Darum gehts
- Drogenboss «El Mencho» getötet, Chaos in Mexiko
- In einem Monat finden WM-Playoffspiele in Guadalajara und Monterrey statt
- EDA warnt vor Reisen nach Jalisco wegen hoher Gewaltgefahr
Die Tötung des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, genannt «El Mencho», hält Mexiko in Atem. Vielerorts bricht Panik aus, es kommt zu Gewalt und Randale – es herrscht das totale Chaos. Auch der Sport könnte davon betroffen sein – namentlich die Fussball-WM.
«El Mencho» wurde rund zwei Stunden von Guadalajara entfernt von der mexikanischen Armee angeschossen, später verstarb er. In Guadalajara, Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, soll am 11. Juni das zweite Spiel der Weltmeisterschaft stattfinden. Drei weitere Spiele, darunter das Weltmeister-Duell zwischen Uruguay und Spanien, sind dort geplant. Was allerdings noch brisanter ist: Eines der beiden interkontinentalen Playoff-Turniere findet bereits in gut einem Monat in Guadalajara statt.
Neukaledonien, Jamaika und die Demokratische Republik Kongo kämpfen am 26. und 31. März um ein WM-Ticket. Ob die Spiele stattfinden können, ist derzeit allerdings ungewiss. Genauso, ob die Partien des zweiten Playoff-Turniers in Monterrey mit Bolivien, Suriname und Irak wie geplant über die Bühne gehen können (27. März und 1. April).
EDA warnt vor Hochrisikogebiet
Am Sonntag wurden aufgrund der Vorkommnisse bereits insgesamt vier Spiele in den nationalen Männer- und Frauenmeisterschaften abgesagt. Ob auch das Testspiel der mexikanischen Nationalmannschaft am Donnerstag gegen Island gestrichen wird, ist nicht klar.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) warnt bereits seit längerem vor Reisen in den Bundesstaat Jalisco. Das Risiko sei hoch, da «bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden und anderen kriminellen Gruppierungen stattfinden».

