Am vergangenen Freitag starteten die FCZ-Frauen in die Playoffs der Women's Super League. Im Viertelfinal kam es dabei bereits zum ersten Kracher: dem Zürcher Derby gegen GC im Letzigrund. Der FCZ konnte das Hinspiel mit 2:0 für sich entscheiden – die Tore schossen Chiara Bücher und Amelie Roduner.
Vor allem in der ersten Halbzeit war der FCZ klar besser und zog mit den zwei Toren davon. GC fing sich zwar zur Pause, scheiterte aber immer wieder an Goalie Riana Gmür, die zur Matchwinnerin avancierte.
Kritik und Lob vom Trainer
Zu reden gab auch die Leistung von Schiedsrichterin Leonora Ismaili. Auf beiden Seiten wertete sie penaltywürdige Szenen nicht als solche und pfiff die Partie nach drei statt fünf Minuten Nachspielzeit zu früh ab. FCZ-Trainer Renato Gligoroski sagt in der Pressekonferenz vor dem Rückspiel dazu: «Es war das i-Tüpfelchen zur generellen Leistung. In dem Fall war es sicher kein guter Tag der Schiedsrichterin. Ich bin aber zuversichtlich, dass das am Freitag nicht so sein wird und das auch angemessen ist für die Playoffs.»
Vor dem Rückspiel gibt es aber auch Lob vom FCZ-Coach – für Keeperin Gmür: «Eigentlich ist sie bei uns als nominell dritte Torfrau in die Saison gestartet. Da sieht man, wie schnell der Fussball ist und sich Dinge ändern können. Sie hat es mit ihren Leistungen wieder wettgemacht.»
Trotzdem gibt dem Trainer die zweite Halbzeit etwas zu denken. Laut eigener Aussage sei seine Mannschaft eine der fittesten der ganzen Liga. «Das zeigen auch die GPS-Daten, wir haben in der zweiten Halbzeit um einiges mehr an intensiven Läufen. Der Gegner hatte aber die Überhand und wir waren in den meisten Fällen knapp zu spät und sind dann dem Ball mehr nachgelaufen», so Gligoroski.
Keine Einblicke
Wie er verhindern will, dass es im Rückspiel ähnlich zu und her geht, will der Österreicher aber nicht verraten: «Wir haben bei den verletzten Spielerinnen die eine oder andere positive Entwicklung. Vom Taktischen her möchte ich aber nicht viel darüber sprechen.»
Er bereite sich auf ein hartes und intensives Spiel vor. Das wird es sicher werden, denn ein 2:0 zur Halbzeit ist ein gefährliches Ergebnis. Das sieht auch Pascale Egloff, Leiterin FCZ Frauen, so: «Ein 2:0 kann ein trügerisches Resultat sein, wenn man das vor dem Spiel im Hinterkopf hat. Wir müssen diese Partie spielen, wie wenn es das Hinspiel nicht gäbe.»
Gligoroski kontert das umgehend mit einem Lachen: «Ich starte lieber mit zwei Toren Vorsprung als mit einem Rückstand. Ich betrachte das als Marathon. Wir haben die gleiche Distanz zu laufen wie der Gegner, haben aber zwei Minuten Vorsprung.»