Ex-Nati-Goalie über Transfer
Wie Sommer bei Brügge landete – und welche Rolle Jashari spielte

Nach drei Jahren hat Yann Sommer zu Inter Ciao gesagt und bei Brügge unterschrieben. In einem Interview spricht er nun erstmals darüber, wie es zu dem Wechsel kam, was er von seinem neuen Klub erwartet und wie es ums Karriereende steht.
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Yann Sommer hat sich nach drei Jahren von Inter Mailand verabschiedet.
Foto: Inter via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Yann Sommer spricht erstmals über seinen Wechsel nach Brügge
  • Nach drei Jahren Inter ist er bereit für ein neues Abenteuer
  • Ans Karriereende will er noch lange nicht denken
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Ramona BieriRedaktorin Sport

«Nach drei Jahren fühlte ich mich bereit für eine neue Herausforderung», sagt Yann Sommer (37) im Interview mit der belgischen Zeitung «Nieuwsblad». Sein Vertrag bei Inter Mailand wurde in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängert. Stattdessen heuert der ehemalige Schweizer Nati-Goalie bei Brügge an.

Nach einem ersten Kontakt hat sich Sommer mit seinem Berater besprochen, dann fanden weitere Gespräche statt. «Ich wollte ein Gespür für die Herangehensweise des Vereins, des Trainers, des Sportdirektors und des Vorsitzenden bekommen», erklärt Sommer. Und fügt an: «In dieser Hinsicht passte alles.» Trotzdem sei das keine einfache Entscheidung gewesen, das sei es nie, wenn es um die Zukunft gehe. «Es beginnt ja ein neues Leben, aber ich war bereit für ein neues Abenteuer», so Sommer. Überzeugt hat ihn letztlich das Gesamtpaket.

Als erste Gerüchte über einen möglichen Transfer zum 20-fachen belgischen Meister die Runde machten, hat sich Ardon Jashari (24), der selber ein Jahr bei Brügge spielte, bei Sommer gemeldet. Das habe er genutzt, um ein paar Dinge über den Klub und das Leben in Belgien zu erfahren. «Er war durchweg positiv», so Sommer.

Stippvisite mit Sprung ins Meer

Bevor er sich für Brügge entschieden hat, hat es sich Sommer nicht nehmen lassen, das Trainingsgelände zu besuchen. Danach fuhr er ins nahe gelegene Knokke an die Nordseeküste, wo er spontan im Meer schwimmen ging. «Ich liebe die Natur, und Knokke ist ein schöner Ort zum Leben», erklärt Sommer. Zudem ist es nicht weit von seinem früheren Wohnort Düsseldorf (De) entfernt, wo er immer noch ein Haus besitzt. «Als ich nach diesem ersten Besuch nach Hause kam, sagte ich meiner Familie bereits, dass Brügge vielleicht mein nächstes Ziel sein könnte.»

Nicht nur die Schönheit von Knokke hat es Sommer angetan, sondern auch, dass der Ort ruhig und vor allem sicher ist. Denn in der Vergangenheit hat er unschöne Erfahrungen gemacht. Zweimal wurde in seine Wohnung in Mailand (It) eingebrochen, einmal auch schon davor in Deutschland. «Ich war nie zu Hause, aber es ist trotzdem ein grosser Schreck», meint Sommer. Weiter darauf eingehen will er aber nicht.

Bei Brügge will er noch einmal neu anfangen. Und hat mit 37 Jahren einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Für Sommer ein wichtiges Detail, denn das zeige, welches Vertrauen der Klub in ihn habe. Ausserdem sei das Karriereende für ihn noch kein Thema. «Ich möchte noch etwa fünf Jahre weitermachen», kündigt Sommer an. Und will als Teamältester einerseits seinen jungen Mitspielern helfen und andererseits von ihrer Energie profitieren.

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