«Es geht bei Yakin ums Experimentieren, nicht ums Gewinnen»
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Die Nati-Analyse aus Basel:«Es geht bei Yakin ums Experimentieren, nicht ums Gewinnen»

«Bereiten uns auf Katar vor»
Yakin nimmt mit Wechselorgie Niederlage in Kauf

Murat Yakin zieht gegen Deutschland seinen Wechselplan konsequent durch und bringt ab der Pause zehn neue Spieler. Dass damit Stabilität und Rhythmus verloren gehen, nimmt er in Kauf. Auch das Experiment mit Denis Zakaria als Verteidiger will er weiter verfolgen.
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Murat Yakin setzte gegen Deutschland zu einer Wechselorgie an.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Bereits vor dem Test gegen Deutschland (3:4) hatte Nati-Trainer Murat Yakin (51) angekündigt, dass er die neue Regel nutzen und das Wechselkontingent praktisch ausschöpfen werde. Anstatt sechs Auswechslungen sind neuerdings bis zu elf erlaubt, sollten sich die beiden Nationen darauf einigen. Gesagt, getan, was bei Yakins Ankündigungen im Vorfeld eines Länderspiels in seiner Ära als Nati-Trainer nicht immer der Fall war.

Obwohl die Nati zur Pause gut im Spiel ist – anstatt 2:2 könnte es mit etwas Glück auch 3:1 für die Schweiz stehen, da Rieder kurz vor dem neuerlichen Ausgleich durch Gnabry nur die Latte trifft –, zieht Yakin seinen Gameplan konsequent durch. Bereits in der Pause wechselt er ein Quartett aus, unter ihnen Captain Granit Xhaka. Der Grund: Belastungssteuerung. «Wir sind in einer Phase, in der für die Spieler in den Klubs viele wichtige Partien anstehen.»

Optionen schaffen, Erkenntnisse gewinnen

Yakin will aber bewusst auch gewisse Dinge im Hinblick auf die WM ausprobieren. «Wir müssen verschiedene Optionen haben, Ideen sammeln und Erkenntnisse gewinnen», so der Nati-Coach. «Und einige Spieler sollen mal 20 oder 30 und nicht nur ein paar wenige Minuten zum Einsatz kommen.» Dass dadurch der Rhythmus gebrochen wird, ist sich Yakin bewusst. «Die Statik und die Automatismen fehlen.»

Das nimmt Yakin aber in Kauf, auch im Prestigeduell gegen den grossen Nachbarn. «Klar wünscht man sich keine Niederlage», sagt Yakin, nachdem die Schweiz erstmals seit November 2024 und dem 2:3 in Teneriffa gegen Spanien wieder als Verlierer vom Platz gegangen ist. «Aber wir bereiten uns auf Katar vor.» Der WM-Gastgeber von 2022 ist am 13. Juni in Santa Clara der Auftaktgegner der Nati an der WM. «Dann müssen wir verschiedene Optionen haben», so Yakin.

Auch gegen Norwegen sind viele Wechsel geplant

Auch für die Spieler ist eine solche Wechselorgie ungewohnt. «Es war schon speziell», sagt Verteidiger Nico Elvedi, der als vorletzter von zehn Feldspielern in der 78. Minute ausgewechselt wird. «Die erste Halbzeit war gut, danach war es ein wenig ein Ausprobieren auf ein paar Positionen», so der Gladbacher.

So auch hinten rechts, wo Yakin das lang geplante Experiment mit Denis Zakaria (29) nach der Pause endlich umsetzen kann. «Er kam in einer schwierigen Phase rein, hat in der Offensive aber seine Qualitäten gezeigt. Defensiv muss er sich sicherlich noch daran gewöhnen», erklärt Yakin. Gegen Norwegen am Dienstag in Oslo soll das Ganze fortgesetzt werden – wie auch die Wechselorgie. 

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Gruppe D
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Demokratische Republik Kongo
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Gruppe L
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Kroatien
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