Darum gehts
- Coumba Sow (31) will mit FCB-Frauen um Titel kämpfen
- Sie ist die letzte Nati-Spielerin in der Super League
- 22 von 23 Schweizer Nati-Spielerinnen spielen im Ausland
«Wir wollen um Titel kämpfen», sagte Coumba Sow (31) an der Pressekonferenz vor dem Rückrundenstart der Women's Super League. Die Kapitänin der FCB-Frauen steht mit ihren Bebbi auf Tabellenrang 5, hat dank des Playoff-Modus aber noch Chancen auf den Meistertitel. Das vor der Saison ausgerufene Saisonziel Double ist derweil nicht mehr zu erreichen, im Cup-Halbfinal scheiterte Basel an YB.
Die 57-fache Natispielerin Sow ist mittlerweile so etwas wie ein Unikat. Denn sie ist die einzig verbliebene Natispielerin in der heimischen Super League. Im Aufgebot von Coach Rafel Navarro (40) für die ersten WM-Qualispiele sind 22 von 23 Spielerinnen im Ausland aktiv – und dann ist da noch Coumba Sow.
Für Sow ist es primär ein gutes Zeichen für den Schweizer Fussball: «Es zeigt, wie wir uns entwickelt haben. Früher haben viele Spielerinnen in der Schweiz gespielt, heute spielen viele bei grossen Klubs im Ausland.» Doch sie mahnt: «Es zeigt aber auch, dass die Liga sich entwickeln muss.»
Sow zeigt sich selbstsicher
Hat die Zürcherin Angst, den Anschluss in der Nati zu verlieren? «Nein, da spielen mehrere Faktoren rein. Es zählen Trainingsleistungen und Dinge wie die Erfahrung oder das Alter. Ich bin nicht mehr 20 und habe auch grosse Vereine hinter mir.»
Sow spielte mehrere Jahre in den USA und war danach beim Paris FC in Frankreich unter Vertrag, ehe sie 2023 in die Schweiz zurückkehrte. «Es spricht auch für mich, dass ich diese Chance trotzdem noch bekomme», so Sow weiter. Das Thema Ausland sei für sie noch nicht abgeschlossen, momentan liege der Fokus aber beim FCB.
Nati-Trainer Navarro zeige grosses Interesse: «Er meldet sich bei jeder Spielerin und will Zusammenfassungen über die Spiele und Trainings», berichtet die 31-Jährige.
Bachmann-Rückkehr als Zeichen
Lange wird Coumba Sow aber nicht mehr die einzige Nati-Spielerin der Liga sein. Denn ein ganz grosser Name kehrte in diesem Winter in die Schweiz zurück. Die aktuell noch verletzte Ramona Bachmann (35) spielt fortan für YB und will sich nach ihrem Kreuzbandriss zurück in die Nati kämpfen.
«Es ist ein wichtiger Schritt für die Liga», sagt Sow über den Transfer ihrer langjährigen Nati-Kollegin. «Ein Zeichen an die jungen Spielerinnen, aber auch an Ältere, die zurückkommen wollen.»
Heiss auf Direktduell
Und die Mittelfeldspielerin fügt sogleich eine Kampfansage an: «Ich freue mich mega auf das Duell mit ihr. Es wird ein Eins-gegen-Eins. Ich kenne ihre Stärken und Schwächen.» Um dann mit einem Lächeln zu sagen: «Chömed go luege!»
Der Cup-Halbfinal vom vergangenen Wochenende kam für Bachmanns Knie noch zu früh, auch fürs Liga-Duell zwischen Basel und YB im März steht Bachmann wohl noch nicht auf dem Platz. In den Playoffs könnte es dann aber zum Aufeinandertreffen kommen. Oder sonst halt zu einem Wiedersehen in der Nati.
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