Er darf nicht einreisen
USA erheben Vorwürfe gegen WM-Schiri aus Somalia

Nach dem Eklat um Omar Artan geben Vertreter der US-Regierung erstmals Gründe für die Einreisesperre des somalischen Schiedsrichters an. Andere Töne sind derweil aus Kanada zu hören.
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Dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan ist die Einreise in die USA verweigert worden.
Foto: IMAGO/DeFodi Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifa-Schiedsrichter Omar Artan darf nicht zur WM in die USA einreisen
  • US-Regierung: Artan habe Verbindungen zu mutmasslichen Terrororganisationen
  • Sieben WM-Spiele in Vancouver, aber Artan bleibt wegen Visum ausgeschlossen
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Weshalb ist Fifa-Referee Omar Artan (34) bei seiner Reise an die WM-Endrunde an der US-Grenze zurückgewiesen worden? Die Gründe dafür werfen nach wie vor Fragen auf. Andrew Giuliani (40), der die WM-Taskforce des Weissen Hauses leitet, macht am Dienstag einzig klar: «Es war die richtige Entscheidung der Grenzwache – ich unterstütze sie.»

Etwas konkreter wird ein anonymer Vertreter der US-Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: Artan sei wegen «Verbindungen zu mutmasslichen Mitgliedern von Terrororganisationen» abgewiesen worden. Genauere Details zu diesem Vorwurf werden nicht genannt.

Kanada will Artan Spiele leiten lassen

Während die US-Behörden den WM-Traum von Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 also haben platzen lassen, sind aus dem Co-Gastgeberland Kanada andere Stimmen zu hören: «Für das, was er überwunden hat und wo er heute ist, würde er in British Columbia willkommen geheissen und gefeiert. Lasst ihn ein Spiel in Vancouver leiten», schreibt David Eby (49), Premierminister der kanadischen Provinz British Columbia auf X (ehemals Twitter).

In deren Hauptstadt Vancouver finden insgesamt sieben WM-Partien statt, unter anderem das Duell der Schweiz mit Kanada.

Dass Ebys Vorschlag in die Tat umgesetzt wird, ist aber unwahrscheinlich: Weil Artan aufgrund der Einreisesperre das Vorbereitungscamp der WM-Schiedsrichter in Miami verpasst, dürfte er auch in den anderen Austragungsländern nicht zum Zug kommen. Die Fifa hat in ihrem Statement einen Einsatz Artans bereits ausgeschlossen.

«Fifa in diese Prozesse nicht involviert»

Dem Weltfussballverband sind in dieser Frage die Hände gebunden, da es sich um einen Entscheid der US-Behörden handelt. «Die Regierungen der Gastgeberländer entscheiden letztendlich, wer ein Visum erhält und wer zur Einreise zugelassen wird. Die Fifa ist in diese Prozesse nicht involviert.»

Allerdings: Eigentlich müssen die Regierungen der Austragungsländer vor der Vergabe der Turniere gewisse Garantien abgeben. Diese umfassen auch einen Abschnitt zu den Visa- und Einreisebestimmungen, wo es unter anderem heisst: «In die Vorbereitung und Organisation der Wettkämpfe involvierte Personen müssen ihre Aufgaben effizient durchführen können.»

Dass es im Vorfeld der WM dennoch zur Abweisung Artans und anderen Einreiseproblemen gekommen ist, dürfte innerhalb und ausserhalb der Fifa noch einige Fragen aufwerfen.

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