Ex-YB-Junior Ademi feiert Jugend-Scudetto in Italien
«Ich war sprachlos, dass es so etwas überhaupt gibt»

Die Fiorentina Primavera holt sich den Scudetto – und mittendrin die beiden Schweizer Arnis Ademi und Eman Kospo. Ersterer spricht mit Blick über den historischen Titelgewinn.
Kommentieren
1/5
Arnis Ademi posiert mit dem Pokal.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fiorentina gewinnt erstmals seit 1983 die italienische Jugendliga
  • Schweizer Talente Ademi und Kospo feiern historischen Titel
  • 3000 Zuschauer sahen den Triumph der Primavera gegen Parma
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Für die Fiorentina war die abgelaufene Saison eine grosse Enttäuschung. Eigentlich wollte der Serie-A-Klub oben angreifen, stattdessen kämpften die Violetten lange gegen den Abstieg.

Zum Abschluss gab es in Florenz aber doch noch einen Grund zum Jubeln: Die Primavera siegte am Donnerstag im Playoff-Final gegen Parma und gewann damit erstmals seit 1983 die italienische Jugendliga – mittendrin die beiden Schweizer Arnis Ademi (19) und Eman Kospo (19).

«Es war ein sehr spezieller Tag. Angefangen damit, dass knapp 3000 Zuschauer da waren und wir den Scudetto holen konnten. Daran werde ich mich für immer erinnern», erzählt Ademi im Gespräch mit Blick. Es ist sein erstes Interview überhaupt. Vieles ist für den Linksverteidiger, der als Kind für Marcelo schwärmte und sich heute an PSG-Star Nuno Mendes orientiert, noch neu: Erst im Winter wechselte er von YB nach Florenz.

Von Italien hellauf begeistert

«Mein Ziel war es schon immer, einmal in Italien zu spielen», sagt Ademi. Der Grund? «Ich liebe den italienischen Fussball. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, als ich vom Interesse der Fiorentina gehört habe.» Der Start verlief jedoch harzig: «Bereits im zweiten Training habe ich mir eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Diese Probleme haben mich praktisch die ganze Rückrunde begleitet.» Entsprechend kam er im Titelrennen nur zu zwei Einsätzen.

Bereut hat er den Wechsel trotzdem nie. Im Gegenteil: Das Positive überwiegt klar. Besonders beeindruckt zeigt er sich vom Viola Park, dem Trainingszentrum der Fiorentina. «Als ich zum ersten Mal hierher kam, war ich sprachlos. Ich hätte nie gedacht, dass es so riesige und moderne Anlagen gibt.»

Enge Freundschaft zu Kospo

Abseits des Platzes hat sich der U19-Nati-Spieler, der auch den kosovarischen Pass besitzt, schnell eingelebt – auch dank Teamkollege Kospo. «Am Anfang sprach ich kein Wort Italienisch. Da tat es gut, zwischendurch mit Eman Schweizerdeutsch sprechen zu können.»

Die beiden kennen sich aus der U-Nati, wo sie von der U16 bis zur U18 gemeinsam spielten. Zwar läuft Kospo inzwischen für Bosnien auf, dennoch verbindet sie eine enge Freundschaft. Zusammenwohnen tun sie aber nicht: Nach seiner Ankunft lebte Ademi zunächst eineinhalb Monate im Hotel, ehe er mit einem anderen Teamkollegen eine Wohnung in der Nähe des Trainingsgeländes fand.

Während Kospo bereits in den Ferien weilt, reist Ademi in diesen Tagen zurück in seine Heimatstadt Bern. «Ich freue mich extrem darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen, mich zu erholen und die Nati an der WM zu verfolgen.» Danach richtet er den Fokus wieder voll auf seine Karriere in Italien: «Mein Ziel ist es, nächste Saison Stammspieler in der Primavera zu werden und regelmässig mit den Profis zu trainieren, um mir irgendwann ein Aufgebot zu verdienen.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen