahre nach dem heroischen Auftritt in São Paulo wird ein neuerlicher WM-Achtelfinal zum Sinnbild für eine Kampagne, in der der Sport in den Hintergrund rückt. Erneut übersteht die Nati eine Vorrunde ohne Niederlage. Doch für Schlagzeilen sorgt vor allem der Doppeladler-Jubel von Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner beim 2:1-Sieg gegen Serbien. Die Gesten spalten die Nation, Politiker jeglicher Couleur nehmen diese als Anlass, um das Ganze auch politisch auszuschlachten. Im Achtelfinal gegen Schweden fehlt Captain Lichtsteiner wegen einer Sperre, ebenso Fabian Schär. Die Nati wirkt kraft- und saftlos und verliert 0:1. «Das tut unheimlich weh!», schreibt Blick. Die Ereignisse von Russland hallen noch Jahre nach.

WM 2022: 1:6 gegen Portugal in Doha

Nach der Vorrunde mit Siegen gegen Kamerun und Serbien erleidet die Nati im Stadion von Lusail Schiffbruch. Geschwächt von einem grassierenden Virus und nur drei Tagen Erholungszeit nach dem emotionalen Serbien-Spiel geht die Schweiz gegen Portugal 1:6 unter. Murat Yakin verpokert sich komplett, setzt rechts auf Edimilson Fernandes für den kranken Silvan Widmer. Auf dem Feld herrscht ein Durcheinander. Yakin gerät erstmals in die Kritik, vor allem die welsche Presse stellt ihn infrage. Im Rückblick war dieses Spiel ein Augenöffner für den SFV. «Wir haben gemerkt, dass wir nicht weiterkommen können, wenn wir uns in gewissen Bereichen nicht verbessern», sagt Pierluigi Tami in diesen Tagen. Seither wurde der Staff weiter professionalisiert.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

Füge jetzt die Fussball-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen. 

WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen