Neue Marktwerte in der Bundesliga
Bayerns Dominanz und ein brutaler Gladbach-Zerfall

Die neuen Marktwerte in der Bundesliga sind durchaus mit ein paar interessanten Erkenntnissen verbunden. Allen voran spiegeln sie sportliche Entwicklungen der letzten Jahre gnadenlos wider.
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Borussia Mönchengladbach, hier in Person von Giovanni Reyna, hat sich in den letzten Jahren Marktwert-mässig schlecht entwickelt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bayern München dominiert die Bundesliga mit einem Kaderwert von 981 Millionen Euro
  • FC Heidenheim hat nur 5,5 Prozent des Bayern-Kaderwerts mit 54 Millionen Euro
  • Borussia Mönchengladbach verlor 56 Prozent Kaderwert in fünf Jahren, von 340 auf 150 Millionen
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Bayern München ist in Deutschland das Mass aller Dinge. Das ist in dieser Saison so offensichtlich wie in den letzten Jahren selten. Ein Blick auf die Marktwerte in der Bundesliga unterstreicht dies.

Kürzlich wurden von der Plattform «Transfermarkt» alle Werte der Bundesliga-Spieler aktualisiert – mit Bayern-Juwel Karl als grösstem Gewinner. Dementsprechend haben sich auch die gesamten Kaderwerte alle Klubs verändert. Krösus Bayern dominiert die Konkurrenz auch in dieser Kategorie nach Belieben. An den Vereinswert von 981 Millionen Euro kommt kein Klub nur annähernd heran.

Der Vorsprung auf Platz 2 – wie in der echten Tabelle ist Dortmund auch in der Marktwert-Tabelle erster Verfolger – beträgt stolze 370 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der ganzen Liga haben nur noch Leipzig und Leverkusen einen höheren Kaderwert. Eintracht Frankfurt, die Nummer 5 der Liga, wenn es nach Marktwerten geht, kommt bereits nur noch auf einen Gesamtwert von gerundeten 365 Millionen.

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Riesen-Abfall im Vergleich zur Premier League

Am anderen Ende der Skala liegt der FC Heidenheim. Der Bundesliga-Siebzehnte ist mit einem Kaderwert von knapp 54 Millionen sowas wie der Bettler der Liga – was gerade mal 5,5 Prozent des Bayern-Kaderwerts entspricht. Die Bayern haben ganze sieben Spieler in ihrem Kader, die allein mehr wert sein sollen als die ganze Heidenheimer Mannschaft.

Das ist selbst in einer Premier League unvorstellbar, wo Schlusslicht Burnley immerhin 19,6 Prozent des Kaderwertes von Arsenal aufweist. In effektiven Zahlen stehen da 1,29 Milliarden rund 254 Millionen gegenüber.

Jahresvergleich für beide Borussen bitter

Doch zurück zur Bundesliga. Dort gibt es neben Gewinnern wie immer auch Verlierer – wie Borussia Mönchengladbach. Die negative sportliche Entwicklung bei der Fohlenelf zeigt sich seit Jahren auch in der Entwicklung des Marktwertes. So hatte Gladbach vor fünf Jahren noch einen Kader, der mit einem Marktwert von 340 Millionen geführt wurde. Heute beträgt er noch knappe 150 Millionen. Das Minus von über 56 Prozent ist mit Abstand das grösste der Bundesliga in diesem Zeitraum.

Nur vier andere Vereine haben ihren Kaderwert in den letzten fünf Jahren auch nicht verbessern können. Neben Gladbach zeigt die Entwicklung auch beim BVB (von 615 auf 511), bei RB Leipzig (von 528 auf 415) und bei der TSG Hoffenheim (von 238 auf 203) negativ.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
33
82
86
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
33
34
70
3
RB Leipzig
RB Leipzig
33
22
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
33
22
61
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
33
17
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
33
21
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
32
-8
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
33
-4
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
33
-12
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
32
-9
37
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
33
-15
35
12
Hamburger SV
Hamburger SV
32
-15
34
13
Union Berlin
Union Berlin
32
-20
33
14
1. FC Köln
1. FC Köln
32
-8
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
33
-21
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
33
-26
26
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
33
-29
26
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
32
-31
23
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