«Ich sollte von Goldschmuck auf Silber umstellen»
1:51
Wübbenhorst nach Niederlage:«Ich sollte von Goldschmuck auf Silber umstellen»

«Waren einfach zu schlecht»
Wübbenhorst mit knallharter Analyse nach Déjà-vu-Niederlage

Nach der bitteren Niederlage im Cupfinal gegen Servette bleibt auch im Final der Women's Super League nur die Enttäuschung für YB übrig. Nach dem Spiel spricht Trainerin Imke Wübbenhorst Klartext – macht ihrem Team aber keine Vorwürfe.
Kommentieren
1/6
Schon wieder bleibt den YB-Spielerinnen gegen Servette nichts als die Enttäuschung.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Servette gewinnt Women's Super League-Titel gegen YB nach klarem Rückspiel-Sieg in Bern
  • Trainerin Wübbenhorst: «Zu einfache Gegentore, kein Ballbesitz, unnötige Fehler»
  • Servette seit März 2026 ungeschlagen gegen YB, dreimal Silber für Bernerinnen
Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktor Sport

Es ist brutal, wie sehr sich die Szenen ähneln. Bereits Ende März stand YB in einem Final gegen Servette und musste im Cup als Verlierer vom Feld, nur um zwei Monate später gegen die gleichen Gegnerinnen im Playoff-Final der Women's Super League wieder mit leeren Händen dazustehen.

Während nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel noch alles offen war, sind die Träume der Titelverteidigung der Bernerinnen bereits nach zwei Minuten futsch. Servette deckt beim 1:0 schonungslos die Schwächen auf: die YB-Defensive.

Gleich mehrere Spielerinnen kommen nicht in die Zweikämpfe und stehen nicht nahe genug bei ihrer Gegnerin. Die Genferinnen kontern gnadenlos und lenken das Spiel schon früh in ihre Bahnen. Während nach dem frühen Gegentreffer im Hinspiel ein Aufbäumen kam, blieb dieses im Rückspiel aus.

Wübbenhorst zieht Fazit

Nach dem Spiel sucht YB-Trainerin Imke Wübbenhorst (37) nach Erklärungen: «Wir müssen stolz sein auf unsere Entwicklung, aber heute waren wir einfach zu schlecht. Wir haben sowohl im Hin- als auch im Rückspiel zu einfache Gegentore erhalten.»

Sie müssen sich selbst an die Nase fassen, sagt Wübbenhorst selbstkritisch. Man habe es einfach nicht auf den Platz gebracht. «Servette wurde zu Recht Meister», so die Trainerin, die noch kein Spiel gegen die Westschweizerinnen gewonnen hat.

Wübbenhorst könne ihrem Team keinen Vorwurf machen, ist dann aber mit ihrer knallharten Analyse noch nicht am Ende: «Wir wollten es unbedingt, aber dann passieren Fehler. Wir müssen mit solchen Drucksituationen besser umgehen. Zum Schluss hatten wir gar keinen Ballbesitz und Spielkontrolle mehr und unnötige Fehler gemacht.» Man habe dann nur noch das Prinzip Hoffnung gehabt und den langen Ball gespielt. «Heute hat einfach das Quäntchen Glück darüber entschieden», so Wübbenhorst.

Galgenhumor bei YB-Trainerin

Trotz der erneuten Enttäuschung hat die Deutsche ihren Humor nicht verloren: «Ich sollte von Goldschmuck auf Silber umstellen, weil wir das sonst anders nicht schaffen. Ich habe drei Finals mit meinem Team gegen sie gespielt und dreimal haben wir nur die Silbermedaille geholt.»

Wübbenhorst ist aber der festen Überzeugung, dass es nächstes Jahr klappen könnte und die Bernerinnen erneut beide Finals erreichen können. Damit es dann endlich mit Gold klappt, braucht es höchstwahrscheinlich eines: einen Sieg gegen Servette.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen