Darum gehts
- Immer mehr Fussballprofis kaufen sich noch während ihrer Karriere bei Vereinen ein
- Neben internationalen Ikonen steigen auch Schweizer Stars wie Yann Sommer als Investoren ein
- Die Stars sichern sich wahlweise einzelne Aktienpakete oder gleich die ganze Mehrheit am Klub
Dass Fussballer ihr Geld in andere Vereine stecken, liegt offensichtlich voll im Trend. Das jüngste Beispiel? Yann Sommer (37), der sich gemeinsam mit Thomas Müller und Mats Hummels beim portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora eingekauft hat. Sommer ist jedoch längst nicht der Einzige, der schon während seiner aktiven Karriere den Schritt vom Rasen auf die Führungsetage wagt. Eine Auswahl.
Xherdan Shaqiri – FC Rapperswil-Jona
Seit Anfang 2025 ist Xherdan Shaqiri (34) Minderheitsaktionär beim Challenge-League-Klub FC Rapperswil-Jona. Mit diesem Schritt will sich Shaqiri auf die Zeit nach seiner aktiven Karriere vorbereiten. Zudem verbindet ihn mit dem Klub die langjährige Freundschaft zu FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli. Seit Shaqiris Einstieg ist Rapperswil aus der Promotion League in die Challenge League aufgestiegen.
Cesc Fàbregas und Thierry Henry – Como 1907
Como ist bekannt für seinen malerischen See, leckeres Essen und seit einigen Jahren auch wieder für den Fussball. Mitauslöser dafür war die Verpflichtung des Weltmeisters Cesc Fàbregas (39) in der Saison 2022/23. Der Spanier wurde damals sogleich auch Miteigentümer des Klubs. Nach einer Saison als Spieler in Norditalien übernahm er Traineraufgaben bei Como: zuerst bei der U19, danach als Co- und Interimstrainer und seit 2024 schliesslich als Cheftrainer der 1. Mannschaft. Unter Fàbregas ist der Verein erstmals seit 21 Jahren wieder im Oberhaus angekommen. Neben dem Spanier stieg 2022 auch die französische Legende Thierry Henry als Investor bei den Lombarden ein.
Kylian Mbappé – SM Caen
Kylian Mbappé verliess 2024 Frankreich und wechselte zu Real Madrid. Zu seinem Heimatland pflegt er aber weiterhin einen sehr starken Bezug – nicht zuletzt, weil er mit seiner Investmentfirma Interconnected Ventures die Mehrheitsanteile am französischen Klub SM Caen erworben hat. Der Klub aus der Normandie ist letzte Saison von der Ligue 2 in die dritthöchste Spielklasse abgestiegen.
Cristiano Ronaldo – UD Almería
Seit Februar ist Cristiano Ronaldo neu Miteigentümer eines Fussballklubs. Über seine Firma CR7 Sports Investments hat sich der Portugiese 25 Prozent der Anteile am spanischen Zweitligisten UD Almería gesichert. In der vergangenen Saison verpasste Almería den Aufstieg in La Liga nur knapp. Mehrheitseigentümer und Präsident des Klubs ist seit vergangenem Mai der Saudi Mohamed Al Khereiji, zu dem Ronaldo eine enge Beziehung pflegt.
Luka Modrić – Swansea City
Auch Luka Modrić hat sich beim englischen Zweitligisten Swansea City eingekauft. Der Kroate soll eine Schlüsselrolle dabei spielen, dem Klub zu weltweiter Aufmerksamkeit zu verhelfen und ihn sowohl auf als auch neben dem Platz voranzubringen. «Dies ist eine aufregende Gelegenheit. Swansea hat eine grosse Tradition, eine unglaubliche Fangemeinde und den Ehrgeiz, auf höchstem Niveau zu spielen», sagte Modrić. In den vergangenen Jahren klassierte sich Swansea in der EFL Championship stets im Mittelfeld der Tabelle.
Zlatan Ibrahimović – Hammarby IF
«Fühlt sich lustig an», sagte Zlatan Ibrahimović auf einer Pressekonferenz Ende 2019, nachdem er rund 25 Prozent des Allsvenskan-Klubs Hammarby IF gekauft hatte. Da Malmö FF als Stammklub von Ibra gilt, waren die Fans des Rivalen über den Einstieg des Superstars alles andere als begeistert. Kurz nachdem es an die Öffentlichkeit ging, verwüsteten Anhänger von Malmö FF Zlatans Statue vor dem Stadion. In der Zlatan-Ära wurde Hammarby zum ersten Mal schwedischer Cupsieger und war mehrmals in den Qualifikationen für die Uefa Conference League.






