DFB-Trainer Julian Nagelsmann (38) hat am Donnerstagnachmittag sein Aufgebot für die bevorstehenden Länderspiele verkündet – darunter die Partie gegen die Schweiz (27. März, 20.45 Uhr).
Dieser Kader ist jedoch weit mehr als nur die Auswahl für die anstehenden Testspiele; er gilt als erster Wegweiser für die Zusammensetzung des deutschen Teams bei der kommenden Weltmeisterschaft. Bereits vor knapp drei Wochen betonte Nagelsmann: «Der Kader wird dem, mit dem wir zur WM reisen wollen, schon sehr ähneln. Natürlich kann sich auch danach noch etwas ändern, aber generell ist die Grundidee, dass der März-Kader und das WM-Aufgebot artverwandt sind.»
Mit Jonas Urbig (22) und Lennart Karl (18) finden sich zwei Bayern-Profis als Debütanten im Aufgebot, die sich somit berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Nominierung machen dürfen. Besonders das Debüt von Shootingstar Karl wird mit Spannung erwartet – gilt er doch als das nächste deutsche Supertalent.
Musiala, Stiller und Adeyemi fehlen
Ein andere Bayern-Profi fehlt hingegen im März-Kader: Jamal Musiala (23). Er nimmt nach seinem Wadenbeinbruch im Sommer 2025 zwar wieder am Spielbetrieb teil und verbucht seit seiner Rückkehr bereits fünf Torbeteiligungen, arbeitet derzeit jedoch noch an seinem Formaufbau. An einer WM-Teilnahme bestehen trotzdem kaum Zweifel, sofern seine Fitnesskurve wie geplant weiter nach oben zeigt.
Ebenfalls nicht im Kader steht – zum Unmut vieler deutscher Fussballfans – Angelo Stiller (24). Die «Bild» fragt sich bereits, was Nagelsmann gegen den Stuttgart-Star haben könnte. Im «Kicker»-Interview Anfang März sprach der Bundestrainer über eine Vielzahl potenzieller Mittelfeldspieler, liess Stillers Namen jedoch unerwähnt. Folgt man Nagelsmanns Prämisse, dass der aktuelle Kader das WM-Gerüst bildet, sind Stillers Chancen derzeit als minimal einzustufen.
Auch Karim Adeyemis (24) Name fehlt. Der Dortmunder sorgte zuletzt häufiger abseits des Rasens für Schlagzeilen und verlor beim BVB seinen Stammplatz. Will er noch auf den WM-Zug aufspringen, braucht es schleunigst eine Leistungssteigerung.
Namhafte Rückkehrer
Gleichzeitig bereichern namhafte Rückkehrer das Aufgebot. So rückt Routinier Antonio Rüdiger (33) nach zuletzt glanzvollen Auftritten für Real Madrid wieder ins DFB-Kader. Ebenfalls wieder mit dabei ist Kai Havertz (26), der beim FC Arsenal pünktlich zur Länderspielpause seine Form wiedergefunden zu haben scheint.
Und dann wäre da noch Deniz Undav (29), um dessen Nominierung Nagelsmann schlichtweg nicht herumkam. Der Angreifer spielt mit dem VfB Stuttgart eine überragende Saison und präsentiert sich in absoluter Topform – 16 Treffer in 22 Bundesligaspielen sprechen eine deutliche Sprache.






