Verband sucht Gespräch
SFV wartet ab – und sucht Gespräch mit dem Fifa-Boss

Mit dem walisischen Verband und der englischen FA haben erste Verbände aus Europa klar gemacht, dass sie Gianni Infantino bei der Präsidentschaftswahl 2027 nicht unterstützen werden. Der SFV sucht zuerst das Gespräch mit allen Beteiligten.
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Der SFV mit Präsident Peter Knäbel (r.) suchen derzeit das Gespräch mit dem Fifa-Boss.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Gianni Infantino wankt. Ob der Oberwalliser am 18. März am Fifa-Kongress in Rabat zum dritten und letzten Mal in seinem Amt als Präsident des Weltverbandes bestätigt wird, steht nach all den Ereignissen der letzten Tage mehr denn je in den Sternen.

Als erster europäischer Verband teilte der walisische FAW am Montag mit, dass er seine «Unterstützung für die Kandidatur von Herrn Gianni Infantino zur Wiederwahl als Fifa-Präsident für die Amtszeit 2027 bis 2031 zurückzieht», wie «Sky News» berichtet. Der Verband habe dies auch der Fifa schriftlich mitgeteilt. Laut BBC soll auch die englische FA Infantino die Gefolgschaft verweigern.

Noch nicht so weit geht der Schweizerische Fussballverband. In einer Stellungnahme teilte der SFV mit, dass man in den nächsten Wochen mit allen Beteiligten das Gespräch suchen werde. «Wir haben einen Unterstützungsbrief verfasst, dies noch vor den breit diskutierten Ereignissen während der WM, die auch uns missfallen haben. Deshalb finden nun intern und auch extern mit anderen Verbänden weitere Diskussionen statt», so der SFV. Die Ereignisse der letzten Woche würden selbstredend in diese Diskussionen mit einfliessen. «Zudem streben wir nochmals einen persönlichen Austausch mit dem Präsidenten der Fifa an.»

Bereits während der WM hatte sich unter anderem der Deutsche Fussball-Bund von Infantino distanziert. «Der DFB hat kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl von Gianni Infantino unterzeichnet», teilte der DFB mit. Laut «Bild»-Zeitung warb der für Europa zuständige Fifa-Direktor während der WM-Endrunde in Nordamerika bei den 16 europäischen Teilnehmern für die Unterschrift.

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