Darum gehts
- Uefa lehnt Hand-vor-Mund-Regel in europäischen Wettbewerben ab
- An der WM wird die Regel umgesetzt
- Begründung der Uefa: Einschränkung der Meinungsfreiheit der Spieler
Die Uefa hat offiziell bekanntgegeben, dass es in den europäischen Wettbewerben keinen Platzverweis gibt, wenn sich ein Spieler den Mund verdeckt. Diese Regel wurde bei der WM eingeführt, wird von der Uefa aber nicht übernommen.
Dieses Verbot erachte die Uefa als Einschränkung der Meinungsfreiheit der Spieler und hat die Regeleinführung daher abgelehnt. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin hat sich bereits in früheren Verhandlungen gegen diese Regel ausgesprochen. «Es ist eine Verletzung der Meinungsfreiheit», erklärte er.
Zwei Spieler flogen bei WM vom Platz
Die Kontroverse begann mit einem Vorfall in der Champions League, bei dem Benfica-Spieler Gianluca Prestianni Real-Star Vinicius mit vorgehaltener Hand beleidigt haben soll. Dies führte schliesslich zur Diskussion beim International Football Association Board (IFAB). Die Fifa und das IFAB beschleunigten daraufhin die Einführung der neuen Regel, um angeblich Beleidigungen und unsportliches Verhalten zu verhindern.
Während das «Vinícius-Gesetz» bei der laufenden Weltmeisterschaft strikt durchgesetzt wird, haben bereits mehrere Spieler darunter gelitten. Der Paraguayer Miguel Almirón war der erste Spieler, der in der Gruppenphase mit einer Roten Karte bestraft wurde, nachdem er beim Match gegen die Türkei seine Hand vor den Mund gehalten hatte. Später traf es auch den Ecuadorianer Piero Hincapié während eines K.o.-Spiels gegen Mexiko.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportal.blic.rs» erschienen. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

