Chef will er aber bleiben
Nach Mega-Kritik: Infantino will jetzt die Fifa umbauen

Bei der Fifa brodelt es gewaltig. Ein umstrittener Milliarden-Deal mit privaten Investoren sorgt für Unruhe. Nun meldet sich Präsident Gianni Infantino erstmals ausführlich zu den Plänen und zum wachsenden Widerstand.
Kommentieren
1/5
Infantino kündigt eine unabhängige Überprüfung der Fifa-Entscheidungsprozesse an.
Foto: imago images/ZUMA Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gianni Infantino plant Reformen bei der Fifa, will Entscheidungsprozesse überprüfen lassen
  • Verkauf von 20 % an kommerziellen Rechten entfacht Unruhe bei Verbänden
  • Infantino strebt vierte Amtszeit 2027 an, Verkauf bereits im Juli gestoppt
file87g57r1tpr9fdyhqf7p.jpg
Lynn Piubel

Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) äussert sich erstmals ausführlich zum umstrittenen Plan, bis zu 20 Prozent an kommerziellen Fifa-Rechten an private Investoren zu verkaufen. In einem Schreiben an die 211 Mitgliedsverbände kündigt der Walliser zudem eine «unabhängige Überprüfung der Entscheidungsprozesse» innerhalb der Fifa an.

Die Debatte um den geplanten Verkauf hat bei mehreren Verbänden für Unruhe gesorgt. Das räumt auch Infantino ein. «Ich werde Konsultationen mit den Konföderationen, Mitgliedsverbänden und anderen Interessengruppen initiieren, um die Entscheidungsfindung zu stärken», teilt er in einem Schreiben mit. Konkret soll geklärt werden, wer bei wichtigen Projekten das Sagen hat und welche Rolle dabei der Präsident, das Büro, der Fifa-Rat und der Kongress spielen.

Milliarden-Deal sorgt für Wirbel

Der umstrittene Plan sollte über eine kommerzielle Gesellschaft unter Fifa-Kontrolle zusätzliche Mittel für die Entwicklung des Fussballs generieren. Infantino betont, dass damit keine Kontrolle über sportliche Entscheidungen abgegeben worden wäre. Der Vorschlag gelangte allerdings an die Öffentlichkeit, bevor Infantino ihn überhaupt den Mitgliedsverbänden und dem Fifa-Rat offiziell vorstellen konnte.

Infantino betont auch: Die Haltung eines Verbandes zu einzelnen Vorschlägen oder Governance-Fragen soll laut ihm keinen Einfluss darauf haben, wie dieser von der Fifa behandelt wird. Die bestehenden Entwicklungs- und Solidaritätsprogramme würden unverändert weitergeführt.

Infantino will weitermachen

Der Verkauf der Anteile wurde im Juli aufgegeben und liegt vorerst auf Eis. Infantino will dennoch an seiner Linie festhalten und die Fifa weiterführen. Im März 2027 strebt er eine vierte Amtszeit an.

Mit den Ankündigungen versucht der Fifa-Präsident nun, die Wogen zu glätten. Ob die Massnahmen denn auch umgesetzt werden und ob sie den zunehmenden Widerstand innerhalb des Weltverbands entschärfen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Dieser Artikel ist zuerst auf «sportal.rs» erschienen. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen