Darum gehts
- Álvaro Arbeloa verliert mit Real Madrid Tabellenführung nach Osasuna-Niederlage
- Michael Carrick könnte trotz Interimsrolle ManUtd-Trainer bleiben, falls Erfolge weitergehen
- Urs Fischer holt mit Mainz 16 Punkte in 10 Spielen, weg von Abstiegsplatz
Álvaro Arbeloa (43, Real Madrid)
Nach dem bitteren Debüt, dem blamablen Cup-Aus gegen Albacete, und den darauffolgenden Diskussionen um seine Person hat Arbeloa seine ersten fünf Ligaspiele als Real-Trainer gewonnen. Die Königlichen luchsten Barça die Tabellenführung wieder ab – nur um sie dann direkt wieder abzugeben. Die Königlichen stolpern am Samstag über Osasuna. «Ein unergründliches Real Madrid», titelt die «Marca» daraufhin. Arbeloa erklärt den Rückschlag: «Wir sind nicht in der Lage, drei oder vier Spiele auf hohem Niveau hintereinander zu spielen.» Die Diskussionen reissen nicht ab.
Michael Carrick (44, ManUtd)
Eigentlich ist er nur die Zwischenlösung bei Manchester United, doch die Resultate werfen die Frage auf: Bleibt Michael Carrick auch in der nächsten Saison Cheftrainer? Von seinen fünf Premier-League-Partien hat er vier gewonnen, einmal ging das Spiel unentschieden aus. Gewinnt ManUtd auch am Montagabend gegen Everton, steht der Klub auf einem Champions-League-Platz. Über eine Zusammenarbeit über den Sommer hinaus würde sich der langjährige Spieler und Captain von ManUtd freuen: «Ich entscheide nicht, wie lange ich hier sein werde, aber ich liebe meinen Job.»
Luciano Spalletti (66, Juventus Turin)
«Der Niedergang ist besorgniserregend», titelt die «Gazzetta dello Sport» nach der 0:2-Niederlage der Alten Dame gegen Como. Spalletti, der Ende Oktober die Mannschaft von Igor Tudor (47) übernommen hatte, brachte keine Besserung. Schon damals sei die Mannschaft in einem schlechten Zustand gewesen, schreibt die Zeitung weiter. Aber: «Als Trainer der Alten Dame weiss er, dass er für die aktuelle Situation des Teams verantwortlich ist.» Vier Niederlagen und ein Remis aus den letzten fünf Spielen sprechen Bände.
Urs Fischer (60, FSV Mainz 05)
Der Schweizer sorgt beim Bundesligisten für positive Schlagzeilen. In seinen zehn Spielen als Mainzer Coach hat er 16 Punkte geholt – zehn Punkte mehr als Vorgänger Bo Henriksen in 12 Ligapartien. Fischer übernahm den Verein auf dem letzten Tabellenplatz, jetzt liegen die Mainzer mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz auf dem 13. Rang. Kein Wunder, dass Fischer von den Fans gefeiert wird. Zum 60. Geburtstag gab es am letzten Freitag gegen den HSV zwar keinen Sieg (1:1), dafür ein Ständchen des ganzen Stadions.
Vincent Kompany (39, Bayern München)
Zwölf Minuten dauerte der Monolog des Bayern-Coaches am letzten Freitag an der Pressekonferenz. Das Thema: der Rassismus-Eklat um Real-Star Vinicius Jr. (25) und vor allem die Äusserungen von Benfica-Trainer José Mourinho (63) zur Teilschuld des Brasilianers und des Eusebio-Vergleichs. «Da hat er einen Fehler begangen», sagte der Sohn eines Kongolesen und stellte seinen Standpunkt zum Thema Rassismus klar dar. Kompanys Rede schlug Wellen – im positiven Sinn. «Diese Rede muss in den Bundestag», schrieb die «Bild». Die Freiburger Trainer-Ikone Christian Streich (60) sagt bei Sky: «Mir hat es vollständig die Füsse weggezogen. Genau, wie es Vincent Kompany gesagt hat, müssen wir es vergegenwärtigen.»
Albert Riera (43, Eintracht Frankfurt)
Seit Anfang Februar ist der Spanier Coach bei den Adlern – und er sorgt schon für mächtig Gesprächsstoff. Nicht unbedingt wegen der Ergebnisse, sondern eher wegen seines Charakters. Ihm wird vor allem aus seiner Zeit als Bordeaux-Trainer Arroganz und Respektlosigkeit nachgesagt. Sein Entdecker, Adam Delius (Präsident von Olimpija Ljubljana), sagt im Ran-Interview letzte Woche, dass Riera sich in jeden Spieler hineinversetzen könne und immer vor seine Mannschaft stelle. Delius, der Riera den ersten Trainerjob verschafft hat, sagt aber auch: «Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend – davon ist er weit entfernt.»
Trainer-Flugshow in Ligue 1
In Frankreich wird rotiert. Habib Beye (48) wurde bei Rennes am 9. Februar entlassen, neun Tage später übernahm er Olympique Marseille. Bei Rennes, dem Klub von Nati-Stürmer Breel Embolo, ist Franck Haise (54) der neue Übungsleiter. Bis Ende 2025 stand er noch an der Seitenlinie von Nizza. Und am Sonntag wurde bekannt, dass Stéphane Gilli (51) nicht länger Coach von Paris FC ist. Es ist bereits der achte Trainerwechsel in der laufenden Saison: Adi Hütter (AS Monaco), Luis Castro (Nantes), Haise (Nizza), Liam Rosenior (Strassburg), Stéphane Le Mignan (Metz), Habib Beye (Rennes) und Roberto De Zerbi (Marseille) haben in dieser Reihenfolge ihre Klubs verlassen oder mussten gehen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 23 | 64 | 60 | |
2 | Borussia Dortmund | 23 | 27 | 52 | |
3 | TSG Hoffenheim | 23 | 19 | 46 | |
4 | VfB Stuttgart | 23 | 12 | 43 | |
5 | RB Leipzig | 23 | 12 | 41 | |
6 | Bayer Leverkusen | 22 | 15 | 39 | |
7 | SC Freiburg | 23 | -3 | 33 | |
8 | Eintracht Frankfurt | 23 | -3 | 31 | |
9 | Union Berlin | 23 | -8 | 28 | |
10 | FC Augsburg | 23 | -13 | 28 | |
11 | Hamburger SV | 22 | -7 | 26 | |
12 | 1. FC Köln | 23 | -6 | 24 | |
13 | FSV Mainz | 23 | -12 | 22 | |
14 | Borussia Mönchengladbach | 23 | -13 | 22 | |
15 | VfL Wolfsburg | 23 | -16 | 20 | |
16 | FC St. Pauli | 23 | -18 | 20 | |
17 | Werder Bremen | 23 | -21 | 19 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 23 | -29 | 14 |







